03.12.2012 von Kommentar schreiben

Warum negative Kritik so wichtig ist und wie Du richtig damit umgehst (Gastbeitrag)

Gastbeitrag von Jonathan Torke

Negative Kommentare und negatives Feedback – Du hast es beim Bloggen sicherlich schon erhalten. Und ja, es ist nicht gerade ein tolles Gefühl. Wenn Leute etwas Positives über Deinen Blog schreiben und Deine Artikel im Web häufig verbreitet werden, gibt es Dir sicherlich das Gefühl, einen guten Job zu machen, nicht wahr?

In Wirklichkeit gibt es jedoch auch immer diejenigen, denen etwas nicht gefällt was Du nach außen trägst. Oft musst Du Dich in Gesprächen zu etwas äußern, dass Du auf eine bestimmte Weise geschrieben hast und warum Du es getan hast. Mehr oder weniger mit kaum Erfolg auf Einsicht seitens der Kritiker. Und die Wahrheit ist, dass Dein begründeter Standpunkt unverstanden bleibt - die Kritiker bleiben. Heute möchte ich Dir helfen zu verstehen, wie Du mit negativer Kritik umgehen und auf sie reagieren kannst.


Negative Kritik

Geht es nur um erfreute Leser?

Etwas, das ich in den letzten beiden Jahren beim Bloggen gelernt habe ist, dass, obwohl einige von Deinen Fans und Followern eine Menge von dem, was Du veröffentlichst, teilen könnten, es jedoch keinen Weg gibt, diese Leute dazu zu bewegen, alles zu liken und zu retweeten, was Du auf Deinem Blog veröffentlichst oder über Social Media mit ihnen teilst. Was meine ich damit?

Denke dabei mal an Dich selbst – liest Du alle Artikel aus den Blogs, die Du abonniert hast? Wahrscheinlich nicht. Ein Artikel könnte noch so gut geschrieben sein und nur die nützlichsten Infos bereithalten. Aber er ist einfach nicht das, wonach Du an diesem bestimmten Tag suchst. Oder Deine momentane niedergeschlagene Stimmung vermeidet, die Idee des Autors offenherzig zu erfassen. Viele Faktoren spielen also eine Rolle, ob Du einen Artikel bei Deinen Abonnenten liest oder retweetest. Deine Ideen erreichen definitiv nicht immer erfreute Leser.

 

Angenommen, Du hast gestern einen Artikel veröffentlicht. Die Zähler Deiner eingebundenen Teilen-Buttons machen sich in Deinem neuen Artikel ganz gut. Ein dutzend Likes, 30 Retweets und ein paar Plusses. Und dann erfährst Du über Twitter, dass jemand jeden einzelnen Deiner Punkte in Deinem aktuellen Blogartikel schlecht kritisiert. Was wäre in solch einem Fall wichtiger – die hunderte von Besuchern, die Deinen Blogartikel gelesen und retweetet haben oder dieser eine negative Kommentar zu Deinem Artikel? Nun, eigentlich beides, oder? Gehen wir weiter zum nächsten Punkt...

 

Warum Du mit Kritik umgehen solltest

Ja, es könnte sich nur um diesen einen negativ geäußerten Kommentar handeln, der noch so unbedeutend scheinen mag. Und dennoch solltest Du diese Kritik sehr ernst nehmen und darauf antworten, wenn Du hinter dem stehst, was Du geschrieben hast. Damit meine ich nicht, eine gehörige Trotzantwort zu formulieren. Worauf es ankommt ist, den Standpunkt anderer Leute zu akzeptieren und zu lernen, damit zu glücklich zu leben.

Was Du in einer solchen Situation also tun kannst ist, mit Deinen Argumenten in das Gespräch zu gehen. Es geht dabei nicht darum, sich zu einigen. Wenn jemandem etwas nicht gefällt, wird es sehr schwer werden, diese Meinung zu ändern. Es geht vielmehr darum zu verdeutlichen, dass Dir sehr viel an Deinem Standpunkt liegt.

Sei Dir Deinen Idealen und Zielen in Beziehung zu einem Anderen in jedem Augenblick absolut bewusst. Oder anders gesagt: sei Dir selbst gegenüber bewusst, was du in jedem Augenblick denkst, fühlst und sagst. Sei Selbstbewusst.

Ich sehe negative Kritik als Möglichkeit, mich an meinen Standpunkt zu erinnern, den ich durch meine Antwort ganz bewusst nach außen trage. Das wiederholte Demonstrieren bereits getroffener Entscheidungen ist quasi Teil einer jeden Erfolgsstrategie. Je bewusster Du Dir also in Bezug zu Deinen Zielen bist, desto dichter wird die Energie, die Du auf Dein Ziel richtest.

 

Was sagen Deine Analyseauswertungen?

Jetzt ist es Zeit, einen Blick auf Deine Analysedaten zu werfen. Retweets und Likes sind eben nur ein Teil der Geschichte. Und sie garantieren alleine keinen Besucheransturm. Nun melde Dich z.B. in Deinem Google-Analytics-Account ein und und richte Deinen Fokus auf die Klicks. Schaue Dir die Zahlen der kritisierten Artikel genauer an. Sind Sie überdurchschnittlich hoch oder niedrig für Deinen Blog?

Analyse-Auswertungen können sehr aufschlussreiche Traffic-Daten für Deine Artikel aufzeigen, auf deren Basis Du entscheiden kannst, ob negative Kritik tatsächlich gerechtfertigt ist. Trolle sind immer da. Aber Du solltest Dir bewusst sein, dass einige von ihnen Dich darauf hinweisen könnten, ob Du mit Deinem Blog auf den richtigen Weg bist.

Am Ende solltest Du im Hinterkopf behalten, dass frische Artikel für den Anstieg Deiner Besucherzahlen mitverantwortlich sind. Solange Du bemüht bist, gute Qualität zu erzeugen, werden Deine Besucherzahlen stabil sein, hingegen weniger Besucher als üblich ein gutes Zeichen dafür sind, dass etwas auf Deinem Blog nicht stimmt. Und dennoch geht es beim Bloggen nicht nur allein um das Schreiben von frischen Artikeln. Andere Marketing-Elemente spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um langfristig Erfolg mit Deinem Blog zu erzielen.

 

Schluss

Was ich sagen will ist, dass es keine Möglichkeit gibt, schlechte Kritik loszuwerden. Selbst mit den besten Inhalten und die beste Social Media Strategie wirst Du sie nicht los. Bloggen und Kritik gehen nebeneinander und man sollte versuchen daraus zu lernen. Selbstverständlich erfreue ich mich über positives Feedback mehr, als über negatives. Man könnte dazu neigen, positiver Kritik mehr Glauben zu schenken. Und alles was im schlechten Licht dargestellt werden würde, sei falsch. Aber so funktioniert es nicht. Wenn ich nur das Licht akzeptiere, würde ich erblinden und könnte die Wirklichkeit nicht mehr sehen.

 

Wie gehst Du mit negativen Kommentaren um? Empfindest Du negative Kritik hilfreich?

 

Foto: Gerd Altmann/dezignus.com / pixelio.de

Über den Autor

Jonathan Torke

Jonathan Torke ist Webentwickler, sportbegeistert, naturverbunden und fasziniert von Fotografie. Pixeltuner.de ist sein privates- und experimentelles Webprojekt. Hier veröffentlicht er Artikel über Fotografie, Webdesign und Webentwicklungen. Über Twitter teilt er täglich interessante Links zu diesen Themen und weiteren. Du findest ihn auch bei Google+ und Facebook.

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