29.11.2012 von Kommentar schreiben

Das Geheimnis erfolgreicher Blog Post Headlines

Das Geheimnis erfolgreicher Blog Post Headlines

Im Internet kursieren enorm viele Artikel über die eine oder andere "Zauberformel" für perfekte Blog Post Headlines. Es gibt kaum einen bekannten Blogger der noch nicht mindestens eine Weisheit zu diesem Thema geteilt hat, daher habe ich auch am Ende dieses Artikels eine Sammlung interessanter Beiträge von anderen Blogs gelistet (darunter Copyblogger, Unbounce und ProPlogger).

Aber warum sind die Titel von Blog Artikeln überhaupt so wichtig? Nun, sie tauchen nicht nur in Suchergebnissen als Links auf, sondern auch in RSS Feeds oder in Social Networks. Die Leser entscheiden oft nur anhand des Titels ob sie einen Artikel lesen wollen oder nicht, also ob sie Deinen Blog besuchen oder nicht. Wie heißt es so schön: You never get a second chance to make a first impression (Zitat Harlan Hogan).


Die Funktion von Blog Titeln

Brian Clark (copyblogger.com) behauptet, dass zwar 8 von 10 Personen einen Titel lesen, aber lediglich 2 auch auf den Link klicken um den Artikel zu lesen ("80/20 Rule of Headlines"). In diesem Kontext geht er sogar soweit zu sagen, dass man 50% der für einen Artikel benötigten Zeit in den Titel investieren sollte. Ich stimme Brian hier zu, denn ich mache die Erfahrung selbst täglich in meinem RSS-Reader, der inzwischen so prall gefüllt ist, dass ich nur Artikel lese deren Headlines direkt mein Interesse wecken.

Auch David Ogilvy's Meinung geht in eine ähnliche Richtung, denn er definiert die Funktion von Artikel Headlines so: "Die Funktion eines Titels ist es, potenzielle Leser dazu zu bringen die ersten Zeile deines Contents zu lesen" (frei übersetzt aus dem englischsprachigen Buch Ogilvy on Advertising).

Alles zielt also darauf ab, den Leser dazu zu bringen, auf den Titel zu klicken um wenigstens den Anfang des Artikels zu lesen. Dass dieser dann auch überzeugen muss und den Leser in seinem Bann zieht ist dann aber wieder eine ganz andere Geschichte ;-)

 

Tipps zur Gestaltung attraktiver Überschriften

  1. Überschriften müssen dem (potenziellen) Leser immer einen Mehrwert bieten. Sie müssen ihm nützlich sein, ihm Vorteile bringen, ein Problem lösen oder ihm etwas versprechen (allerdings nur wenn der Artikel bzw. Du als Blogger dieses Versprechen auch halten kann).

  2. So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Angela Stringfellow rät in einem Gastartikel bei unbounce.com zu maximal acht Wörtern. Diejenigen unter euch die Twitter aktiv nutzen dürfte diese Aussage bekannt vorkommen, denn ein kurzer Titel wird nicht nur schneller gelesen, sondern er bietet auch genug Platz um 'geretweetet' zu werden (sorry für dieses eingedeutschte Wort, aber es gibt nichts offizielles, oder?) und den ursprünglichen Autor zu erwähnen. Wieso also nicht dasselbe auch direkt bei Blog Artikeln?

    Besonders gut funktionieren kurze Headlines am Anschein nach im Zusammenhang mit Sonderangeboten, bekannten Markennamen oder Produkten & Dienstleistungen die dem Leser vertraut sind.

  3. Nicht zu viele Keywords im Titel. Keywords (und auch der Titel an sich) sind zwar wichtige Ranking Faktoren in Suchergebnissen, aber ein mit Keywords vollgepumpter und dadurch unnatürlich wirkender und schlecht leserlicher Titel schreckt nicht nur den Leser ab, sondern wird inzwischen auch von Suchmaschinen abgewertet.

  4. Die Verwendung kraftvoller Wörter wie "Kostenlos", "Geheim", "Einfach", "Erstaunlich", etc. weckt das Interesse der Leser eventuell besser als Titel ohne diese. Zwar muss jeder Blogger diese Begriffe für seine eigene Zielgruppe herausfinden, kann sie dann jedoch effektiv in Blog Headlines verwenden.

    Darren Rowse (problogger.net) macht in diesem Kontext jedoch auch auf mögliche negative Effekte aufmerksam, da diese Wörter seiner Meinung nach (ich stimme ihm da auch zu) eine gewisse Skepsis hervorrufen können. Oft verbinden Leser solche Begriffe mit typischem "Marketing Slang" wo sich meistens alles um den Verkauf von Produkten dreht.

 

Verschiedene Ansätze für Artikelüberschriften

  • Kreativität durch Sonderformate (Sonderzeichen, Hashtags, Zitate oder Media Types in Form von [INFOGRAPHIC] oder [VIDEO])

    Beispiel bei Mashable:  How Social Media Distracts You at Work [INFOGRAPHIC]

  • Ankündigungen & Breaking News

  • Fragen bringen Leser oft dazu entweder zu antworten (bestenfalls hinterlassen sie also Kommentare) oder wenigstens nachzuschauen wie die Antwort lautet. Besonders gut funktioniert das, wenn der Leser in der Headline direkt angesprochen wird (d.h. durch die Verwendung von "Du" oder "Ihr").

    Hierbei ist mir aufgefallen, dass das bei englischen Titeln viel leichter umzusetzen ist als im Deutschen. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ein "you" ist einfacher zu platzieren als ein direktes "Du". Ein "ihr" finde ich schon wieder fast zu unpersönlich, oder?

  • Anleitungen, Tipps & How To's sprechen das menschliche Streben nach "Perfektion" an, unser Streben nach stetiger Verbesserung. Allerdings müssen solche Headlines den endgültigen Nutzen beschreiben, nicht den eigentlichen Lernprozess.

    Beispiel bei Social Media Examiner: How to Get Started With Google+, Your Complete Guide

  • Witzige Titel können richtig viele Leser anziehen, Vorsicht ist hier aber hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung geboten. Oft werden bei humorvollen Überschriften keine Keywords eingebunden und augenscheinlich keine Verbindung zum Inhalt des Artikels hergestellt. Das wirkt sich negativ auf das Ranking aus.

  • Argumentationen & Beleidigungen (natürlich keine persönlichen) können Leser dazu motivieren dem Geschriebenen zu widersprechen oder in anderer Form darauf zu reagieren. Allerdings müssen die Artikel trotzdem sachlich und nicht grundlos argumentieren um niemanden persönlich anzugreifen.

    Beispiel: 5 Reasons Why Your QR Code Marketing Sucks (business2community.com)
  • Kontroversen

  • Listen funktionieren immer noch,  vor allem die mit einer ungeraden Zahl an Elementen (20% mehr Klicks laut CMI1) und die mit einer großen Menge an Daten

    Beispiel: Die Ultimative Liste: Über 50 Tools für perfektes Social Media Monitoring

  • Testimonials als Überschriften zu nutzen kann aus dem Grund funktionieren, da Menschen zum einen gerne die Meinung anderer hören und zum anderen stellen sie eine ehrliche Befürwortung der Leistungen oder Produkte dar.

 

Weitere Tipps zum Schreiben interessanter Blog Post Titel:

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