15.02.2012 von Kommentar schreiben

(Web) Usability – Worauf Du bei der Gestaltung von benutzerfreundlichen Webseiten achten solltest

Du hast bestimmt Lieblingsseiten im Internet, aber weißt du auch wieso es diese speziellen sind? Wahrscheinlich weil sie dir relevante Informationen in einer benutzerfreundlichen Art und Weise ohne lange Ladezeiten und mühevolles Suchen bieten, weil sie gut strukturiert sind und du dich problemlos orientieren kannst. Richtig?

Das Zauberwort lautet hier User Experience. Besucher sollen „bedient“ werden und nicht wie in einem Fast Food Restaurant nach langem Anstehen und der Qual der Wahl nur ein „To Go“ bestellen, sondern dazu eingeladen werden, länger auf der Webseite zu verweilen. Denk an ein Candle Light Dinner mit romantischer Musik, dem dimmen Licht der Kerzen und aromatischem Geruch leckerer Speisen. Wer würde da schon aufstehen und gehen…

Wer direkt findet was er sucht, bleibt länger auf einer Webseite.  Ist diese dann auch intuitiv zu bedienen und bietet noch mehr als nur das Gesuchte, dann steigen die Chancen noch weiter, dass der Besucher länger verweilt. Es gibt einige recht einfache Grundsätze, wie bspw. die folgenden zehn, die dazu beitragen, die Zeit von Besuchern auf deiner Webseite zu erhöhen:

  1. Denke im Sinne deiner Besucher
    Stichwort: Barrierefreiheit (Accessibility) – denke daran, dass nicht alle Besucher gleich sind und bspw. diverse technische Voraussetzungen oder Erfahrungen mit sich bringen. Eine barrierefreie Webseite ermöglicht jeder Besuchergruppe den Zugang zu deinen Inhalten.
  2. Logische Seitenstruktur und Orientierung
    Achte auf eine logische Seitenstruktur, innerhalb welcher sich Benutzer leicht orientieren können und wichtige Keywords wiederfinden (am Beispiel meines Blogs wären das Keywords wie „Startseite“, „Portfolio“, „Kontakt“ etc.). Durch eine einheitliche, übergreifende Navigation erfasst ein Besucher den Kern der Webseite und findet alle interessanten Informationen. Hierzu zählen auch die farbige Kennzeichnung von Links, die Hervorhebung der aktuellen Seite (in meinem Beispiel durch das ▼ gekennzeichnet) und auch die Verlinkung des Logos mit der Startseite.
  3. Inhalte optimal präsentieren
    Bei Texten gilt: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Halte deine Inhalte stets aktuell und achte darauf, dass die Vorteile deines Angebots immer hervorgehoben sind. Vergiss auch nicht, deine Webseite in anderen Browser und auf mobilen Endgeräten zu testen (Stichwort: Media Queries und Responsive Webdesign).
  4. Überreizung vermeiden
    Die Atmosphäre der Webseite trägt zum Wohlbefinden der Besucher bei. Verwende dezente Farben, nutze sie einheitlich und berücksichtige bekannte Wahrnehmungsgesetze.
  5. Beine Besucher sollen nicht gestört werden
    Vermeide nervige Pop-Up-Elemente, starte Videos nicht direkt beim Laden und verzichte auf krasse Farbkombinationen und Elemente die ihre Position ändern.
  6. Lasse deine Benutzer nicht warten
    Lange Ladezeiten sind das Aus von Webseiten. Besucher warten kaum noch auf lange ladende Inhalte, sondern gehen. Bei multimedialen Inhalten empfiehlt es sich daher, Ladezeiten und ggf. die zu ladende Dateigröße anzugeben um den Besucher auf die Wartezeit vorzubereiten.
  7. Keine aufdringlichen Fragen an Besucher
    Verlange nur die notwendigsten Informationen deiner Besucher (bspw. zum Schreiben von Kommentaren) und strukturier Formulare in einer logischen Form. Stelle sicher, dass sich diese auch nur anhand der Tastatur ausfüllen lassen (unter Verwendung der Tab-Taste zum Springen).
  8. Kommuniziere mit deinen Lesern
    Reagiere auf Kommentare, zeig dem Besucher was passiert wenn er auf einen Link oder Button klickt (Stichwort: „title“-Tag und „alt“-Tag) und hilf ihm bei Problemen (bspw. durch Fehlermeldungen in Formularen oder 404-Fehlerseiten).
  9. Vertrauen schaffen
    Zeig dich hilfsbereit und biete deinen Lesern eine unkomplizierte Möglichkeit Kontakt mit dir aufzunehmen. Es hilft auch, eine Webseite nicht anonym zu betreiben, sondern sich als Autor vorzustellen und „ein Gesicht“ zu zeigen.
  10. Immer und immer wieder…
    Integrierte Bookmarking-Optionen, Newsletter oder RSS-Feeds vereinfachen Besuchern die Rückkehr zur Webseite. Halte sie immer auf dem Laufenden und biete ihnen die Möglichkeit zur Weiterempfehlung deiner Inhalte (Stichwort: Social Sharing mittels Social Media Plugins wie dem „Gefällt mir“- oder „+1“-Button).


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