27.12.2012 von Kommentar schreiben

Prioritäten im Web: Content vor Design vor SEO

Google macht zum Glück kein Geheimnis daraus, wie Du deine Seite in Suchmaschinen gut positionieren kannst, denn sie stellen alle relevanten Faktoren in den Webmaster Guidelines zur Verfügung und heben einen wichtigen Aspekt besonders hervor:

“Make pages primarily for users, not for search engines... Create a useful, information-rich website, and write pages that clearly and accurately describe your content.”

Es geht also darum, den Content für deine Leser zu schreiben und sie auch für sie zu optimieren. Das heißt ihnen durch die Verwendung typografischer Struktur (kurze Sätze, Listen, Absätze, Zwischenüberschriften, etc.) das Lesen zu erleichtern und ihnen hilfreiche Informationen und weiterführende Informationen zu bieten. Bestenfalls immer genau das, was sie eben im Moment suchen.

Natürlich kann man Blog Posts auch für Suchmaschinen optimieren, aber sobald die Usability verloren geht und der Content nicht mehr im Vordergrund steht verfehlt ein Artikel doch seinen eigentlichen Sinn und Zweck, oder?

 

Und das ist ein entscheidendes Argument in Bezug auf professionelle Suchmaschinenoptimierung: Kann eine externe (SEO-)Agentur qualitativ hochwertigen, für deine Leser relevanten Content liefern? Oder obliegt die Zukunft der SEO doch den Webseitenbetreibern selbst?


Low Content
 

Werden SEO-Agenturen überflüssig?

Betrachten wir die momentane Situation in Unternehmen: Wer ist zuständig für Webseiten? Wahrscheinlich haben nur wenige Unternehmen eigene Copywriter oder gar SEO-Experten. Die meisten Webseiten liegen in der Obhut externer Agenturen oder Marketingabteilungen die überwiegend Werbetexte veröffentlichen. Aber ist es das was Internetnutzer suchen? Sind es Produktbeschreibungen die häufig verlinkt werden? Nein, definitiv nicht. Es sind vielmehr Contentseiten mit umfangreichen Informationen zum jeweiligen Thema. Aber wer soll diese Inhalte im Unternehmen produzieren?


Wie wäre es mit zusätzlichem Personal? Die Finanzierung wäre relativ einfach, denn externe SEO Services könnte man sich dann sparen. Noch wichtiger aber ist doch eine interne, abteilungsübergreifende Kommunikationsstruktur, durch die Online-Marketer ein gewisses Maß an fachlichem (d.h. für die Webuser relevantes) Wissen erlangen um qualitativ hochwertigere Inhalte auf der Webseite veröffentlichen zu können. Die Experten sitzen schließlich auch im Unternehmen, man muss sie nur für die Webseite utilisieren.

Hier geht es zunächst um das Erreichen einer kritischen Leser-Masse. Danach bieten sich weitere Möglichkeiten um guten Content zu produzieren. Fragen, Diskussionen, prinzipiell jedwede Form User Generated Contents.


Was meinst Du, haben Unternehmen schon das Zeug dazu, intern ihre Webseiten und Blogs zu optimieren oder müssen sie (personell) nachrüsten?

 

Konsequenzen

Bringen wir es auf den Punkt: SEO-Agenturen können allein durch strukturelle oder technische Mittel die Anforderungen von Google & Co. nicht erfüllen. Content ist die Zukunft. Die Leser sind die Zukunft. Das Web wird ist sozial.


Wo siehst Du die Zukunft der SEO-Agenturen? Müssen sie ihre Dienstleistungen erweitern oder verlagert sich dieser Aufgabenbereich langfristig doch in die Unternehmen?

Bevor hier allerdings eine ähnliche Diskussion entsteht wie zu einem Artikel im Smashing Magazine möchte auch ich noch betonen, dass ich quasi die selbe Meinung vertrete wie Paul Boag: SEO-Agenturen verlieren NICHT ihre Daseinsberechtigung, es werden nur oft viele interne Möglichkeiten nicht ausgeschöpft bevor sie engagiert werden. Oft kann z.B. die Webseite in ihrer Struktur noch verbessert werden, das Design noch benutzerfreundlicher gestaltet oder die Barrierefreiheit noch optimiert werden. Aber hier sind wir dann schon beim Thema Webdesign und User Experience, mit dem ich mich gerne in einem weiteren Artikel beschäftigen werde...

 

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Bild: Sean MacEntee / flickr.com

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