05.01.2012 von Kommentar schreiben

Twitter Guide für Unternehmen

Twitter

Auf Facebook ist jeder (wenn auch nicht jeder erfolgreich), doch das enorme Potential des Microblogging-Diensts Twitter lassen viele Unternehmen unberücksichtigt. Wieso? Wahrscheinlich weil sie es nicht auf Anhieb verstehen, die Chancen nicht sehen und es von der Konkurrenz oder dem Markt her nicht kennen.

Doch nur weil die Konkurrenz nicht twittert ist das kein Grund es selbst auch nicht zu tun, denn Interessenten und potentielle Kunden tummeln sich auch dort. Wie das geht soll euch der folgende Leitfaden zeigen…

Twitter hat über 100 Mio. aktive Nutzer und ist damit nach Facebook eines der größten Plattformen des Social Web. Da sich Unternehmen bisher schwer tun, dem Thema Microblogging etwas abzugewinnen möchte ich euch im Folgenden eine Art Start-Guide vorstellen, der auf dem englischen Original von Leonard Widrich (Gründer von BufferApp.com) basiert. In fünf Schritten können Unternehmen das Twitter-Universum erschließen und es für ihre eigenen Zwecke nutzen.

  1. Andere promoten
    Einen Anfang bildet das Erkennen von sogenannten „Influencern“, also Personen, die über die für das Unternehmen relevante Themen schreiben. Dazu zählen nicht nur die großen Haie, sondern auch Privatpersonen, Agenturen oder Blogger. Es macht zu Beginn Sinn, ihnen zu folgen und ihre Nachrichten zu promoten, also zu „retweeten“, darauf zu antworten oder zu diskutieren.  Dadurch steigt die eigene Sichtbarkeit und es ergeben sich die ersten Kontakte.
     
  2. An Twitter-Chats teilnehmen
    Chats bieten den Vorteil der direkten Kommunikation. Relevante Themen können diskutiert werden und es entsteht ein Mehrwert für beide Seiten. Außerdem werden auf diese Weise neue Kontakt geknüpft. Hier findet ihr eine Übersicht über 200 solcher Chats.
     
  3. Qualität und Persönlichkeit
    Wie auf anderen Plattformen auch ist die Qualität und die Authentizität des veröffentlichten Contents auch auf Twitter entscheidend.
     
  4. Interaktionsmöglichkeiten nutzen
    Um die Aufmerksamkeit anderer zu steigern kann es hilfreich sein, jede Möglichkeit der Interaktion wahrzunehmen. Sei es ein Danke-Tweet für eine Erwähnung, die Kontaktaufnahme mit jemandem der einen Beitrag vom Firmenblog getwittert hat oder einfach nur die Teilnahme an interessanten Diskussionen.
     
  5. Tools für mehr Effizienz
    Gewisse Prozesse lassen sich sehr leicht mit Tools automatisieren, bspw. das zeitlich abgestimmte Twittern von Beiträgen. Die goldene Regel bleibt jedoch auch hier, es nicht zu übertreiben, denn dann verliert man an Authentizität. Zusätzlich sollte man seine Effektivität mittels Monitoring-Tools kontrollieren.


Befolgt man diese fünf Schritte sollte der Einstieg in Twitter leichter von der Hand gehen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch ein paar Dinge, die man unbedingt beachten sollte:

  • Twitter-Account gut pflegen (Hintergrundbild gestalten)
  • Keine direkten Verkaufsversuche vor der ersten Kontaktaufnahme
  • Follower/Following-Verhältnis ausgleichen (wer viel mehr folgt als ihm folgen erweckt den Eindruck eines Sammlers, der nur auf Zahlen, sprich Re-Follows, aus ist)
  • Automatische Tweets vermeiden (handgeschriebene, automatisierte sind dagegen kein Problem!)
  • Ausgeglichener Twitter-Stream (in etwa 30% @Antworten, 30% Retweets und 40% eigene, interessante Beiträge, am besten mit weiterführendem Link)
  • Keine Tweets mehrfach posten
  • Automatische „Danke fürs Folgen“-Nachrichten o.Ä.
  • Tweets über den Tag verteilen (Tools zur zeitlichen Planung nutzen)


Grundsätzlich geht es auf Twitter vor allem darum, interessante Beiträge zu posten und mit dem eigenen Stream ein Mehrwert für andere zu erstellen. Es geht im Social Media einfach nicht um das „ich“, sondern um das „du“ und den Vorteil für andere. Wer sich diese Tipps zu Herzen nimmt sollte relativ schnell einen Fortschritt machen können.


Weiterführende Links: Twitter Starter Guide auf HubSpot 

Gefällt dir was du liest?

Melde dich für meinen Newsletter an und erhalte alle neuen Beiträge per Mail. Dazu schenke ich dir mein E-Book zu Content Design plus ein ganzes Kapitel aus meinem Buch Blog Boosting mit knapp 100 Seiten!

Kommentare

Schreibe deinen Kommentar

Du willst deinen Text formatieren oder einen Link platzieren? Kein Problem, du findest eine Anleitung hierzu in den Kommentarrichtlinien.