10.08.2013 von Kommentare: 1

Die Anatomie einer perfekten Landing Page (Infografik)

Anatomie einer perfekten Landing Page

Hast du ein neues Ebook geschrieben und willst es nutzen um deine Email-Liste zu vergrößern? Oder planst du ein Webinar und möchtest möglichst viele Teilnehmer gewinnen? Oder bewirbst du sogar direkt Produkte über PPC-Anzeigen und versuchst deine Conversionrate zu steigern?

Egal was es ist, hast du es schon mit einer speziell an die Thematik und Erwartungen bzw. Bedürfnisse deiner Besucher angepassten Landing Page versucht? Mit einer optimierten Landing Page lässt sich schneller das Vertrauen von Besuchern gewinnen und die Chance auf einen Abschluss (sei es das Abonnieren deines Newsletters oder der Kauf deiner Produkte) steigt.

 

Ich könnte es jetzt kurz machen und dir einfach eine Liste mit den wichtigsten Elementen einer Landing Page vorlegen, z.B. so:

  • Qualitativ hochwertiger Titel und erstklassige Überschrift
  • Auffälliges, positiv emotionales Bild („Key Visual“)
  • Informationshaltiger Text
  • Formular zur Registrierung
  • Hervorstechender Call to Action (z.B. als Button)
  • Testimonials und andere Trust Elemente


Aber das wäre nicht wirklich in deinem Sinne, oder? Nein, ich meinem auch nicht, das können wir besser! Also lass mich ein wenig ausholen und dir anhand einer Infografik (siehe unten) erklären, wie die Anatomie einer „perfekten“ Landing Page aussieht.

 

Hast du’s eilig? Nutze die Sprungmarken:

 

Simplizität – Keep it Simple

Wenn wir hier schon von Anatomie sprechen, dann fangen wir am besten mit Bewegungen an. Einfache Bewegungen kann quasi jeder ausführen, komplexere, wie beispielsweise eine doppelte Längsachsendrehung mit zweifachem Salto, nur wenige.

So ähnlich verhält es sich im übertragenen Sinne auf Landing Pages mit den Calls to Action. Je höher die Anzahl ist und umso komplizierter sie formuliert sind, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen jemand nachkommt und handelt.

Studien zeigen, dass eine Alternative vorteilhaft sein kann, um bspw. Leads zu generieren von Leuten, die für einen Abschluss (Kauf) noch nicht ganz bereit sind. Vielmehr sollten es dann aber nicht werden.

Ich verweise an dieser Stelle auf Barry Schwartz‘ Buch „The Paradox of Choice: Why More Is Less*“, in dem er eben dieses Problem der überwältigenden Anzahl von Auswahlmöglichkeiten im Alltag beschreibt.


Doch die Fokussierung auf eine einzige Handlungsaufforderung ist alleine noch kein Erfolgsgarant…

 

Vertrauen gewinnen

Vielmehr musst du, sofern du etwas von deinen Lesern haben möchtest (sei es Geld oder „nur“ einen Namen und eine E-Mail-Adresse), vorher ihr Vertrauen gewinnen. Das geht am besten indem du ihnen zeigst, dass auch andere dir bereits vertrauen.

Social Proof ist hier eine einfache Methode – damit zeigst du Besuchern wie viele Menschen dir bei Twitter oder Google+ folgen oder wie oft ein Beitrag aus deinem Blog bereits geteilt wurde. Je höher diese Zahl ist, desto vertrauenserweckender scheint dein Content und damit auch du zu sein.

Ähnlich funktioniert die Platzierung von „Trust Elements“, z.B. Partner-Logos oder Zertifikaten. Ebenso wirken sich Testimonials, also Kundenstimmen auf das Vertrauensmaß aus, auch darauf solltest du also nicht verzichten, falls sie dir zur Verfügung stehen!

Vergiss niemals, dass du mit Menschen kommunizierst (und bestenfalls interagierst) und nicht einfach nur Produkte beschreibst. Objektive Fakten und Statistiken überzeugen kaum jemanden, spannende Geschichte hingegen schon.


Und wo wir schon bei Geschichten sind: gutes Storytelling geht Hand in Hand mit der richtigen Wortwahl.

 

Die richtige Wortwahl

Bestimmte Wörter sprechen Besucher einfach besser und steigern die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher konvertiert wird. Das sind unter anderen

  • DU (ganz klassisch, schließlich geht es um die Leser der Seite),
  • KOSTENLOS (oder Free),
  • JETZT (die zeitliche Komponente ist eigentlich ein banaler Marketingtrick, den ich in einem anderen Artikel bereits beschrieben habe) und
  • WEIL (ohne vernünftige Begründung geht gar nichts…).

Mehr zu der Macht der Wörter in dieser coolen Infografik auf meinem Pinterest Pinboard rund um Landing Pages und Conversion und im Blog von Crazy Egg.

 

Merkst du schon, worauf all diese Begriffe abzielen…?

 

Emotionen erzeugen

Die perfekte Landing Page baut auf Emotionen, denn sie ist hier viel effektiver als Logik oder strikte Objektivität. Nur wenn du es schaffst, deine Besucher davon zu überzeugen, dass dein Produkt ihre Bedürfnisse befriedigt, wirst du deine Conversionrate steigern können.

Um das du erreichen, musst du die Vorteile für Interessenten herausarbeiten und mit deinem Unique Selling Point argumentieren.

Du kannst dabei z.B. folgende Emotionen erzeugen:

  • Furcht (z.B. etwas zu verpassen)
  • Liebe (z.B. Specials exklusiv für Abonnenten)
  • Zugehörigkeitsgefühl (jeder spricht darüber, jeder hat es)

Weitere Emotionen findest du in dieser Infografik auf Pinterest.

 

Das Wichtigste ist, überhaupt Gefühle zu erzeugen. Nur dann sind Besucher deiner Landing Page bereit zu handeln.

 

Und dann wäre da noch etwas…

Landing Pages dienen einem bestimmten Zweck. Aber erfüllen sie ihn auch?

Weißt du wie viele Besucher konvertieren? Weißt du hoch deine Absprungrate ist? Weißt du, welche Elemente deiner Landing Page besondere Aufmerksamkeit erregen und welche total übersehen werden?

Worauf ich hinaus will ist Monitoring.

Nutze Googly Analytics, Eye-Tracking Software, etc. um die Effektivität deiner Landing Pages zu untersuchen und auszuwerten. Nur so erfährst du, wie erfolgreich sie wirklich ist und kannst die Daten z.B für A/B-Tests nutzen um die Conversionrate weiter zu optimieren.

 

Jetzt bist du dran, schreib mir einen Kommentar! Welche Emotionen locken dich aus der Reserve? Wann kannst du einem Kauf oder generell einer geforderten Aktion einfach nicht widerstehen?

Sport Special

Landing Pages sehe ich in der Sport- und Fitnesssbranche noch nicht viele – eine Marktlücke? Meine derzeitigen Studien gehen jedenfalls in diese Richtung und ich gewinne bereits mit einigen Partnern zusammen erste Erkenntnisse über den Nutzen zur Lead Generierung und dem Aufbau von Vertrauen (mehr dazu demnächst hier im Blog).

 

4 Aspekte einer perfekten Landing Page 

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Urs E. Gattiker - CyTRAP BlogRank

Robert
Super Beitrag ....
Die Infografik finde ich für mich persönlich nicht so hilfreich - waste of ink nach Tufte und Few.
==> http://commetrics.com/articles/storied-infographics-why-do-they-fail/

Da habe ich von Deinem Text wirklich viel mehr profitiert wie z.B. richtige Überschrift, Keep it Simple, Stupid (KISS), usw.

Ich freue mich schon auf Deinen nächsten Beitrag.
Urs @CyTRAP

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Danke für deinen Kommentar, Urs. Vielleicht ist das genau der Grund, warum ich die meisten Infografiken kommentiere und nicht als Stand-alone poste (dafür gibt es ohnehin schon Pinterest oder Slideshare) ;-)

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