06.10.2014 von Kommentare: 7

Content Design: Fotos online bearbeiten mit diesen (kostenlosen) Tools

Fotos online bearbeiten mit diesen kostenlosen Tools

Content mit visuellen Medien anreichen ist inzwischen ein Muss, um aus der Masse hervorzustechen. Content Design wird immer mehr ein Erfolgsfaktor.

Doch wer auf Bilder aus Stockarchiven zurückgreift merkt schnell: sie sind nicht immer ideal.

Oft funktionieren sie nur mit einem Begleittext oder sie erzeugen noch nicht die richtige Stimmung – aufgrund der Farbe, des Kontrasts oder vielleicht dem falschen Fokus. Oder sie sind einfach so abstrakt, dass der Betrachter nicht direkt erkennen kann, womit sich der dazugehörige Blogbeitrag beschäftigt (das ist wichtig um die Erwartungen zu steuern und Interesse zu wecken). Zudem sind sie sehr unpersönlich und es fehlt das eigene Branding zur Wiedererkennung.

In solchen Fällen greife ich persönlich zu Photoshop. Die Kosten hierfür sind jedoch sehr hoch und wäre ich nicht gleichzeitig auch Grafiker, hätte ich sie mir wahrscheinlich gespart. Denn es gibt einige schicke Tools um Fotos online zu bearbeiten.

Ich zeige dir einige ausgewählte Tools, mit denen du aus passenden Bildern das Optimum herausholen und deine Blogbeiträge visuell untermalen kannst.

 

Dieser Beitrag ist der vierte und letzte in der Reihe „Content Design – Visuelle Medien im Internet finden und gefahrlos nutzen“. Weitere Beiträge:

  1. Warum visueller Content im Social Media Marketing besser funktioniert als reiner Text
  2. Checkliste: Rechtliche Risiken bei der Verwendung von Bildern in Social Media
  3. Stockarchive: Passende Bilder für deinen Blog (und Social Media) finden

Tools zur Bearbeitung von Bildern

Voll im Trend: Canva

Auf der Homepage von Canva steht geschrieben: „Canva enables anyone to become a designer (PSFK)“. Und dieses Tool ermöglicht es dir wirklich, deine Ideen für visuellen Content relativ einfach umzusetzen, egal ob speziell für Social Media, deinen Blog oder andere „unbekannte“ Formate.

Und falls du Dienstleister bist kannst du deinen Kunden die Gestaltung mithilfe des Canva Buttons selbst in die Hand geben – sieht ziemlich cool aus, hat damit schon jemand Erfahrungen gemacht?



Sehr schön praktiziert Sandra Holze den Umgang mit Canva und gibt dazu auch in ihrem Blog ein paar hilfreiche Tipps, um vor allem für Facebook und den Blog Bilder online zu erstellen.

 

Geheimtipp: BeFunky

BeFunkyEin kleiner Geheimtipp von Kevan Lee (Content Crafter bei Buffer) ist das Tool BeFunky. Bereits ohne Anmeldung lassen sich Bilder mit diesem Tool zuschneiden, automatisch korrigieren und mit einfachen stilistischen Mitteln bearbeiten – etwa dem Textwerkzeug oder ColorMixer. Neu ist die Collage-Funktion und für alle Social Media User bietet das Tools sogar eine spezielle Funktion um Facebook Coverfotos zu erstellen.

 

Der Alleskönner: PicMonkey

PicMonkeyPicMonkey habe ich erst für diesen Beitrag getestet und bin erstaunt von den vielen Funktionen. Leider kann sich der Laie schnell darin verlieren und fängt an zu „basteln“, was dann mit der intendierten effizienten Bildbearbeitung nur noch wenig zu tun hat.

Immerhin hilft der PicMonkey Blog mit Anleitungen und Tipps zur Bearbeitung von Bildern, zum Beispiel der Retusche oder speziellen Formaten für Social Media.

 

Skitch – speziell für Screenshots

SkitchSkitch ist ein kleiner Helfer von Evernote und unterstützt dich bei der Modifikation von Screenshots durch hilfreiche „Annotation-Features“. Damit kannst du Text-, aber auch grafische Elemente wie etwa Pfeile hinzufügen.

 

Awesome Screenhot – für Schnellschüsse

Awesome ScreenshotAwesome Screenshot ist ein nützliches Browser-Plugin (für Chrome, Firefox und Safari), womit du Screenshots nicht nur aufnehmen, sondern auch bearbeiten kannst. Bereits der Ausschnitt einer Webseite ist frei wählbar, danach kannst du mittels einfacher Tools Text oder grafische Markierungen hinzufügen und das Resultat online oder offline speichern. Oder direkt via Social Media teilen.

 

Visme – für Präsentationen & Infografiken

Visme ähnelt Canva und eignet sich für das Hinzufügen von Text auf Bildern, die Gestaltung von Infografiken und sogar die Erstellung animierter Werbebanner. Mithilfe der Video-Tutorials lernst du zudem, wie sich Präsentationen erstellen und Daten visualisieren lassen.

 

 

Und wo wir schon bei Infografiken sind: Auch für dieses beliebte Content-Format haben sich spezielle Tools hervorgetan:

 

Tools zur Gestaltung von Infografiken

Easel.ly – einfach und effizient

Der Einstieg in die Gestaltung mit easelly ist dank der Auswahl an (beliebten und bewährten) Templates sehr leicht. Diese lassen sich schnell mit entsprechenden Informationen füllen und in kurzer Zeit zu einer ansehnlichen Grafik verwandeln.

Wer lieber selbst kreiert kann sich der verschiedenen Hintergründe, Formen, Charts und weiterer verfügbarer Objekte bedienen, um die Arbeit zu vereinfachen.


easelly

Eine Alternative zu Easelly ist Piktochart. Im einfach zu bedienenden Drag and Drop-Editor kannst du Objekte, Text, Hintergrund und andere Elemente platzieren und deine fertige Grafik in unterschiedlichen Formaten speichern (oder auch direkt teilen).

Und auch Visual.ly ist eine gute Anlaufstelle für Infografiken, allerdings hat sich diese Plattform vom DIY-Tool eher zu einem Marktplatz entwickelt, wo sich freie Designer auf ausgeschriebene (bezahlte) Projekte bewerben können.

 

Für Daten: Infogr.am

infogr.amInfogr.am eignet sich, wie der Name schon sagt, besonders gut zur Visualisierung von Daten in Form von Graphen und Charts. Mehr als 30 unterschiedliche Templates stehen hierfür zur Verfügung und der Import von Excel- oder CSV-Dateien ist möglich.

Der Nachteil: Du kannst deine Werke im kostenlosen Tool nur online teilen und nicht direkt privat speichern, ebenso enthalten deine Werke ein Infogr.am Branding.

 

Fazit: Egal welches Tools, arbeite effizient

Ich nutze wie gesagt ausschließlich Photoshop für meine Bilder, weil ich das Programm kenne und schon Jahre lang damit arbeite.

Egal für welches Tool du dich entscheidest, ich empfehle dir immer, dich schnellstmöglich damit vertraut zu machen um dann von Beginn an effizient zu arbeiten. Denn wenn du zu lange für deine Bildbearbeitung brauchst hast du im Grunde nichts gespart. Templates, vorgefertigte Objekte und einfache Bedienoberflächen sollen den gesamten Gestaltungsprozess schließlich erleichtern und dir nicht zu viel Zeit rauben.

Kommst du mit einem Tool also nicht zurecht, probiere einfach das nächste, das deinen Bedürfnissen entspricht, solange bis du die für dich optimale Arbeitsweise gefunden hast!

Und wenn keines der hier vorgestellten passt, dann schreib mir einfach eine Mail und ich nutze mein Photoshop um auch deine Bilder zu gestalten ;-)

 

Damit sind wir auch am (vorläufigen) Ende dieser Serie angekommen. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen und freue mich über Feedback, Shares und natürlich viele Kommentare! In Bezug zu diesem letzten Beitrag natürlich auch über Vorschläge für weitere Tools.

 

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Sandra Holze

Hi Robert,

danke für die Erwähnung und die tolle Liste. Da sind ein paar Tools dabei, die ich nicht kenne. Neben Canva.com nutze ich gern picmonkey - aber immer seltener. Und sehr gern nutze ich Skitch, um schnell Screenshots zu bearbeiten. Die anderen werde ich mal testen.

Gruß Sandra

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Sehr gerne Sandra!

Ich bin gespannt zu hören, was du zu den anderen Tools sagst.

Gruß, Robert

Kommentator

Kommentar von Aljoscha Laschgari

Super, danke für die Tipps! Canva kannte ich noch nicht.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Tatsächlich? Da bin ich überrascht, hab ich doch die vergangene Zeit immer wieder was von Canva gesehen und gehört. Wirst du es ausprobieren?

Kommentator

Kommentar von Ivana Baric-Gaspar

Servus Robert,

danke für deine Recherche. Skitch und PicMonkey nutze ich persönlich, letzteres sogar sehr häufig, weil ich mit Photoshop nicht wirklich warm geworden bin. Egal... Von Canva hört man ja so einiges, habe es aber noch nicht probiert.

Infografiken sind derzeit weit verbreitet. Für mich persönlich stellt sich aber die Frage des Zeit-Nutzen-Faktors. Gehst du selbst so viele Grafiken im Detail durch? Ich ehrlich gesagt nicht - und dafür wäre mir dann meine investierte Zeit zu schade. Aber vielleicht bin das ja nur ich und vielleicht geht es mit diesen Tools ja besonders schnell und einfach. Wenn ich Zeit finde, probiere ich das aus...

LG,
Ivana

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Ivana, die Frage nach dem Zeit-Nutzen-Faktor für Infografiken ist berechtigt, allerdings ist auch hier immer die Frage nach der Intention. Quick Sprout zum Beispiel schafft es, bei jeder Grafik ein wiedererkennbares Design zu verwenden und veröffentlicht so regelmäßig wirklich mehrwertige Grafiken, das man quasi schon drauf wartet. Das ist also sehr sehr gutes Branding.

Die Infografiken die ich bisher gemacht hab dienten eher dazu die Inhalte meines Blogartikels zu untermalen und den Beitrag "teilbarer" zu machen.

Der Nutzen ist also sehr individuell, aber der Produktionsaufwand muss natürlich im Verhältnis sein.

Kommentator

Kommentar von Katharina

Hallo Robert, eine schöne Liste! BeFunky, Visme und Infogr.am kannte ich noch nicht, danke dafür. Ich selbst arbeite auch viel mit Photoshop, aber mittlerweile auch fast täglich mit Canva. Das Tool ist wirklich der Hammer! Allerdings schade: Bilder kauft man dort immer für die einmalige Nutzung, dh. möchtest du das gleiche Stockfoto noch mal für ein anderes Bild benutzen, zahlst du jedes Mal wieder 1 $. Ist nicht viel, läppert sich aber zusammen … Achja: Für Screenshots kann ich die Chrome Erweiterung Awesome Screenshot empfehlen. Die erlaubt die fixe Nachbearbeitung von Screenshots mit Pfeilen, Schrift und sogar Verfremdungseffekt :) Liebe Grüße, Katharina

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Katharina, danke für den Hinweis zu den Einmalkosten bei Canva, davon hab ich noch nicht gehört - klarer Minuspunkt aus meiner Sicht! Was Awesome Screenshot angeht geb ich dir Recht, das ist wirklich sehr simpel und hilfreich, aber ich persönlich mag es nicht, wenn mein Browser überladen ist mit Erweiterung...

 

Kommentator

Kommentar von Janett Reimann

Hi Robert,

vielen Dank für diese sehr umfangreiche Liste! Ich kannte bisher nur drei Tools, nämlich: Canva, Easel.ly und PicMonkey, wobei ich letzteres erst vor Kurzem zufällig durch einen Blog-Kommentar entdeckt habe.

Mit Canva habe ich bisher am meisten gearbeitet. Allerdings hakt die Anwendung leider ab und zu und manchmal speichert sie die letzten Änderungen nicht ab. Die Wurzel des Üblen vermute ich in meinen gefühlt 1000 offenen Tabs. Dadurch fordere ich wohl meinem Browser ganz schön was ab. :)

Ich stimme übrigens Katharina über mir zu: Das Chrome-Plugin "Awesome Screenshot" ist ziemlich gut. Trotzdem sehe ich mir Skitch mal genauer an.

Beste Grüße und noch mal vielen Dank für die nützlichen Tools
Janett

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Janett,

herzlichen Dank für deinen Kommentar! Wenn auch du Awesome Screenshot gut findest, dann sind wir schon drei und ich nehme es in die Liste auf! :-)

Viele Grüße und gerngeschehen
Robert

Kommentator

Kommentar von Stefanie Dehler

Ich schwöre seit Jahren auf Photoscape - einfache Bedienung, die wichtigsten Funktionen und vor allem gut durchdachte Stapelbearbeitung.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Danke für den Tipp, schau ich mir gleich mal an. Ist aber eine Software und kein Online-Tool wenn ich das richtig sehe, oder? Hast du in deinem Blog konkrete Beispiele, um zu sehen was das Tool kann?

Kommentator

Kommentar von David Goebel

Hallo Robert,

Canva kannte ich schon und nutze es fast täglich.
PicMonkey war mir aber neu.

Danke dafür.

VG David

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi David,

keine Ursache! Canva betreibt ja auch extrem gutes (Content) Marketing ;-)

Viele Grüße,
Robert

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