05.08.2013 von Kommentar schreiben

Buchrezension: Social Media für Unternehmen von Stefanie Aßmann und Stephan Röbbeln

Social Media für Unternehmen - das Praxisbuch für KMU

Im April 2013 ist beim Rheinwerk Verlag das Buch „Social Media für Unternehmen – Das Praxisbuch für KMU“ erschienen. Da ich bisher nur gute Erfahrungen mit den Büchern von Rheinwerk gemacht habe entschied ich mich kurzerhand dazu, auch dieses Buch zu bestellen. Zwar habe ich eine gewisse Skepsis gegenüber solch kurzlebigen Büchern (aufgrund der Thematik), dennoch macht die Inhaltsübersicht einen vielversprechenden Eindruck. Die wichtigsten Themenfelder werden abgedeckt und auch die Optik stimmt.

 „Von der Planung bis zur Erfolgskontrolle“, das macht doch Hoffnung. Und das Kapitel Monitoring sieht wirklich sehr interessant aus. Aber wie macht sich der Rest, ist das Buch zu empfehlen? Finde es heraus! ;-)

 

Social Media für UnternehmenBuchinhalt

  • Vorbereitung
  • Analyse
  • Konzeption
  • Durchführung
  • Brand Awareness
  • Kundenzufriedenheit
  • Employer Branding
  • Innovation Management
  • Sales
  • Social Media Monitoring


Über die Vorbereitung, Analyse und Konzeption ist im Internet und aktueller Fachliteratur genug zu lesen, sodass ich hier nicht auf jedes Kapitel im Detail eingehen möchte, ein paar Kapitel haben mich aber wirklich überzeugt.

 

Kapitel 8: Employer Branding

Da mich das Thema Employer Branding (eine Definition findest du im Kompendium) aufgrund meiner derzeitigen Jobsuche beschäftigt, habe ich das Kapitel zuerst gelesen.

Das erste was mir dabei aufgefallen ist, ist dass ich viele solcher Kampagnen im Internet oder TV gar nicht als Employer Branding empfunden habe. Die Autoren beschreiben die Entwicklung, den Nutzen (sowohl für Unternehmen als auch für Bewerber) sowie verschiedene Möglichkeiten und veranschaulichen das Thema mit vielen verschiedenen Praxisbeispielen. Auch die rechtlichen Aspekte finden einen Platz in diesem Kapitel, ebenso die diversen Plattformen.

Social Media spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn dort kann gezielt kann passenden Arbeitnehmern gesucht werden und es entsteht bestenfalls schon ein direkter Dialog vor der Bewerbung. Mitarbeiter- oder Azubi-Blogs helfen Arbeitgebern dabei, die Firma in ein positives Licht zu rücken (sofern sie authentisch geschrieben sind) und die Kommunikation wird insgesamt persönlicher.

 

Kapitel 11: Social Media Monitoring

Das Kapitel Social Media Monitoring ist mit 83 Seiten eines der umfangreichsten im Buch (insgesamt hat das übrigens 384 Seiten). Nach einer grundlegenden Definition und einer „Übersicht“ der sozialen Plattformen (siehe Social Media Prisma) gehen die Autoren in diesem Kapitel auf folgende Teilbereiche ein:

  • Funktionsweise von Social Media Monitoring
  • Gründe für die Analyse der Social Media Kommunikation
  • Festlegung von Kennzahlen
  • Ziele messen (Ausrichten der Kennzahlen an Zielsetzung)
  • Erstellung eines Reportings
  • Analyse-Tools
  • Kosten
  • Einführung von Monitoring in Unternehmen

Insgesamt also ein sehr gutes Komplettpaket. Letztendlich sind beim Social Media Monitoring aber nicht nur die richtige Strategie, sondern v.a. die Erfahrung und das eigene Bauchgefühl ausschlaggebend für die endgültige Bewertung der Aktivitäten im Web.

Denn wie Einstein so schön sagte: "Nicht alles, was zählt, kann gezählt werden, und nicht alles, was gezählt werden kann, zählt".

 

Persönliches Fazit

Stephanie Aßmann und Stephan Röbbeln haben hier ein tolles Nachschlagewerk geschrieben, dass sich im Grunde für jedes Unternehmen eignet, welches den Schritt ins Social Web wagen will oder bereits gewagt hat und ein wenig Hilfestellung braucht.

Besonders wichtige Fragen oder Fakten heben sie visuell durch farbige Kästchen hervor, aber auch die vielen Bilder und Grafiken tragen zum guten Gesamteindruck bei.

Sie decken alle wichtigen Entscheidungsfelder ab und warten mit vielen tollen Beispielen aus der Praxis auf. Einziges Manko hierbei: viele davon sind von großen Unternehmen wie OTTO, Lufthansa oder der Bahn, dabei konzentriert sich das Buch, zumindest laut Titel, auf kleine und mittelständische Unternehmen. Schade meiner Meinung nach, denn für solche wirkt es bei der schieren Masse an Möglichkeiten und Aufgaben womöglich eher entmutigend, alles bis ins kleinste Detail durchorganisieren zu müssen.

Dennoch würde ich das Buch auch für KMU empfehlen, da viele von ihnen bei der Social Media Kommunikation noch zu häufig improvisieren. Hier schafft das Buch Abhilfe! Dein Freund Amazon* wird es dir bestimmt gerne zuschicken ;-)

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