13.08.2011 von Kommentar schreiben

Der Goldene Schnitt: Das ideale Seitenverhältnis?

Der Goldene Schnitt

Nachdem ich in letzter Zeit des öfteren nach dem Goldenen Schnitt gefragt wurde, habe ich mich entschlossen, dieser Frage einen Beitrag zu widmen. Vom Goldenen Schnitt hat sicher jeder schon gehört, aber wisst ihr mehr darüber? Wie berechnet man ihn? Erkennt ihr ihn in Fotos oder Logos? Warum ist er so beliebt?

Antwort auf diese Fragen erhaltet ihr im folgenden Beitrag. Doch vorher möchte ich euch einen Überblick über verschiedene Formate aus der Fotografie und vergleichbare Proportionen geben, bevor ich euch die Anwendung im Layout erkläre.

Über das perfekte Seitenverhältnis lässt sich ja bekanntlich streiten. Im Grunde hat sich für Kleinbildfotografien das 3:2 Format etabliert, dennoch erscheinen immer wieder Geräte, die auf das Seitenverhältnis von 4:3 oder sogar 16:9 (vor allem bei Videos) setzen. Gibt es also DAS perfekte Seitenverhältnis überhaupt? Die Praxis sagt nein, denn man findet kaum eine Konstante bei Bildern, Fotos, Videos oder der Gestaltung von Logos.

 

Der Goldene Schnitt

Neben der DIN-Reihe ist der Goldene Schnitt wohl das bekannteste Seitenverhältnis. Wie er sich konstruieren lässt, zeigt diese Grafik:

Konstruktion und Seitenverhältnisse des Goldenen Schnitts

Positioniere den Zirkel in der Mitte der Unterseite eines Quadrats und ziehe den Bogen von der gegenüberliegenden Ecke zur Verlängerung der Unterseite.

Man spricht also vom Goldenen Schnitt, wenn die längere Teilstrecke AB im selben Verhältnis zur kürzeren BC steht wie die Gesamtstrecke AC zu AB. Und für alle, die es gern mathematisch wollen, gibt es folgende Formel: a verhält sich zu b wie a+b zu a.

Diese Konstruktionsweise nun beim Umsetzen von Layouts anzuwenden ist natürlich Quatsch. In der Regel reicht es, mit dem Multiplikator 1,618 zu rechnen, um das entsprechende Seitenverhältnis zu erhalten. Ausgehend von einem Quadrat hat man in Illustrator oder InDesign also im Handumdrehen ein Rechteck im Goldenen Schnitt. Vor allem für Printprodukte lohnt es sich hierbei allerdings nicht, Millimeter genau zu arbeiten. Der Einfachheit halber reicht es entsprechend auf- oder abzurunden.

Ich hoffe dieser Beitrag sorgt nun für Klarheit, was der Goldene Schnitt eigentlich ist. Als Vergleich zu anderen Formaten habe ich euch noch eine Grafik aus dem Buch Grafik und Gestaltung* von Markus Wäger nachgebildet. Ich freue mich über Kommentare mit Beispielen vom Goldenen Schnitt aus der Praxis, seien es Logos, Fotos, oder Printerzeugnisse.

Seitenverhältnisse im Vergleich

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