04.03.2013 von Kommentar schreiben

5 Marketing-Tricks der Online-Shops die Dich viel Geld kosten können

Online-Shops sind ein hartes Geschäft. Die Konkurrenz durch lokale Läden haben sie zwar mittlerweise fast komplett ausgestochen was die Preise angeht (zumindest glauben wir das, mehr dazu später), dafür aber steigt die Zahl der Online-Konkurrenten immer weiter. Noch nie war es so einfach einen Shop aufzusetzen und Produkte zu verkaufen.

Was tust du als Betreiber also? Viel Geld in Suchmaschinenoptimierung investieren? Damit landest du vielleicht in den Ergebnislisten weiter oben, aber Vertrauen baust du dadurch nicht auf. Aus E-Commerce wird Social Commerce. Auch online gewinnt der Shop, der das Vertrauen des Besuchers  gewinnt. Dafür bedienen sie sich jedoch einiger Tricks, auf die wir als potenzielle Kunden hereinfallen sollen...

E-Commerce Tricks

 

  • Shop Design (Stichwort: Landing Pages)
    Wie auch offline werden im Internet Tests durchgeführt um die optimale Positionierung von Elementen auf Webseiten (quasi die beste Platzierung im Regal) zu ermitteln. Sogenannte A/B Tests sind Teil der Conversionrate Optimierung und sollen Besucher durch visuelle und emotionale Reize dazu bringen, bestimmte Aktionen auszuführen, in diesem Fall den Kauf eines bzw. mehrerer Produkte.

  • Künstliche Aufwertung
    Ein beliebtes Mittel zur "Aufwertung" der Produkte im Shop sind vertrauensbildende Elemente wie Gütesiegel (z.B. TrustedShop, Stiftung Warentest oder TÜV), die eigentlich nur die Qualität des Shops bewerten, nicht jedoch einzelne Produkte. Durch geschickte Platzierung nehmen Besucher dies jedoch anders wahr.

    Trust Elemente

  • Kontrastprodukte
    Als Kontrastprodukte werden jene Produktvorschläge bezeichnet, die in den meisten Online-Shops als Alternativen zum gesuchten Produkt oder als "ähnliche Artikel" angezeigt werden (Stichwort: Cross-Selling). Dabei wird immer ein billigeres Produkt angezeigt (zu welchem Nutzer Studien zufolge selten greifen) und ein teureres. Das vermittelt dem Besucher das Gefühl, ein günstiges, aber nicht das billigste Produkt zu kaufen.

  • Attraktive Preise
    Produkte zu niedrigen Preisen haben quasi IMMER einen Haken. Und wenn du in Online-Shops genauer hinschaust ist es inzwischen meistens der Lieferumfang. Nicht selten müssen Ladegeräte für Smartphones extra bestellt werden. Und auch die Zahlungsmodalität haben es manchmal in sich - entweder ist nur Kreditkartenzahlung möglich oder die Bezahlung ist mit Zusatzkosten verbunden (v.a. per Nachname).

    Ein kleiner Lichtblick sind da noch die Versandkosten. Wo früher horrende Pauschalen für kleine Pakete erhoben wurden haben sich die Preise inzwischen an die tatsächlichen Kosten angepasst.

  • Künstliche Verknappung
    Das Prinzip der Künstlichen Verknappung habe ich bereits im letzten Artikel zur Gestaltung von Landing Pages beschrieben. Dieses Prinzip wird v.a. in Online-Shops verwendet wo der Nutzer nicht überprüfen kann, wie viele Artikel wirklich noch vorhanden sind.  Das übt unterschwellig einen gewissen Druck auf Interessenten aus und suggeriert ihnen, dass sie ihre Kaufentscheidung schnellstmöglich treffen müssen.

 

Die Frage ist letztendlich nicht, ob diese Tricks legal sind oder nicht (klar ist die Frage relevant, sie soll uns als Nutzer, d.h. Käufer aber vorerst nicht weiter beschäftigen) sondern vielmehr wie wir mit dem Wissen um sie umgehen. Machen wir uns nun verrückt, weil wir keinen Online-Shop finden der nicht trickst, oder ist es uns egal weil gerade überall getrickst wird?

Entscheidend ist unser Entscheidungsprozess. Wir sollten den Vorteil des Internets zum Preisvergleich nutzen und nicht voreilig beim erstbesten Angebot zuschlagen. Zeit ist Geld heißt es doch. Und wer Zeit in die Recherche investiert, kann hinten raus einiges sparen.

Und wie Frank Puscher in seinem Artikel in der c't verrät (Ausgabe 26/2012), kann es sich lohnen den Kauf absichtlich hinauszuzögern. Online-Shops locken mittels Re-Targeting Maßnahmen schon oft nach wenigen Tagen mit attraktiven Rabattangeboten des gewünschten Produkts, besonders wenn du den Warenkorb gefüllt hast, aber nie zur Kasse gegangen bist. Geduld macht sich also bezahlt.


Wie siehst du das? Hast du schon hastige Entscheidungen bereut? Wie gehst du bei der Suche nach Produkten im Internet vor?


Image courtesy of David Castillo Dominici / FreeDigitalPhotos.net

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