Effektiv Bloggen mit dem 6+1 Modell

25.01.2012 von RobertKommentar schreiben
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Schon mal von AIDA gehört? Ich meine nicht den Luxusliner in Richtung Malediven, sondern das aus dem Marketing bekannte Werbewirkungs-Modell von Lewis. Journalisten und Blogger nutzen es auch oft beim Schreiben vom Artikeln, übersehen jedoch einen Nachteil des Modells: es sagt lediglich etwas über das „WAS“, jedoch nichts über das „WIE“ aus. Wovon hängt der Erfolg von Werbung also wirklich ab?

AIDA beschreibt vier Phasen, die ein Kunde bis zum Kauf des beworbenen Produkts durchlaufen soll:

  • Attention (Aufmerksamkeitserregung)
  • Interest (Interesse wecken)
  • Desire (Besitzwunsch wird ausgelöst)
  • Action (der Kunde soll handeln, bspw. das Produkt kaufen)

Die Beschreibung der letzten Phase macht es deutlich: der Kunde SOLL das Produkt kaufen - aber tut er es auch? Und wenn nicht, wieso nicht? In vielen Fällen fehlt der Zusammenhang zwischen Werber und Produkt. Kennt ein Kunde den Werber, kann er das beworbene Produkt mit diesem in Zusammenhang bringen und entscheidet sich womöglich eher dafür zu handeln (also bspw. zum Kauf), als wenn ihm der Werber unbekannt ist. Kontext ist demnach ein wichtiger Faktor, um aus „Calls to Action“ auch eine Aktion zu generieren, doch er fehlt im AIDA-Modell…

Kommunikationsforscher und Marketing-Strategen sind sich einig, dass das AIDA-Modell veraltet ist und ein neues Modell nötig ist, das bspw. Involvement oder Verwendungserfahrung berücksichtigt. Der Autor Danny Iny (auf Twitter zu finden als @DannyIny) hat hierzu erst im Oktober des letzten Jahres folgendes Modell im Smashing Magazine vorgestellt.

Das 6+1 Modell

  1. Kontext
    Dem Kunden (oder Leser) muss klar werden, wer mit ihm spricht und warum. Das erklärt auch, warum Junk-Mails wirklich ungelesen im Papierkorb landen, denn er Absender ist meistens unbekannt.
  2. Aufmerksamkeit
    Auch in diesem Modell geht es darum, die Aufmerksamkeit des Kunden (bzw. Lesers) zu erregen. Als Schreiberling wird die meiste (erste) Aufmerksamkeit mit der Überschrift erzeugt.
  3. Verlangen
    Auf einem Blog ist das der Teaser. Er muss in dem Leser Emotionen auslösen oder ihm Informationen bieten, ihn dermaßen beeindrucken, dass er weiterliest.
  4. Die Lücke
    Dem Leser muss nun vermittelt werden, was passiert wenn er aktiv wird und was passiert wenn nichts tun. Fragen eignen sich hierfür hervorragend, jedoch sollten Antwortmöglichkeiten direkt folgen, um den Leser zum Nachdenken zu bewegen.
  5. Lösung
    Die Lösung der in Punkt 4 erzeugten Problemsituation sollte direkt im Anschluss beschrieben werden, um dem Leser persönlich und emotional zu helfen, aber nicht mittels Zahlen und Fakten zu überzeugen.
  6. Call To Action
    Das Ende eines jeden Beitrags. Dabei muss der Autor sich überlegen, was genau er vom Leser erwartet und ihn auch direkt darum bitten.


GlaubwürdigkeitDas Modell hieße nun jedoch nicht 6+1, wenn es nicht noch einen kleinen Punkt zu berücksichtigen gäbe: Glaubwürdigkeit. Nicht als einzelnen Schritt innerhalb des Prozesses, sondern ein bisschen in jedem der sechs. Alles beginnt damit, die Leser zu verstehen und auf ihre Bedürfnisse eingehen und sie befriedigen zu können. Danach erst muss man sie davon überzeugen, dass man selbst in der Lage ist ihnen zu helfen (mittels Erfahrungsberichten, Demonstration der eigenen Expertise, o.ä.).
Bildquelle


Ich halte dieses Modell für sehr wirkungsvoll und besser als das AIDA-Modell, aber funktioniert es auch? Kannst DU die sechs Punkte in diesem Artikel identifizieren? Hinterlasse einfach einen Kommentar wenn du sie gefunden hast!

Mehr zum Thema Werbewirkungsforschung auf der Marketing-Site.

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