11.01.2016 von Kommentare: 12

Historische Content-Optimierung: Generiere mehr Traffic und Conversions

Historische Content-Optimierung für mehr Traffic und Leads

Sag mal, was passiert eigentlich mit deinem Content, sobald er live ist?

Du bewirbst ihn über Social Media, informierst deine E-Mail-Abonnenten und kontaktierst vielleicht noch ein paar spezifische Personen (alias “Influencer”). Hab ich Recht?

Aber was passiert dann?

Ein, zwei Wochen lang erhält dein Artikel viel Aufmerksamkeit, wird geteilt und womöglich sogar diskutiert, bevor er im Archiv deines Blogs verschwindet. Mit der Zeit rutscht er dort immer weiter “nach hinten”, weil du ständig neuen Content veröffentlichst. Und irgendwann findet ihn niemand mehr.

Lohnt sich dann der Aufwand für diese kurze Zeit? Was hast du dadurch gewonnen? Neue Abonnenten oder Leads?

Ich frage deshalb, weil Content und Inbound Marketing vor allem auf lange Sicht ihr volles Potenzial entfalten. Ältere Inhalte sind der Kern deines Content Marketings und sollten dieselbe Beachtung finden, wie neue Inhalte. “Content Updates” ist das Stichwort.

Was das genau heißt und wie du historischen Content optimierst, erfährst du im Folgenden.

 

Die schockierende Wahrheit des Content Marketings

“Content supply is exponentially exploding while content demand is flat. The idea that ‘great content rises to the top’ is over.”

Was Mark Schaefer (@markwschaefer) hier so nüchtern beschreibt ist der “Content Shock” –  das Phänomen, dass (neue) Inhalte im Durchschnitt immer weniger Aufmerksamkeit erhalten und somit das Kosten-Nutzen-Verhältnis stetig sinkt..

Laut einer Studie von BuzzSumo und Moz erhält jeder zweite Content gerade einmal acht Shares und noch weniger Klicks.

Content-Interaktionsraten (BuzzSumo Studie)

 

Ähnliche Studien kommen zum selben Ergebnis.

Da hilft es auch nicht, mehr Content zu produzieren, um die Chance gefunden zu werden zu steigern. Die Engagement Rate nimmt faktisch ab (die kurze Erklärung ist die, dass eine größere Auswahl zu Entscheidungsschwierigkeiten führt), doch gleichzeitig steigen die Einstiegsbarrieren.

Besser ist es, so BuzzSumo, die folgenden drei Content-Marketing-Fehler zu vermeiden:

  1. Mangelnde Recherche bzw. mangelhaftes Verständnis für die Wirkung von Content. Kannst du vorhersagen, welcher Content in der Zielgruppe Zustimmung finden wird? Weißt du, warum andere deine Inhalte teilen?
  2. Fehlende Amplifikation von Inhalten (z.B. durch Paid (Social) Media), was laut Mark Schaefer durchaus auch mit Meinungsführerschaft und Community-Aufbau einhergeht. Seine Tipps dazu findest du z.B. im BuzzSumo Blog.
  3. Schlechtes Monitoring bzw. Trend-Analyse.

 

Tja, was soll ich sagen?

Diese “Erkenntnisse” sind nicht wirklich neu oder überraschend; eher traurig, dass es tatsächlich Gründe für den Content Shock sind. Wohl noch nicht alle Content-Produzenten haben Content Marketing verstanden. ;-)

Außerdem fehlen mir einige wichtige Punkte, nämlich die halbherzige Beziehungspflege und der fehlende Fokus auf Vertrauensbildung. Zudem bedeutet Content Marketing auch Imagepflege und Markenpositionierung.

Denn wie reagieren Nutzer auf ein steigendes Angebot? Sie selektieren; und zwar nicht zuletzt anhand von Empfehlungen oder persönlichen Vorlieben!

Die entscheidende Frage ist also, wie wir Content Marketing strategisch sinnvoll angehen.

Buchempfehlungen (Achtung: Das ist Werbung!)


(Diese Links sind Amazon-Partnerlinks. Ich erhalte bei deinem Kauf eine kleine Provision, für dich entstehen jedoch keine zusätzlichen Kosten. Ich reinvestiere dieses Geld ausschließlich hier in den Blog.)

Content-Optimierung als Antwort auf den Content-Shock

Im Artikel zu meinen bevorzugten Content-Marketing-Tools habe ich eher beiläufig die Handhabung “schlechter” Inhalte angesprochen und erwähnt, dass ich ältere Artikel gerne aktualisiere bzw. komplett überarbeite – aus diversen Gründen, dazu gleich mehr.

Die Resonanz auf diesen Nebensatz war groß genug, um dafür ein neues Fass (oder eben diesen Blogartikel) aufzumachen.

Doch das Thema ist eigentlich nicht neu: Pamela Vaughan (@pamelump), ihres Zeichens Principal Marketing Manager im Optimization Team von HubSpot nennt es “Historical Optimization”, also die historische Optimierung von Content. Dazu sagt sie:

“Not only is it a way to get more out of the content you already have; but it's also a way to get a leg up on such a competitive content landscape. And last, but certainly not least, it's a way to deliver even more value to the people reading your content. After all, if people are going to continue finding your older content through search engines, don’t you want it to be fresh and up-to-date?”

 

Die historische Content-Optimierung zielt darauf ab, das Potenzial vorhandener Inhalte voll auszuschöpfen. Dazu zählen

  • der effektive Einsatz restriktiver Ressourcen,
  • die Verbesserung deiner Search Rankings und daraus resultierend langfristig mehr organischer Traffic,
  • die Steigerung deiner Conversion Raten (insbesondere für Leads) aufgrund des insgesamt höheren Mehrwerts für deine Zielgruppe.

 

HubSpot konnte durch entsprechende Maßnahmen die Zahl der generierten Leads verdoppeln und auch den organischen Traffic um über 100 % steigern.

Wie diese Maßnahmen jedoch im Einzelnen (und explizit für dich) aussehen, erfordert zunächst eine Content-Analyse.

 

Content-Analyse: Identifiziere deine besten Artikel

Durch eine Content-Analyse findest du heraus, welche Artikel am häufigsten besucht werden, welche gut konvertieren und welche weder das eine noch das andere tun.

Hier im Blog sind es etwa 20 Artikel (aus mehr als 300), die einen Großteil des Besucherstroms ausmachen. 10 Prozent davon allein durch einen einzigen Artikel.

Spannend ist diese Gesamtbetrachtung deshalb, weil wir eine völlig neue Sichtweise auf unseren Content bekommen. Vielen priorisieren neue Inhalte und “vergessen” Vorhandenes, doch dass genau das die falsche Einstellung ist, zeigen die Zahlen von HubSpot:

  • 76 % ihres Traffics ging zu “alten” Inhalten (aus dem Vormonat oder davor)
  • 92 % der Leads wurden von “alten” Inhalten generiert
  • 0,5 % des gesamten Contents (Blogartikel) generieren 46 % der Leads


Wer an dieser Stelle 1 und 1 zusammenzählt, hat falsch gerechnet. Denn zwischen den trafficstarken und konversionsstarken Artikeln besteht nicht zwangsläufig eine Korrelation!

Diese gilt es erst noch zu ermitteln.

Dabei sind vor allem zwei Fragen ausschlaggebend:

  1. Welche Blogartikel sind gut besucht, generieren aber keine Leads?
  2. Welche Blogartikel generieren viele Leads, sind aber nicht gut besucht?

Daraus können wir – angelehnt an die BCG-Matrix, wie sie klassischerweise in der BWL gelehrt wird (wer hätte gedacht, dass ich sowas jemals wieder brauche ...!?) – folgendes Diagramm zur Veranschaulichung konstruieren:

Content Audit: Potenzialanalyse

 

Interessant sind der erste und vierte Quadrant, denn hier schlummert Potenzial, das wir durch die Content-Optimierung ausschöpfen können.

Content aus dem zweiten Quadranten dient uns dabei als “Best Practice” um Erfolgsfaktoren abzuleiten; Handlungsbedarf besteht hier nicht.

Content aus dem dritten Quadranten solltest du an dieser Stelle ignorieren; oder direkt abwägen wie sinnvoll es ist, diese Inhalte weiterhin bereitzustellen. Schlechter Content kann sich nämlich negativ auf dein Image, deine Positionierung und andere strategische Ziele auswirken.

 

Content-Optimierung: Mach mehr aus vorhandenen Inhalten

Egal ob Rechtschreibfehler, Datumsangaben, Zahlen, Statistiken, Methoden, der allgemeine Inhalt bzw. Umfang oder verlinkte Ressourcen – du findest in einem Blogartikel fast immer Informationen, die du aktualisieren kannst. Ganz zu schweigen von den üblichen Onpage-Faktoren (interessant ist im SEO-Kontext der sehr detaillierte Artikel von Jennifer Slegg zum Panda- bzw. Core-Update). Auch die Struktur, Formatierung und Optik, das heißt die Ergänzung von Bildern bzw. Rich Media, lassen sich optimieren. Dabei richten sich die Maßnahmen nach deinem Optimierungsziel.

 

Optimierung Teil 1: Conversion Rate steigern

Hast du Seiten mit hohem Traffic, aber schlechter Conversion Rate entdeckt? Dann zielen deine Maßnahmen darauf ab, diese zu erhöhen. Durch die Integration von Angeboten, Handlungsaufforderungen, Social Proof und anderen psychologischen “Aktionstreibern” steigt die Chance, dass Besucher aktiv werden.

Historische Content-Optimierung für mehr Conversions

 

Ansatzpunkte zur Conversion-Optimierung:

  • Verbessere die Blogartikelstruktur indem du Einleitung, Hauptteil und Schluss trennst (wie beim Storytelling), wichtige Aspekte durch Listen oder Textauszeichnung hervorhebst und den Text insgesamt durch Zwischenüberschriften gliederst.

  • Integriere Bilder, Videos und anderen visuellen Content. Das lockert nicht nur das Gesamtbild auf, sondern hilft deinen Lesern dabei, Informationen schneller aufzunehmen, zu verarbeiten und langfristig in Erinnerung zu behalten. Außerdem steigt mit “shareable images” die Chance auf eine Empfehlung deiner Inhalte über soziale Medien.

  • Platziere konkrete Handlungsaufforderungen innerhalb deines Contents (z.B. textlich inline, als Slide- bzw. Popup oder als Banner am Ende des Artikels). Das können vorformulierte Tweets sein, wie du sie auch hier im Artikel findest, Verweise auf Landingpages mit speziellen Angeboten (zum Beispiel E-Book-Downloads) oder der Hinweis auf einen Newsletter.

    Wichtig zu beachten ist hierbei die Relevanz der Angebote. Orientiere dich an den Keywords, über die deine Besucher zu dir finden und natürlich allgemein an ihren Interessen und Bedürfnissen. Mehr dazu findest du in meinem Artikel zur zielgerichteten Content-Planung.

  • Biete Content Upgrades an, um deinen Besuchern einen direkten Mehrwert zu geben (im Austausch für Kontaktdaten). Das könnten PDF-Versionen deiner Artikel sein, Checklisten, weiterführende Informationen als Download, ein umfangreicheres E-Book zum selben Thema etc. Brian Dean (@Backlinko) hat hierzu eine sehr schöne Anleitung geschrieben.

    Meine kleine, spontane und absolut nicht repräsentative Twitter-Umfrage lässt durchblicken, dass Leser an "Praxisunterlagen" interessiert sind. Wie der Zufall will, findest du auch zu diesem Thema einen hilfreichen Artikel hier im Blog: Wie du in 7 Schritten ein Worksheet erstellst und damit deine Leser aktivierst. :-)

 

 

Sicherlich gibt es weitere Möglichkeiten um die Conversion Rate zu verbessern, doch diese haben sich an vielen Stellen bewährt. Probier es aus und miss die Ergebnisse.

 

Optimierung Teil 2: Organischen Traffic steigern

Hast du Seiten mit guter Conversion Rate, aber nur mäßigem Traffic identifiziert? Dann zielen deine Maßnahmen darauf ab, diesen zu erhöhen. Ziel ist es, Seiten mit guter Conversion Rate besser in den Suchergebnissen zu platzieren.

Historische Content-Optimierung für mehr Traffic

 

Content Updates funktionieren hierfür deshalb so gut, weil Google Aktualität belohnt. Brian Dean – in meinen Augen eine Person, die weiß wovon sie spricht – bestätigt diese Annahme durch die Punkte 25, 26 und 27 in seiner Liste mit Rankingfaktoren (die er übrigens erst kürzlich aktualisiert hat!).

Geht das Update mit einer Neuveröffentlichung einher (was ich nur bei umfangreicheren Änderungen empfehle), werden wiederum deine Follower und Abonnenten darauf aufmerksam und es besteht die Chance auf neue Social Shares und Backlinks.

Als Erfolgskennzahl bieten sich Seitenaufrufe an. Google-Analytics-Nutzer schauen am besten unter Verhalten » Website-Content » Zielseiten nach. Am besten vergleichst du den Monat vor dem Content Update mit dem Monat danach, sodass Google ausreichend Zeit hat, um die Änderungen zu verwerten.

Ich habe noch (!) nicht viele Artikel in dieser Form aktualisiert und neu veröffentlicht, aber die bisherigen Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache:

Ergebnisse meiner historischen Content-Optimierung


… und das sind nur organische Zugriffe; Die Anzahl der Social Shares ist ebenfalls gestiegen, wodurch ich sicherlich den einen oder anderen neuen Leser gewinnen konnte.

Im Laufe der nächsten Wochen und Monate werde ich definitiv weitere ältere Artikel optimieren und die Ergebnisse weiter verfolgen. Stay tuned! ;-)

Maßnahmen zur Traffic-Generierung

Für die Überarbeitung deiner Blogartikel stehen dir viele Möglichkeiten zur Verfügung – die einen aufwändiger als andere, aber alle mit der Chance den Traffic zu steigern. Finde die für dich effektivsten Methoden heraus! Zum Beispiel …

  • Vor jedem Artikel gründlich recherchieren, oder einfach zuhören und beobachten. In Kombination mit eigenen Ideen oder neuen Perspektiven (Vorsicht: Das erfordert üblicherweise Fachwissen!) kann aus simplen Gedanken großartiger Content entstehen. Wie sagte der ungarische Physiker Albert Szent-Gyorgyi:

“Research is to see what everybody else has seen, and to think what nobody else has thought.”

  • Keywords optimieren, um deine vorhandenen Rankings zu bestimmten Suchbegriffen zu verbessern. Bei meinem zweiten oben aufgeführten Artikel (der mit vervierfachtem Traffic) konnte ich mich für das Haupt-Keyword von Position 3 auf 1 verbessern.

    Schau dir dazu die Suchanfragen an, über die Besucher schon jetzt auf deine Webseite finden. Nutze die kostenlosen Insights aus Google Analytics (über Akquisition » Suchmaschinenoptimierung » Suchanfragen) und den Webmaster Tools, oder weiteren dir verfügbaren SEO-Tools. Sobald du eine grobe Idee hast, nach welchen Begriffe gesucht wird, kannst du mit Tools wie dem Keyword Planner oder keywordtool.io alternative Begriffe raussuchen und ebenfalls (sinnvoll!) in deinen Content integrieren.

  • Content wiederverwerten, um vorhandene Elemente zur Bewerbung einzusetzen. Erinnerst du dich an das Pareto-Prinzip, das ich in meinem Artikel über Content Recycling erwähnte …? Eine der effektivsten Methoden zur Wiederverwertung ist die Konfektionierung vorhandener Inhalte für bestimmte Plattformen, denn dadurch erschließt du nicht nur neue Zielgruppen, sondern schöpfst auch das volle Potenzial unterschiedlicher Content-Formate

 

Traffic-Tipps findest du viele im Netz, zum Beispiel im Blog von SumoMe. Letztendlich beginnt Erfolg aber schon bei der Content-Produktion, weshalb ich dir dieses Schaubild ans Herz legen will (nach einer Idee von Jeffrey Kranz (@Jeffrey_the_Red)). Es zeigt, wie du die Content-Erstellung grundlegend angehen kannst.

Flowchart: Content produzieren, der gefunden und geklickt wird


So ähnlich funktioniert übrigens auch die “Skyscraper Technique” von Brian Dean. Falls du für deinen nächsten Artikel was Großes planst, versuch’s doch mal damit! ;-)

 

Historische Content-Optimierung – Eine effektive Strategie für (fast) jeden Blogger

Durch Updates wird Content Marketing skalierbar, da sie in der Regel weniger Ressourcen zu bewältigen sind und sich solche Aufgaben recht einfach outsourcen lassen.

Doch diese Taktik eignet sich nicht für jeden Blogger.

Voraussetzung sind eine solide Masse an Artikeln – logisch, sonst könnten wir nichts optimieren – sowie ein konstanter Traffic aus Suchmaschinen. Ohne diesen können wir die Auswirkungen nur schwer beurteilen. Außerdem sind in der Anfangszeit andere Methoden womöglich effektiver, wenn es um die Generierung von Traffic und Leads geht (hierzu hab ich weiter unten was für dich).

Auch Social Media Follower und E-Mail-Abonnenten sind hilfreich, denn die historische Optimierung basiert zu einem Großteil auf Content-Republishing. Je mehr Personen diesen “neuen” Content infolge sehen, desto besser.

 

Hinzu kommen zwei wichtige Punkte, die du unbedingt beachten solltest:

  1. Historische Optimierung funktioniert nach dem Top-Down-Prinzip. Du wirst das volle Potenzial schneller ausschöpfen, wenn du die “richtigen” Artikel (siehe oben) überarbeitest. Manche eignen sich nicht zur Optimierung, andere müssen vielleicht gar nicht optimiert werden. Hier heißt es vorher: Analysieren!

  2. Historische Optimierung ist kein Ersatz für die Produktion neuer Inhalte, sondern eine Ergänzung deiner Blog- bzw. Content-Strategie. Ich selbst publiziere derzeit etwa jedes dritte bis vierte Mal einen überarbeiteten Artikel. Wobei die Überarbeitung teilweise so umfangreich ist, dass die Ergebnisse fast schon als “neu” bezeichnet werden könnten …

    Letztendlich müssen sich neu und aktualisiert die Waage halten. Das Verhältnis bestimmen das Thema, die verfügbaren zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen sowie die Zielgruppe.

Content mit moderater Performance zu optimieren kann auch funktionieren, führt aber wahrscheinlich nur in der Masse zu einem sichtbaren Erfolg. Cyrus Shepard erklärt das Vorgehen hierfür sehr ausführlich im Moz-Blog (und bezieht sich dabei ganz klar auf ein SEO-Ziel).

Historische Content-Optimierung: Vorgehensweise

Ich selbst frage mich in diesem Kontext immer wieder, wie wichtig (bzw. zeitgemäß) fixe Publikationstermine noch sind. Ist es nicht wichtiger Qualität und Mehrwert zu liefern, als an einem “erwarteten Tag” zu veröffentlichen?

Wie würdest du bspw. dazu stehen, wenn ich künftig von meinem 2-Wochen-Rhythmus abweichen würde? Wäre es dir egal wann und wie oft “neue” Artikel hier erscheinen, solange die Qualität stimmt?

Und wie würdest du “Qualität” bzw. “Mehrwert” definieren?

 

Schreib mir einen Kommentar!

 

Deine Meinung ist mir wichtig, daher möchte ich dir als Dankeschön das vollständige “Content”-Kapitel aus meinem Buch Blog Boosting schenken. Darin findest du weitere Tipps zur Content-Optimierung und langfristigen Traffic- bzw. Conversion-Steigerung. Ich schicke es direkt an die Adresse, die du beim Kommentieren angegeben hast. Vielen Dank für dein Feedback!

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Jochen

Wir sind doch alle am Content Shock selbst schuld. Irgendwie geht es nur mehr um Masse. Und Google fördert die Thematik noch, weil sehr lange Artikel bevorzugt werden.

Passt ganz gut zum Artikel. Aktualisierungsdatum in WP automatisch ausgeben: Aktualisierungsdatum in WordPress automatisch anzeigen

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Nein, nein. Wir haben nie Schuld, es sind immer die anderen. ;-)

 

Klar sind wir es, die ihr Verhalten ändern müssen. Danke für deine "technische Ergänzung" – über Datumsangaben werden ja auch schon umfangreiche Diskussionen geführt ...

Kommentator

Kommentar von Martin

Hallo Robert,
danke für den ausführlichen Artikel.
Soweit ich das sehe, wird auf Content-Optimierung zu wenig Wert gelegt, bzw. zu wenig Artikel geschrieben.

Mir geht es oft so, dass wenn der der Artikel erst einmal online ist, ich froh bin und mich schnell anderen Projekten/Artikeln wirdme.
Allerdings ist der Weg der Optimierung das konsequente Weiterführung eines Content-Marketings und im Grunde ja auch "einfacher" als neue Artikel aufzusetzen.

Da ich das Ziel habe (relativ) "zeitlose" Artikel zu veröffentlichen, habe ich keine Datumsanzeige (auch auf Empfehlung von anderen "großen" Bloggern ;)
Bin mir aber jetzt unsicher, inwieweit das Besucher irritiert oder letztlich egal ist, wenn der Mehrwert stimmt.
Und ich frage mich, ob ich überarbeitete Artikel in der Blog-Anzeige nach oben rutschen lassen sollte oder es eigentlich auch egal ist, weil immer weniger über die Startseite einsteigen…

Ich denke Dein 2-Wochen-Rhythmus ist weniger für uns Leser interessant. Mit Verlaub, es ist eigentlich egal, ob jede Woche, einmal im Monat oder unregelmäßig, Hauptsache du veröffentlichst weiter ;)

Es gibt unglaublich viele Artikel in unglaublich vielen Blogs dazu, wie man Artikel schreibt (shocking)… Daher hat dieser Artikel auf jeden Fall Mehrwert geliefert. Vor allem, weil ich über das Thema bisher kaum was gelesen habe und du es schön anschaulich erklärst.

Gruss
Martin

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Martin,
gern geschehen!

Was das Datum angeht achte ich selbst sehr drauf. Das ist allerdings auch bei "meinen" Themen nicht unwichtig. Bei der Gestaltung und Webdesign-Tipps siehts da vielleicht anders aus ... ;-)

Was die Position im Feed angeht, so rutschen bei mir nur diejenigen Artikel wieder nach oben (indem sie ein neues (Re)Publikationsdatum erhalten), die ich wirklich umfangreich überarbeitet habe. Wenn ich nur kleine Änderungen vornehme, dann vermerke ich das innerhalb der Artikel und belasse es dabei.

Was die Einstiege angeht hast du aber absolut Recht! Wobei auch das eine Frage der Strategie und internen Linkstruktur ist. Bei mir ist zum Beispiel die Startseite in der Regel die zweite Seite, die Besucher anschauen. Wahrscheinlich um sich nach dem Lesen des ersten Artikels zu orientieren. Auch ihr darf daher gern etwas mehr Beachtung hinsichtlich der inhaltlichen und natürlich visuellen Gestaltung geschenkt werden.

Für deine Antworten auf meine Fragen hab dank, das ehrt mich! Es ist immer schön zu sehen wenn Content, in den man viel Herzblut und Zeit investiert, auch dementsprechend gut angenommen und honoriert wird. Man könnte fast sagen: Aus Quantität wird Qualität! :-)

Grüße,
Robert

Kommentator

Kommentar von Sven Lennartz

Hallo Robert,

das habe ich gern gelesen. Es ist ein wichtiges Thema. Alte Inhalte sind Schätze. Da braucht es einen Sinneswandel. Was alt ist, ist eben kein Müll, den man nach Erzeugung liegen lässt, sondern immer öfter ein Wertstoff. Erstrecht, wenn man überlegt, wie viel Mühe man in einzelne Stücke mal gesteckt hat. Das muss doch jeden ärgern.

Die Ansprüche an die Inhalte steigen immer weiter, immer länger und immer besser ausgestattet müssen die Sachen sein, um eine Chance zu haben. Das kann man auch in Etappen erreichen. Indem man ganz gezielt Beiträge laufend erweitert und verbessert. So hat die Wikipedia auch mal angefangen. Nach dem Motto: Der beste Content wird niemals fertig. In deinem Beitrag findet man die Argumente dafür.

Falls es erlaubt ist, würde ich gern noch einen eigenen Artikel ins Spiel bringen. Content Recycling – Zeit & Geld sparen mit alten Inhalten

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Sven,

ich freu mich über deinen Kommentar und will inhaltlich gar nichts mehr hinzufügen. Ich stimme dir voll zu. :-)

Danke für den Hinweis auf deinen Artikel. Über Content-Recycling hab ich, wie du weißt, auch schon geschrieben. Ich würde das in diesem Kontext allerdings deutlich trennen: Bei Content-Recycling geht es primär um die Wiederverwertung, v.a. der Produktion neuer Content-Formate (z.B. aus einem Blogartikel eine Slideshare-Präsentation machen). Die Content-Optimierung hier bezieht sich aber etwas weiter gefasst auf die strategische Aktualisierung und Aufbereitung von Vorhandenem. Den Unterschied machen in der Praxis nur kleine Nuancen aus, aber das Verständnis sollte vorhanden sein.

Kommentator

Kommentar von Vladimir

Hahaha, genau nach so einer Infografik habe ich von Anfang an gearbeitet und in meinen Blogs immer diese Technik empfohlen! Schön zu wissen, dass man alles richtig macht ;)

Super Artikel und danke für das Analyse Chart. Das behalte ich definitiv in Hinterhand :)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Es hat keiner behauptet, dass wir hier Raketenwissenschaft betreiben. Manchmal ist es einfach leichter, sich Prozesse zu visualisieren, um sie kontinuierlich anzuwenden. ;-)

Es werden sicherlich Ergänzungen um weitere Ergebnisse folgen; ganz im Sinne der Content-Optimierung eben.

Viel Spaß damit! Freut mich, wenn ich helfen kann.

Kommentator

Kommentar von Wiebke Wetzel

Hallo Robert,

wie immer viele gute Anregungen für mich. Besonders die Flow Chart und die Ideen zum Upgrade mit einer Checkliste oder einer Präsentation sind hilfreich.

Der Content Schok setzt auch bei mir ein. Vor allem, da in meiner Nische viel Schlechtes publiziert wird. Einer schreibt vom anderen ab und wenige machen sich die Mühe, Fakten zu recherchieren. Dieselben falschen (oder falsch interpretierten) Daten geistern seit Jahren durch durch alle Blogs, denn ordentliche Recherche kostet viel Zeit.

Zu deiner Frage: der Veröffentlichungs-Rhythmus ist egal, so lange immer mal wieder etwas kommt. Ich lese die neuen Artikel meist eh dann, wenn ich Zeit und Interesse habe. Das kann Wochen später sein. Ich denke, wir Blogger achten da mehr drauf, als unsere Leser.

Viele Grüße,
Wiebke

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Wiebke,

vielen lieben Dank für deine Einschätzung, das bestärkt mich in meiner Vermutung bzw. meiner eigenen Sichtweise.

Für dich ist es doch eine Chance, wenn viel Schlechtes geschrieben wird, oder? Du musst nur die Zielgruppe "lehren", Gutes von Schlechtem zu unterscheiden. ;-)

Viele Grüße,
Robert

Kommentator

Kommentar von Martin

Jetzt fällt es mir ein :)
Ich wollte auch mal anfangen mit Slideshare-Präsentationen zu punkten und hatte doch tatsächlich auch schon eine gemacht:
Die psychologische Wirkung von Farben & Farbkombinationen

Zumindest die Klickzahlen bei Slideshare stimmen :)
Es kommt zwar bisher keine Masse an Besuchern darüber zum Blog, aber der Aufwand hält sich auch sehr in Grenzen.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Gefällt mir gut, wobei das eher ein Thema des "Content-Recyclings" ist, wie oben schon im Kommentar erwähnt. Jetzt, wo du die Slides schon hast, könntest du vorhandene Artikel darum ergänzen, sofern es passt. DAS wäre dann die Content-Optimierung. ;-)

Kommentator

Kommentar von Ivana

Servus Robert,

vielen, vielen Dank für deinen tollen Beitrag. Wir haben ja schon öfter darüber geredet und geschrieben und wir waren immer derselben Meinung: Content ist wertvoll, egal wie "alt" er ist. Daher hab ich mir auch einen Stoß gegeben und einige Archiv-Beiträge als überarbeitenswert eingestuft und sitze gerade daran.

Über den Content Shock habe ich ja auch schon öfter philosophiert. ;) Wen es interessiert, kann z.B. hier nachlesen: Gefangen im Content-Shock?

Zu deiner Frage, ob ich deine regelmäßigen Beiträge vermissen würde: Ja. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich verstehe, warum du mich/uns das fragst, und dass du keine genialen Beiträge auf Knopfdruck und zu bestimmten Zeiten liefern kannst, auch wenn wir als Leser uns das wünschen. Dieselbe Problematik stellt sich bei mir ja auch.

Eines kann ich aber auch behaupten: solange die Qualität stimmt, würdest du mich als Leserin aber auch nicht verlieren, egal in welchem Rhythmus du bloggst.

Liebe Grüße aus Wien
Ivana

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Servus Ivana,

danke für die Einsichten und natürlich die ermutigenden Worte.

Content "auf Knopfdruck" zu produzieren wäre nichtmals das primäre Problem, aber das würde mit Vollzeit-Bloggen einhergehen und dann müsste ich dafür auch Geld verlangen. Und das würde dem einen oder anderen hier dann doch nicht so gut gefallen. Wer sich erkenntlich zeigen will, der kann gerne meine Amazon-Wishlist anschauen oder mir seine Unterstützung via PayPal zukommen lassen. Aber das bleibt weiterhin auf freiwilliger Basis. ;-)

Liebe Grüße aus München,
Robert

Kommentator

Kommentar von Tom

Hi Robert,
was machst du, nachdem du einen Artikel geupdated hast? Reichst du ihn (erneut) über die Webmaster Tools bei Google ein oder wartest du bis Google von alleine vorbei kommt und den Artikel neu crawlt?

Beste Grüße,
Tom

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Tom,

in der Regel lasse ich Google wieder vorbeikommen. Ich schau gerne mal beim nächsten Update, wie lange das dauert. Gefühlt geht's recht schnell.

Es spricht aber auch eigentlich nichts dagegen, die Seite manuell einzureichen.

Wie ist da deine Erfahrung?

Kommentator

Kommentar von Tom

Da habe ich leider noch keine Erfahrungen ;-)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Ah, es klang so ... ;-)

Ich meld mich, sobald ich beide Wege genauer angeschaut habe!

Kommentator

Kommentar von Stefan Ponitz

Hallo,

super Artikel! Vielen Dank dafür.
Ich selber glaube noch fest an die Regelmäßigkeit der Veröffentlichung. Es ist sich nicht entscheiden ob 13, 14 oder 16 Tage zwischen einer 14-tägigen Veröffentlichung liegen. Aber Leser die Regelmäßig vorbei kommen und schauen ob es was Neues gibt könnten abspringen.

@Tom Wenn die SearchConsole fest über eine sitemap.xml mit dem Blog verbunden ist, sollte, beim richtigen Einsatz, Google automatisch über die Aktualisierung informiert werden. Mein Blog pingt Google bei Updates an.
Viele Grüße, Stefan

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Stefan,

das sehe ich ja eigentlich genauso. Die Konditionierung unserer Leser spielt keine unwichtige Rolle ... aber es stellt sich mir die Frage, wie diese Konditionierung genau aussieht. "Immer montags" oder vielleicht doch einfach nur "jede zweite Woche (an einem x-beliebigen Tag)"?

Viele Grüße,
Stefan

Kommentator

Kommentar von Thomas Schuster

Hallo Robert,
danke für den großartigen und tiefgehenden Beitrag. Ein Frage (bin in dem Thema nicht so tief drin wie du) habe ich. Du schreibst das Textänderungen, Datumsangaben, Zahlen, Statistiken, Bildänderungen oder Änderung von Links ein guter Weg sind.
Wird ein minimal veränderter Artikel, also z.B. Datum neu, 2-3 Sätze neu von Goolge bereits als "neuer Inhalt gecrawlt? Oder gibt es ein Art "Schwellenwert"? Oder muss man auch Keywords verändern? Freue mich von dir zu hören und sag schon mal danke!
Grüße
Thomas

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Thomas,

Keywords solltest du nur dann ändern, wenn deine Seite noch nicht rankt oder du den Fokus wirklich ändern willst. Wenn du auf bestehenden Rankings aufbauen willst, dann solltest du die Keywords nur minimal (wenn überhaupt) ändern.

Für Google ist das Datum der letzten Änderung ausschlaggebend, das wird in der Regel automatisch angepasst und somit Google bei einem Update informiert. Andernfalls hast du natürlich, wie oben diskutiert, immer die Möglichkeit, Updates manuell einzureichen.

Hoffe damit ist dir schon geholfen? :-)

Liebe Grüße,
Robert

Kommentator

Kommentar von David Asen

Hallo Robert, ist schon wieder eine Zeit her. Wie ich sehe, bist du aktiver denn je ;) Super Beitrag zu einem Thema, das mich auch gerade beschäftigt. Hab gerade 3 Beiträge aktualisiert. Läuft alles nach Plan?

Super Tipp von Jochen bezüglich Last-Modified-Datum in Wordpress einbauen. Danke auch ihm!

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi David, bei mir läuft fast alles nach Plan, für den Rest gibt es keinen Plan. ;-)

Siehst du schon Ergebnisse nach deiner Optimierung? Mit welchem Ziel hast du deine Beiträge überarbeitet?

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