Social Media Monitoring professionell angehen

Der Begriff Social Media ist heute jedem geläufig. 25 Millionen Deutschen sind mittlerweile bei Facebook, das eigene Netzwerk findet sich jederzeit auf dem Smartphone in der Hosentasche, ein Leben offline ist nur noch schwer vorstellbar. Aber-Milliarden Posts, Shares, Likes, Comments gibt es jeden Tag auf den verschiedensten Social Media Plattformen – ein Datenschatz für Unternehmen, welcher sich durch professionelles Social Media Monitoring heben lässt.

 

Social Media Monitoring

Strategie unabdingbar

Gehört Social Media Marketing längst zum Usus bei deutschen Unternehmen, tun sich viele mit dem Thema Monitoring noch etwas schwer, eigentlich kaum nachvollziehbar, bedenkt man, dass das Zuhören in Social Media doch an erster Stelle stehen sollte. Oftmals fehlt es schlicht an einer nachhaltigen Strategie oder überhaupt an einer Strategie. Erfahrungswerte zeigen immer wieder, dass Daten zwar teils erhoben werden, dann aber die Ressourcen und Strukturen zur Weiterverarbeitung fehlen. Möchte man langfristig Erfolge im Social Web erzielen, gilt es von Beginn an ein individuelles Social Media Monitoring zu betreiben. Wie ein professioneller Ansatz aussehen kann, soll im Folgenden dargestellt werden.

  1. Keywords
    Beschäftigt sich ein Unternehmen das erste Mal mit dem Thema Monitoring, so sollen meist die eigene Marke und gegebenenfalls noch einige Wettbewerber überwacht werden. Bereits hier sollte jedoch der Horizont geweitet werden. Sinnvollerweise erarbeitet man eine Gesamtübersicht derer Keywords, welche überhaupt überwacht werden können (Markenname, Eigenprodukte, Konkurrenten, Personen der Öffentlichkeit, Slogans, Kampagnen, Kunden, Themen etc.). Darauf aufbauend können Priorisierungen getroffen werden und der Ausbau des Monitoring fällt später leichter.

  2. Plattformen
    In der Regel unterstützen die Social Media Dienstleister Unternehmen bei der Auswahl der zu überwachenden Plattformen. Dennoch sollte vorab eruiert werden, ob beispielsweise die eigenen Social Media Profile oder Nachrichtenseiten Gegenstand des Monitoring sein sollen, da davon natürlich auch die Auswahl der Monitoring Tools abhängt.

  3. Zielstellung
    Für eine professionelle Herangehensweise ist ferner die Definition von Zielen wichtig. Was möchte man mit Social Media Monitoring erreichen? Soll der Service optimiert werden oder geht es um die Generierung neuen Contents für die Social Media Aktivitäten? Hier gilt es konkrete Festlegungen zu treffen und diese an Zahlen festzumachen, sowie später kontinuierlich zu messen.

  4. Zuständigkeiten
    Ebenso vorab müssen die verschiedenen Verantwortlichkeiten geklärt werden. Ist die Geschäftsführung erst einmal mit im Boot, so lassen sich erfahrungsgemäß die weiteren Abteilungen involvieren. Weiterhin sollte bereits ein erster Workflow zur Nutzung und Verarbeitung der Ergebnisse konzipiert werden.

  5. Kosten
    Je genauer vorherige Punkte ausgearbeitet werden, desto leichter fällt die Auswahl eines geeigneten Dienstleisters. Denn nicht jeder Anbieter wird sämtliche Punkte erfüllen können. In Rahmen eines Angebots oder Probemonitorings lassen sich zudem konkrete Vorstellungen hinsichtlich Ergebnisumfang und –qualität, sowie der zu erwartenden Kosten gewinnen. Dementsprechend können Ressourcen intern realistisch geplant und zur Verfügung gestellt werden.

  6. Reportings
    Abschließend oder auch perspektivisch sollte die Möglichkeit von regelmäßigen Reportings durchdacht werden. Diese können entweder rein quantitativ die Ergebnisse und Entwicklungen zusammenfassen, beispielsweise im Rahmen eines Management Reports oder darüber hinaus, durch den Blick von außen, konkrete Handlungsempfehlungen beinhalten.

 

Diese Punkte sind natürlich nur als eine Orientierung zu sehen. Es wird jedoch bereits deutlich, dass ein professionelles Social Media Monitoring einiges an Vorarbeit bedarf. Wenn man dieses Feld jedoch von Beginn an gewissenhaft durchdringt, so werden weniger Ressourcen verschenkt und es lassen sich nachhaltige Erfolge erzielen.

Philipp Rodewald

Über den Autor

Philipp Rodewald ist passionierter Sportler, sowie Gründer und Geschäftsführer der Webbosaurus GmbH, einem Anbieter für Full-Service Social Media Monitoring aus Berlin. Mehr Informationen findest du auf www.philipprodewald.com.

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