13.09.2012 von Kommentar schreiben

Mehr Content = Mehr Interaktion - Ist Social Marketing wirklich so einfach?

Endlich kommen Unternehmen davon weg sich zur "Messung" ihrer Marketingaktivitäten im Social Media ausschließlich Followerzahlen anzuschauen und gehen dazu über, die Interaktion mit Kunden und Interessierten stärker zu bewerten.

Spredfast, ein Unternehmen für Social Media Marketing und CRM hat hierzu eine Studie durchgeführt, um den aktuellen Stand sozialer Interaktion in und mit Unternehmen zu bewerten. Heraus kam der Social Engagement Index Benchmark Report und die Ergebnisse sind eigentlich recht simpel: mehr Content (d.h. mehr Beiträge in sozialen Netzwerken) bedeutet auch mehr Interaktion. Doch wo ist der Haken?

Die Studie untersucht das interne sowie externe Engagement von 154 Unternehmen mit im Schnitt 1,8 Mio. Social Media Anhängern. Im einzelnen wurden folgende Faktoren analysiert:

  • Anzahl der User
  • Anzahl der Gruppen
  • Anzahl der veröffentlichten Beiträge (über alle Kommunikationskanäle)
  • Aktivitätsindex
  • Netzwerkgröße (im Untersuchungszeitraum)
  • Soziale Reichweite
  • Interaktion auf sozialen Plattformen


Aus diesen Daten wurde der Durchschnitt ermittelt (siehe nachfolgende Grafik) und die untersuchten Unternehmen in drei Gruppen eingeteilt:

Spredfast Social Engagement Index Benchmark Report - Durchschnitt    Spredfast Social Engagement Index Benchmark Report - Engagement Level

  1. Activating: Unternehmen, die Social Media erst für sich entdeckt haben und mit ihrer Kampagne am Anfang sind. Sie müssen erst ihr Netzwerk aufbauen, ein Team im Unternehmen gründen und sich auf sozialen Plattformen etablieren.
  2. Expanding: Unternehmen dieser Gruppe haben die Grundbausteine gelegt und entfalten ihre Möglichkeiten in sozialen Netzwerken. Ihre Zahl von Anhängern, die Kommunikation mit Kunden und Interessierten wächst.
  3. Proliferating (zu dt. wuchernd): Unternehmen verfügen über ein großes Netzwerk und eine hohe Reichweite. Sie sind erfolgreich im Social Marketing und generieren möglicherweise einen monetären Mehrwert (sprich mehr Umsätze).

 

Untersuchungsergebnisse im Überblick

  • Social Media ist keine One-Man-Show. Der Trend geht dahin, dass immer mehr Personal aktiviert wird um zielgruppespezifisch zu agieren und relevante Konversationen führen können.
  • Unternehmen weiten ihr Social Media Engagement durch steigendes Posten von Beiträgen und einer höheren Aktivität aus.
  • Soziale Plattformen ermöglichen die direkte Kommunikation mit einem "Opted-In"-Netzwerk (d.h. Mitglieder sind freiwillig dort und womöglich eher zum Gespräch bereit als unfreiwillig generierte Kontakte).
  • Auf Twitter wird mehr gepostet, auf Facebook mehr interagiert.
  • Unternehmerische Social Media Aktivitäten verteilen sich auf mehrere Kanäle und erfordern verschiedene Zuständigkeitsbereiche.

 

Key Takeaways:

  • Interessanter, relevanter Content ist die Basis jeglicher Social Marketing Aktivität
  • Durch die Interaktion mit Kunden können Einsichten über in die erfolgreichsten Kommunikationsformen gewonnen werden und der Content dahingehend optimiert werden.
  • Die Segmentierung der Zielgruppe und Aufteilung der Verantwortlichen im Unternehmen ermöglichen zielgenaue Kommunikation.
  • Die Koordination gewinnt durch die steigende Zahl der Follower und deren Rückmeldungen sowie der internen Teamgröße an Bedeutung.
  • Der Studie zufolge erzeugt Social Marketing vor allem Klicks, d.h. Unternehmen bietet sich Möglichkeit User aus sozialen Netzwerken zu Käufern zu konvertieren.


Weiterführende Links:
Social Engagement Index Benchmark Report (Anmeldung erforderlich)

Gefällt dir was du liest?

Melde dich für meinen Newsletter an und erhalte alle neuen Beiträge per Mail. Dazu schenke ich dir mein E-Book zu Content Design plus ein ganzes Kapitel aus meinem Buch Blog Boosting mit knapp 100 Seiten!

Kommentare

Schreibe deinen Kommentar

Du willst deinen Text formatieren oder einen Link platzieren? Kein Problem, du findest eine Anleitung hierzu in den Kommentarrichtlinien.