04.08.2014 von Kommentare: 10

Buchrezension: "Social Media und Recht" von Dr. Carsten Ulbricht

Social Media und Recht

Recht im Internet, gerade im Social Web, ist ein Thema für sich.

Wer sich – vor allem aus beruflichen Gründen – in sozialen Medien bewegt muss sich über die rechtlichen Risiken der verschiedenen Kommunikationskanäle bewusst sein.

Datenklau, Rufschädigung, Urheberrechtsverletzung und drohende Abmahnungen sind nur ein Teil dessen, was dir online droht, wenn du nicht entsprechende Vorkehrungen triffst und dich an gewisse (gesetzliche) Regelungen hältst.

Zwar sind die wenigstens von uns Juristen und guter Rat ist hier oft besonders teuer, jedoch geben einige Experten, die sich selbst im Social Web zuhause fühlen, ihr Wissen und ihre Erfahrung bereitwillig weiter. Und zwar in Form von Blogs und Fachbüchern.

Ein solches Buch und einen solchen Experten möchte ich heute vorstellen, nämlich „Social Media und Recht“ von Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht.

Gleichzeitig hast du die Chance, das Buch „Social Media und Recht“ zu gewinnen, denn ich verlose ein Exemplar im Rahmen meiner Rezension!

 

Über den Autor und den Verlag

Der Autor Dr. Carsten Ulbricht ist Rechtsanwalt (aktuell Partner bei der Kanzlei BARTSCH Rechtsanwälte) und berät zu allen Rechtsthemen des Internet, speziell Social Media, E-Commerce und Enterprise 2.0. Außerdem ist er Dozent an der SMA in Mannheim und bekannt durch seinen Blog rechtzweinull.

Es ist mein erstes Fachbuch aus dem Haufe Shop, aber es wird definitiv nicht mein letztes sein, denn Ende Oktober erscheint dort das Buch „Die Content Revolution in Unternehmen“ von Klaus Eck. Auch das werde ich mir dann natürlich näher anschauen und hier berichten.

 

Disclaimer: Wie bereits zuvor bei anderen Verlagen bekam ich auch diesmal mein Rezensionsexemplar direkt von Haufe. Nichtsdestotrotz schreibe ich, wie sich das für eine anständige Buchkritik gehört, unabhängig von dieser Tatsache nur meine ehrliche Meinung. Die Kritik richtet sich in den meisten Fällen ohnehin an die Autoren ;-)

 

Social Media und Recht im Detail

Social Media und Recht* erschien 2013 in der 2. Auflage beim Haufe Verlag (€39,95) und misst im Umfang 304 Seiten, die als Broschüre eingebunden sind. Das Buch beinhaltet 15 interessante Kapitel, ein Fazit sowie zwei Checklisten für eigene Social Media Präsenz und Guidelines.

  1. Erste Schritte: die eigene Präsenz im Social Web
  2. Die Veröffentlichung eigener Inhalte
  3. Fremde Inhalte für die eigene Präsenz
  4. Content-Diebstahl: Wie sich Unternehmen wehren können
  5. (Ver-)Kauf eines Weblogs
  6. Twitter im Unternehmenseinsatz: rechtssicher zwitschern
  7. User Generated Content: Wenn Internetnutzer zu Produzenten von Inhalten werden
  8. Datenschutz im Social Web
  9. Social Media Marketing: das Web 2.0 als Plattform für Werbung
  10. Facebook: der Social-Media-Gigant im Fokus
  11. Markenschutz im Social Web
  12. Social Media im Unternehmen
  13. Social Media Recruiting: neue Mitarbeiter über XING, Facebook & Co
  14. Enterprise 2.0: neue Tools für Unternehmensnetzwerke
  15. Neue Geschäftsmodelle im Web 2.0


Jedes dieser Kapitel umfasst zwischen 10 und 30 Seiten und ist in weitere Teilbereiche gegliedert. Zu Recht (das Wortspiel war keine Absicht), denn nicht jeder brennt für dieses Thema und freut sich daher über kleine Verschnaufpausen zwischendurch. Ich muss da nur an meine eigenen Jura-Vorlesungen an der Uni zurückdenken… ;-)

Selbst kannst du hier einen Blick ins Buch werfen oder dir Kapitel 8 (Auszug) als Leseprobe (PDF) herunterladen.

Social Media und Recht Fachbuch

 

Da ich ebenfalls das Buch „Social Media Marketing & Recht“ von Thomas Schwenke gelesen (und rezensiert) habe, bietet sich ein kurzer Vergleich an, denn darin werden ähnliche Themenbereiche teilweise ausführlicher (auf insgesamt 550 Seiten) diskutiert:

  • User Generated Content aber auch Lizenzen von Stockarchiven und Creative Commons,
  • Markenschutz aber auch Meinungen und Werbeaussagen,
  • Datenschutz aber auch Haftung, Abmahnungen und Ansprüche.

Hinzu kommt noch ein sehr schönes Kapitel über Gewinnspiele und Direktmarketing.

Das dritte Buch im Bunde der „bloggenden Rechtsanwälte“ ist Recht im Social Web von Christian Solmecke (Galileo Verlag), da hab ich aber bisher selbst nur im Vorbeigehen reingeschaut. Vielleicht hast du es ja schon gelesen und magst ein paar vergleichende Worte in einem Kommentar dalassen?

 

Highlights aus dem Buch

Besonders gut gefällt mir das Kapitel zum User Generated Content, denn quasi jeder Social Media Manager träumt von der eigenen Community. Aber auch hier lauern Gefahren, über die sich der Plattformbetreiber im Klaren sein muss. Carsten Ulbricht schafft hier in sehr kompakter Form einen sehr guten Überblick und beantwortet häufige Fragen.

Sehr gelungen finde ich auch die Checklisten am Ende der Kapitel und am Ende des Buches, schade nur, dass sie nicht auch als Download, zum Beispiel via QR-Code, zur Verfügung stehen. Sie sind so schön gestaltet und zum Abarbeiten vorbereitet, aber einmal (es sei denn du machst deine Häkchen mit Bleistift) direkt im Buch hilft das leider nur wenig.

Ein Ersatz für diesen kleinen Kritikpunkt sind dann jedoch die vielen Beispiele, die der Autor quasi zu jedem Thema aufführt. Sie stellen den Praxisbezug her und machen die Materie weitaus eingängiger. Dazu trägt auch der Verzicht auf Auszüge der entsprechenden Gesetzbücher bei und nur selten werden Gerichtsurteile im genauen Wortlaut wiedergegeben. Vielmehr dienen die eigenen Worte des Autors als (meist sehr kurze, konkrete) Erklärung des Sachverhalts. Gut gemacht!

Ein entsprechendes Abkürzungsverzeichnis für all jene, die mit den unterschiedlichen Gesetzbüchern weniger vertraut sind, sowie ein Stichwortverzeichnis runden das Buch ab.

 

Buchverlosung (bereits abgeschlossen)

Da ich die rechtliche Thematik von Social Media für sehr wichtig halte und gerne zur Aufklärung beitragen möchte, verlose ich ein Exemplar von Carsten Ulbrichts Buch „Social Media und Recht“. Schreib mir in einem Kommentar unter diesen Beitrag, was für dich die größten rechtlichen Herausforderungen im Social Web sind und du nimmst automatisch an der Verlosung teil.

Teilnahmeschluss ist der 24. August 2014. Der Gewinner wird am Montag, den 25.08.2014, in einem Update zu diesem Beitrag bekannt gegeben und über die beim Kommentar angegebene Email-Adresse informiert (achte daher bitte auf eine gültige Adresse!).

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!

 

Update: Gewonnen hat der 2. Kommentar. Gratuliere Stefan!

Ich melde mich umgehend per Mail bei dir um die Versendung des Buches zu organisieren. Allen anderen Teilnehmern danke ich ganz herzlich für die wirklich spannenden Kommentare, die ich demnächst in einem gesonderten Beitrag verarbeiten werde.

Bis zur nächsten Verlosung, ich bin sicher es wird nicht allzu lange dauern ;-)

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Frauke Bitomsky

Die größte Herausforderung für mich sind die Bildrechte, speziell die feinen Unterschiede der verschiedenen Lizenzen. Ich bin natürlich vorsichtig, welche Bilder ich wo verwende, aber das Thema bleibt trotzdem eine Herausforderung. Ich denke, dass das vielen so geht, da es einfacher ist selbst einen neuen Text zu schreiben als selbst ein gutes Foto für einen Artikel zu schießen. Bei Bildern sind die meisten doch von den Fotografen abhängig.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Auf die Antwort hab ich nur gewartet, danke Frauke! :-)
Wie löst du denn das Problem aktuell? Verzichtest du ganz auf Bilder? Greifst du auf (kostenfreie) Archive zurück oder machst du deine eigenen Fotos, dafür aber vielleicht weniger?

Kommentator

Kommentar von Stefan Schütz

Für mich ist die größte rechtliche Herausforderung im Social Web ebenfalls die Visualisierung. Allerdings möchte ich noch einen Schritt weiter gehen und den Umgang mit Videos anführen. Über Fotolizenzen gibt es schon viele Hilfestellungen (was das Thema nicht immer besser macht), aber über die Einbindung von „Bewegtbild“ findet man noch eher wenig!

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Guter Punkt Stefan, zumal da noch die In-Video-Werbung hinzu kommt, auf die wir quasi keinen Einfluss haben, wenn wir bspw. ein YouTube-Video in unserem Blog einbinden. Ein ähnliches Problem besteht ja auch bei der Verwendung von Getty Images, die durch den Einbettungs-Code Werbung enthalten können.

Kommentator

Kommentar von Ulf Gimm

Das Thema Marken- und Namensschutzrecht, sowie administratives Ur-Vertrauen, welches schnell so manchen Unternehmer/Künster auf den Boden der Tatsache holt, das finde ich sehr spannend.

Problematisch ist dabei nicht das eigentliche Erlangen eines Markenzuspruchs bzw. der Markenregistrierung..vielmehr ist es dann die schwierigste Aufgabe, deinen Anspruch durchzusetzen, wenn es mal zu Konflikten kommt. Da sind so manche Euros nötig, nebst einer guten Anwaltskanzlei, die sich mit diesem Thema auskennt.

Der Schutz schreckt nur minimal ab. Mir hat damals mein Patentanwalt gesagt: Natürlich können wir klagen, doch wehe, wir gewinnen die erste Instanz..."Dieser Verband" wird bis ans Ende gehen und dann wird es richtig kostspielig....soll sagen: vorab überlegen, was und ob ich was schützten will und was ich damit erreichen möchte. Aus Marketing-Sicht ist es schon sehr effektiv, wenn es zum Beispiel eine Patentanmeldung ist, die promotet wird.

Und selbst wenn ich eine Marke innehabe: halte ich bis zum "Untergang" daran fest, oder nutze ich daraus wiederum andere positive Möglichkeiten?! Ich guck mal, ob ich noch aus der Zeit ein Beispiel dafür archiviert habe:)

Ich sehe mittlerweile den ursprünglichen Wert eine Marke anders. Wenn es nicht gerade Unternehmen wie Adidas, Coca Cola und Co geht, dann ist es aktuell zwar leicht für jedermann, eine Marke samt passender Klassifizierungen einzureichen und dann auch zu erlangen. Die wenigsten nutzen hier kompetente Beratung, geschweige dann eine Vorabrecherche. Ich meine mich richtig zu erinnern: Selbst Adidas ist vor Jahren mal eine Bauchlandung mit einem neuen Sportschuh im negativen gelungen...da gab es aus irgendeinem 19. Jahrhundert irgendwo eine Anmeldung, die keiner recherchiert hatte und schwuppdiwupp war das gewünschte Alleinstellungsmerkmal flöten... Ebenso auch Phillips mit einer Aussage: Europas meist verkaufter Rasierer ....bis auf Frankreich damals..und schon gab es vom Mitbewerber eine Klatsche...
Nun aber für heute mal genug aus dem Nähkästchen geplaudert...Einen noch..eher zwei: der Begriff TELEFON wurde nie zur Marke angemeldet..und selbst wenn: es wurde dieser Begriff so geläufig, wen hätte man dann alles verklagen sollen....ebenso ist TEMPO als Synonym für Taschentücher geläufig....und? Verklagen oder sich freuen, dass eine Marke um die Welt geht?!

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Ulf,

danke für einen sehr ausführlichen Kommentar zu deinen Erfahrungen. Tempo ist glaube ich wirklich ein sehr gutes Beispiel, wie aus einer Marke ein fester "Begriff" wurde.

Allerdings glaube ich auch, dass durch den fehlenden Markenschutz die Hemmschwelle des "Diebstahls" weitaus niedriger ist. Nehmen wir doch mal einen Blog als Beispiel, der winzig klein anfängt, dann aber irgendwann sehr bekannt und für den Betreiber lukrativ ist. Bei fehlendem Markenschutz kann ein jeder daher kommen und den Namen des Blogs anmelden, sodass dieser quasi gezwungen wird, ihn aufzugeben.

Also besser das Geld in die Hand nehmen, oder sich von Anfang an einen Plan B ausdenken? Oder eben doch unter dem eigenen Namen arbeiten...? ;-)

Kommentator

Kommentar von Ulf Gimm

Ich denke, dass ja selbst der eigene Name keinen Schutz gibt. Um aber zumindest etwas in der Hand zu halten ( und nicht nur die Urkunde Marke), kann man ja auf dpma.de eine Einsteigerrecherche starten und dort auch grundsätzliches erfahren. Plan B und Geld für die Anmeldung ist der richtige Mix. Gilt jedoch natürlich nur bei Markenanmeldungen... Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster (jetzt unter dem Begriff Designmuster , glaube ich) oder halt Patentanmeldungen: Immer Patentanwalt hinzunehmen.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Gut, eine Recherche gehört immer dazu, ohne die ergibt eine Anmeldung nur wenig Sinn. Aber sicher kann man sich deiner Meinung nach im Grunde nie sein? Wozu dann der Aufwand? Letztendlich geht es doch immer nur darum, "wer am meisten in der Hand hat" (und sei es Geld)...

Kommentator

Kommentar von Birgit Pauly

Hallo Robert, da bin ich doch gern dabei!
Ich beschäftige mich erst seit einem halben Jahr mit Social Web für Unternehmer. Bislang habe ich mich sehr mit dem "Impressumsproblem" in sozialen Netzwerken befasst, und sehe da auch eine Herausforderung in der Aktualität. Im Moment hagelt es Gerichtsurteile, die die Sache nicht gerade vereinfachen- wenn das in allen Bereichen so ist, dann ist so ein Buch sicher schnell veraltet. Als nächstes kommt jetzt Datenschutz dran, da wir ja auch google Analytics nutzen... Ich stehe also ganz am Anfang und sehe fast alles als Herausforderung. ;-)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Birgit,
Ich denke du hast die richtige Einstellung zum Thema, es ist eine Herausforderung und jeder muss sich selbst Schritt für Schritt vortasten und eben die Probleme lösen, die gerade auftreten. Eins nach dem anderen.

Vielen Dank für deinen Kommentar, auch bei Google+!

Kommentator

Kommentar von Thomas

Also derzeit scheint ja alles irgendwie eine Grauzone zu sein. Vor kurzem gab es eine Klage, das das Impressum im Fuß der Profilseite zu klein sei.
Andere versuch zu klagen, wegen fehlender Bildautoren, wenn das Bild über die Google Bildersuche abgerufen wird.
Und dann sitzen da Richter, die ein Urteil fällen müssen, die weder von der Technologie etwas verstehen und teilweise nicht mal einen Rechner bedienen können.
Das ist derzeit schon sehr schwierig.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Thomas, du meinst den Impressumslink beim XING-Profil? Dagegen wird ja nun was gemacht. Ich verstehe was du meinst, hab teilweise allerdings auch das Gefühl, das sich das Sprichwort "Wo kein Kläger, da kein Richter" bewahrheitet, denn oft müssen rechtlichen Schwachstellen - oder nenn es von mir aus Grauzonen - erstmal aufgedeckt werden, bevor der Verantwortliche etwas daran ändern kann.

Was wäre denn deiner Meinung nach eine sinnvolle Lösung um die von dir beschriebene Problematik zu verbessern? Und vor allem: was machst du selbst dagegen, wie schützt du dich?

Kommentator

Kommentar von Maxie

Hallo Robert, wie auch schon von all den anderen erwähnt, finde ich es mit den Bildern ebenso undurchsichtig manchmal. Ich bediene mich für meinen privaten Blog auch sehr gern mal an an den Angeboten, die das Internet bietet und lade mir das ein oder andere Bild runter. Natürlich mit Quellenangebe, wenn es verlangt wird.
Das Buch interessiert mich total, da ich nebenbei gerade einen Unternehmensblog aufbaue :-)
Viele Grüße Maxie

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Maxie, danke für deinen Kommentar. Bei einem Unternehmensblog hängt nochmals mehr dran, da ist also sogesehen doppelte Vorsicht geboten. Wobei ich da wiederum auch glaube - natürlich in Abhängigkeit vom Unternehmen - dass da a) mehr Möglichkeiten zur Eigenproduktion bestehen oder b) ggfs. finanzielle Hilfsmittel um die Bildbeschaffung auszulagern. Wie ist das bei dir/euch?

Kommentator

Kommentar von Gerhard Bäurle

Hallo Robert,

das Thema Bildrechte beschäftigt mich auch. Im Printbereich ist das einfach gelöst, der Urheber wird einfach daneben gedruckt. Online kann ich unter Umständen nicht verhindern, dass das Bild allein ohne Vermerk angezeigt wird. Meine Kunde und ich gehen dazu über, lieber ein eigenes Foto von mittelmäßiger Qualität zu nutzen als ein Toppfoto mit juristischem Fallstrick.
Konkret interessiert mich beim Thema Fotos, wo die Grenzen zwischen Pressefreiheit einerseits und Bildrechte andererseits sind.
Oder Wikipedia: Einmal habe ich ein Foto redaktionell verwendet, dass unter freier Lizenz bei Wikipedia eingestellt was. Ein halbes Jahr später war das Foto nicht mehr in Wikipedia. OK, erst mal Finger weg von Wikipedia-Fotos, aber wie sieht das rechtlich tatsächlich aus?

Beste Grüße Gerhard

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Gerhard,
dein Wikipedia-Beispiel ist in der Tat eine sehr interessante Fragestellung! Ich schau mal, ob ich dazu eine entsprechende Antwort recherchieren kann. Zu deinem Vergleich mit Printmedien: Du könntest den Urheberrechtsvermerk AUF das Bild setzen anstatt daneben, um sicherzustellen, dass er auch bei weiterer Verbreitung stets vorhanden ist. Allerdings müsste man hier wieder klären, inwieweit das dann eine Veränderung des Bildes darstellt...

Ich selbst löse das Problem auch lieber mit eigenen Kreationen, anstatt mich dauerhaft auf Glatteis zu bewegen.

Spannende Diskussion, danke dir!

Beste Grüße,
Robert

Kommentator

Kommentar von Simone

Hallo Robert,
ich denke das Thema Social Media & Recht sollte jeden interessieren, der im Netz für Kunden oder die eigenen Präsenzen aktiv ist. Auch bei mir ist es das Thema der Bildrechte, über das man sich nie genug informieren kann. Bei meinem Blog greife ich auf eigenes Bildmaterial oder Bild & Quelle zurück. Bei einem Kunden habe ich gerade die Schwierigkeit, dass sich das Thema sehr mit verganenen Zeiten beschäftigt und gerade auf Facebook das dazugehörige Bildmaterial für hohe Reichweiten sorgt...
Viele Grüße Simone

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Simone,
schön, dass ich deine Meinung auch höre und willkommen hier im Blog! Was genau meinst du denn mit "Thema aus vergangenen Zeiten", da kann ich mir nichts oder sehr viel drunter vorstellen ;-)

Viele Grüße,
Robert

Kommentator

Kommentar von Helén

Hallo Robert,

sicherlich sind Lizenzen für Bildmaterial ein großes Thema - überall und das ist auch richtig so. In der Vergangenheit habe ich auch schon Firmen erlebt, die Bilder wild drauflos kopiert und für sich verwendet haben.

Aktuell beschäftigen mich und meine Kollegen vier Themen:

1) Es kommt bereits wiederholt vor, dass Kollegen Bilder hervorkramen und verwenden, für die wir die Rechte längst nicht mehr besitzen. Hier heißt es v. a. die Kollegen auf die Konsequenzen hinzuweisen.

2) Markenschutzzeichen bzw. -verweise für Screenshots in einem erklärenden Video.

3) Einholen der Einverständniserklärung für Nennung und Referenzen von Geschäftspartnern

4) Einverständniserklärung einholen für Mailings, Newsletterversand etc.

Das war es erstmal - reicht ja aber auch, denn ich finde mich gerade erst in diese Themen ein.

Viele Grüße

Helén

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Helén,
der erste Schritt ist doch immer die Gefahrenquellen zu identifizieren und sich entsprechend darauf vorzubereiten. Ich finde es klasse, dass du deine Herausforderungen hier schilderst, da ist einiges Neues dabei, danke! Beim Thema Newsletterversand sehe ich auch hin und wieder Unternehmen, die da etwas "lockerer" sind, dabei ist gerade der private Bereich ein sehr delikater...

Allerdings geht das schon fast aus dem Social Media Bereich raus, in diesem Buch zumindest wirst du leider nur wenige Antworten finden. Da empfehle ich dir lieber das Buch von Thomas Schwenke, darin enthalten sind einige Seiten zur Verwendung von Logos und Testimonials. Und, für dich vielleicht auch interessant, ein Kapitel zum Thema "Haftung für Mitarbeiter" ;-)

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