18.03.2012 von Kommentar schreiben

Warum verspricht Social Media vor allem für Freiberufler so enorm viel Potenial?

Der Unterschied zwischen Freiberuflern und Unternehmen ist der Faktor Mensch. Unternehmen entwickeln eine Marke, kommunizieren diese in Verbindung mit bestimmten Werten und versuchen kontinuierlich, ein möglichst positives und den eigenen Vorstellungen entsprechendes Image zu schaffen. Freiberuflich Arbeitende können dies nicht. Für sie spielt das Thema Human Branding (im Gegensatz zum Corporate Branding) die Hauptrolle.

Die Marke Mensch wird aktiv geprägt, sie entwickelt sich, altert, reift. Der Vorteil: es gibt kein optimales Markenbild. Es ist wichtiger, dass die Marke zum Ich passt, anstatt die Erwartungen der Außenstehenden zu erfüllen. Die Marke muss den Prozess der Persönlichkeitsentwicklung mitgehen und nicht ständig revolutioniert werden.

Doch wie lässt sich eine solche Entwicklung am besten darstellen? Natürlich mittels Social Media. Sozial, persönlich, menschlich. Freiberufler stehen mit ihrem Namen für ihre Arbeit, mit ihrer Persönlichkeit und mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen. Das macht sie womöglich sympathischer als Unternehmen, über die nicht mehr bekannt ist als der Markenname.

Wovon genau hängt nun der Erfolg des Human Brandings ab?

  1. Finde heraus, was dich antreibt, wofür du alles andere aufgeben würdest.
    Es scheint ein nicht seltenes Phänomen zu sein, das Freiberufler Multitalente sind. Sie können Programmieren, beherrschen Designsoftware, haben Spaß am Texten und Projektmanagement und dann auch noch was völlig anderes studiert. Was also solltest du tun um die nächsten Jahre deines Berufslebens Geld zu verdienen? Wofür lebst du!?
  2. Beobachte die Konkurrenz
    „Es gibt immer jemanden der besser ist als du“, aber eigentlich geht es darum, mit wem du dich vergleichst. Denke dabei nicht immer nur an deine Schwächen, sondern mach dir deine Stärken bewusst. Deine wirklichen Stärken… wie realistisch ist es schon, wenn du alle oben genannten Fähigkeiten zu deinen Stärken zählst? Was kannst du richtig gut? Das sind die Stärken die dich ausmachen und von der Konkurrenz unterscheiden!
  3. Der PERSÖNLICHE Unique Selling Point (USP)
    Was macht dich einzigartig, eindeutig und anders? Wodurch regst du das Interesse anderer Menschen an dir an, ihr Verlangen mit dir in Verbindung zu treten? Es gibt kein „Alleinstellungsmerkmal“, wie es so häufig im Deutschen übersetzt wird, aber es gibt sehr wohl ein „Herausstellungsmerkmal“. Finde es!
  4. Relevanz und Wertschätzung
    Dein Ziel ist es, andere Leute dazu zu bewegen über dich zu reden. Aber weißt du es auch zu schätzen wenn sie es nicht gerade in Form von Lob und Anerkennung tun? Steckt nicht vielleicht doch etwas Wahres in der Kritik? Denke immer daran, das Feedback, sowohl positiv als auch negativ, eine Form der Wertschätzung ist. Lerne damit umzugehen.
  5. Authentizität und Wiedererkennung
    Human Branding bedeutet, Technologien und Möglichkeiten mit der persönlichen Entwicklung, Emotionen und Gefühlen zu kombinieren. Die Körpersprache und Rhetorik sagt mehr über eine Person aus, als es die treffendsten Verben über eine Marke könnten. Die Stimme macht einen Menschen einzigartig, Stil, Etikette und Kleidung  wiedererkennbar.
  6. Kommunizieren
    Wenn du etwas zu sagen hast, dann tu es. Bedank dich bei Kunden, sprich nur über jene Themen in denen du dich auskennst. Sag nein wenn du nein meinst und tu nur das, was du wirklich tun willst.
  7. Kontinuität
    Human Branding ist ein ständig fortlaufender Prozess. Er muss zur Gewohnheit werden. Planung hilft hier sehr, ToDo-Listen verbessern die Organisation und stärken nach Abarbeiten das Selbstbewusstsein. Die SMART-Regel hilft:
    SMART-Regel zur Organisation & Zieldefinition
  8. Netzwerk
    Nicht jede Verbindung ist sinnvoll. Oder glaubst du ernsthaft, dass 100 Freundchen mehr Wert sind als 1 Freund? (Dank an dieser Stelle für Jon Christoph Berndt für den passenden Vergleich) Überprüfe doch mal deine „Connections“, wie viele Kontakte hast du eigentlich? Social Media macht so einiges möglich, aber erfordert es nicht mehr Zeit und Energie auf als das es wirklich etwas bringt?

Was haben diese 8 Erfolgsfaktoren mit Social Media zu tun?

Nun, allein der letzte Punkt macht deutlich, wo Human Branding mit Social Media in Verbindung steht. Social Media verbraucht Zeit, die ein Freiberufler meist nicht hat. Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Social Media ist eine gute Möglichkeit, diese 8 Faktoren zu beeinflussen. Mit Social Media lassen sich Konkurrenten bestens beobachten, im Dialog mit Freunden aus dem Netzwerk wird Kritik verarbeitet und über Social Media Kanäle können kontinuierlich die eigenen Stärken, die eigene Leidenschaft und der persönliche USP kommuniziert werden.

Entscheide dich für EINE Plattform (ich habe bspw. Twitter gewählt), für EINE Leidenschaft mit der du Geld verdienen möchtest und entwickle EINE Marke: Dich selbst.

 

Buchtipp: Die stärkste Marke sind Sie selbst! Schäfen Sie Ihr Profil mit Human Branding

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