15.12.2014 von Kommentare: 7

Warum du die Ladezeit deiner Webseite optimieren musst (+Tools zur Analyse)

Page Speed Test

Mit diesen Tipps verlierst du keine Besucher mehr!

Die Geschwindigkeit, mit der deine Inhalte ausgespielt werden, entscheidet maßgeblich darüber, ob Besucher bleiben oder gehen, denn wir Surfer sind prinzipiell ungeduldig und warten nicht lange.

Maximal vier Sekunden Zeit hast du Zeit, ansonsten verlierst du etwa 75% deiner potenziellen Besucher! Und die Folgen dessen sind verheerend…

 

Die Folgen einer langsamen Webseite

  1. Deine Besucher springen ab.
    Ohne Besucher ist deine Webseite im Grunde nichts wert, ich denke da sind wir uns einig. Es muss dir also ein Anliegen sein, sie bei ihrer Suche nach Informationen (oder Entertainment, oder was auch immer sie bei dir wollen) zu unterstützen. Ihnen den Zugang zu deinen Inhalten zu erleichtern – sprich zu beschleunigen – ist selbstverständlich.
  1. Deine Besucher sind voreingenommen.
    Müssen deine Besucher zu lange auf deinen Content warten, werden sie schnell ungeduldig. Das drückt auf die Stimmung. Wenn sie durchhalten und warten, bis deine Seite endlich geladen ist, sind sie allerdings schon schlecht gelaunt es ist extrem schwer sie von bzw. durch deine Inhalte zu überzeugen!
  1. Deine Besucher handeln nicht und gehen schneller.
    Wenn du „Glück“ hast überfliegen deine Besucher deinen Blog oder klicken vielleicht sogar auf einen Link. In der Regel verlassen sie deine Webseite jedoch ohne Interaktion (d.h. auch deine Conversionrate sinkt), weil sie schon ahnen, dass ein Klick sie wieder Wartezeit kosten wird. Die Besuchszeit sinkt, die Bouncerate steigt und Google merkt so langsam, dass auf deiner Webseite was nicht stimmt.

 

Tweet this: Die Folgen einer langsamen Webseite und was du dagegen tun kannst

 

Aber Moment, hab ich Google gesagt?

Ja, habe ich.

Wir gestalten unsere Webseiten zwar in erster Linie für echte Menschen, doch optimieren sollten wir sie auch für Suchmaschinen, damit unsere Webseiten möglichst weit vorne in den Ergebnislisten dargestellt werden.

Die Page Speed ist bereits seit einigen Jahren ein Faktor, der unser Search Ranking beeinflusst.

Beschleunigung der Webseiten ist extrem wichtig. Schnellere Websites sorgen für zufriedene Nutzer. PageSpeed wird zum Ranking-Signal. (Matt Cutts)

Noch weiter ins Detail geht Olaf Kopp im Aufgesang-Blog.

 

4 Tools um die Ladezeit deiner Webseite zu testen

Bist du selbst kein Experte und unsicher, wie du herausfinden kannst, ob deine Webseite schnell lädt, stehen dir einige Tools im Netz zur Verfügung, die genau das für dich tun.

Dazu geben sie dir konkrete Optimierungs-Tipps.

Meine Lieblings-Tools sind:

  • Google Page Speed: Besonders hilfreich bei der Analyse ist die Unterscheidung zum einen zwischen Mobil und Desktop und zum anderen zwischen Geschwindigkeit und Nutzererfahrung. Das erleichtert die Schritt-für-Schritt-Optimierung in Hinblick auf spezifische Aspekte deiner Webseite.

    Google Page Speed

    Einen Wert von 100 zu erreichen ist sicherlich nicht einfach, aber auch nicht unmöglich ;-)

  • WebPagetest ist einer eher zahlengetriebenes Tool, das dir Insights in die Ladezeiten verschiedener Bereiche deiner Webseite gibt, etwa die Zeit bis deine Webseite vollständig geladen ist, die Größe der geladenen Dateien oder die Anzahl der gestellten Requests.

    WebPagetest

    Die Optimierungsratschläge finde ich persönlich nicht sonderlich hilfreich, aber das Tool deckt definitiv Schwachstellen auf, die es näher zu untersuchen gilt!

  • GTmetrix analysiert den Page Speed und bewertet deine Seite mittels Yahoo YSlow. Im Grunde ist beides dasselbe, wird nur anhand unterschiedlicher Metriken gemessen.

    GTmetrix Page Speed Test

  • Pingdom: Der Website Speed Test misst ähnliche Kriterien wie die vorangegangenen Tools und stellt die Ergebnisse in einer sehr anschaulichen Form dar.

    Pingdom Website Speed Test

    Mit einer Wertung von 95 aus 100 Punkten bin ich sehr zufrieden, denn hinsichtlich der Ladezeit ist zu bedenken, dass dieser Test von Texas ausgeht und entsprechend länger braucht (wenn auch nur marginal).

 

Fazit: Web Performance Optimierung ist ein Erfolgskriterium

Eine performante Webseite sorgt für eine höhere Besucherzufriedenheit (Stichwort User Experience), ein besseres Markenbild und Suchmaschinenranking sowie natürlich einen höheren finanziellen Gewinn durch steigende Konversionsraten.

Faktoren die es zu optimieren gilt:

  • Antwortzeit des Servers reduzieren (ggfs. also deinen Webhoster wechseln)
  • Komprimierung aktivieren (z.B. GZip)
  • Browser-Caching aktivieren
  • Bilder optimieren und ggfs. auf eine externe (Sub-)Domain auslagern
  • HTML, CSS & JavaScript reduzieren und optimieren

 

Eine sehr detaillierte Herangehensweise an die praktische Umsetzung erklärt Danny Behne bei seocouch. Unter anderem beschreibt er dort die Optimierung von JavaScripten, CSS-Dateien und natürlich auch Bildern.

 

Als Wordpress-Nutzer gibt es einige hilfreiche Tools, um die Optimierung deiner Webseite zu automatisieren. Zwei der beliebtesten sind das W3 Total Cache-Plugin sowie in Bezug auf Bilder das Hammy-Plugin.

 

Jetzt bist du dran: Teste deine Webseite!

Ich selbst konnte dank dieser Tools schon einige Aspekte meines Blogs optimieren und dadurch mein Ranking, vor allem aber die User Experience meiner Besucher verbessern.

Welche Tools nutzt du, wie hast du deine Webseite vielleicht schon optimiert und womit hast du die größten Erfolge erzielt?

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Steve Naumann

Interessante Tools. Bis auf Google PageSpeed kannte ich die anderen noch nicht.

Im Grunde hast du die wichtigsten Punkte schon aufgeführt. Schneller Server und Komprimierung (gzip, HTML, CSS, Javascript und Grafiken) machen das meiste aus.
Skripte sollte man asynchron oder nach dem Laden einer Webseite ausführen. Besonders dann, wenn es sich um Dateien von externen Anbietern handelt. Die können im schlimmsten Falle das Laden der gesamten Seite blockieren.

Beste Grüße
Steve

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Da hast du Recht, Steve, danke für die Ergänzung! Externe Skripte hab ich deswegen auch weitestgehend entfernt, die waren zusammen mit Bildern die stärkste Bremse ;-)

Viele Grüße

Kommentator

Kommentar von Frank

Hallo Robert,

vielen Dank für den Artikel. Das ein oder andere Tool kannte ich noch nicht. Nun kann ich umfassender regelmäßig testen und optimieren.

Ich habe noch einen Punkt zu Pingdom. Du kannst in den Settings auch einen Server in den Niederlande wählen und brauchst damit nicht 'über den Teich hinweg' zu testen. :)
Auch in der Free Version.

Schönen Gruß, Frank

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Frank,
super Tipp, danke dafür! Hab ich auch gleich mal meinen Auto-Request entsprechend angepasst ;-)

Kommentator

Kommentar von Thomas

Hallo Robert,

bei Wordpress habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Cache Plugin Cashify gemacht. Es war immer noch einen Tick schneller als andere. Es ist von dem gleichen Entwickler wie WPseo. Und sehr schlank programmiert. Allerdings gibt es hier auch nicht so viele Einstellmöglichkeiten.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Thomas,
danke für die Info! Wie schätzt du denn Cashify im Vergleich W3 Total Cache oder WP Super Cache ein, die beiden laufen mir nämlich häufiger über den Weg?

Kommentator

Kommentar von Florian Konrad

Hi Robert,
Guter Artikel :) Danke für die Links zu den Tools!
Ich hab gemerkt das ich das bei mir auch mal optimiren muss:)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Flo, dann leg los :-)

Falls ich dich unterstützen kann gib Bescheid, ansonsten bin ich gespannt auf deine Ergebnisse! 

Kommentator

Kommentar von Florian Konrad

Hi Robert, das mache ich.
Danke für das Angebot :)
Weißt du vielleicht wieso Seiten von mir die einen Amazon Affiliate Link enthalten viel länger laden ?

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Flo,
die Linkschnipsel von Amazon enthalten in der Regel auch ein Trackingpixel (also ein Bild), welches zusätzlich zum eigentlichen Link geladen werden muss. Das ist ein separater Request, dürfte aber an sich keinen immensen Unterschied machen. Wie stark wirkt sich das denn bei dir aus, ich selbst seh bei meinen Blogartikeln mit Affiliate Links kaum einen Unterschied in dieser Hinsicht?

Kommentator

Kommentar von Florian Konrad

Hi Robert,
Danke für die Antwort
Die einzelnen Inhalte der Seite werden relativ schnell geladen aber die Seite selber lädt fast 1 Min bis sie fertig geladen ist. Bei andern Affiliate Links gibt es bei mir aber auch keine Probleme.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Flo,
dann schau doch mal mithilfe eines der Tools an welchen Stellen die Seite hängt. Sind es Bilder, eigene Scripte oder eben doch externe Requests. So wie ich das sehe bremst nämlich nicht nur deine Amazon-Integration, sondern v.a. das Facebook-Plugin.

Kommentator

Kommentar von Florian Konrad

Ok vielen dank für deine Antwort :)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Sehr gern! ;-)

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