24.11.2014 von Kommentare: 5

Online Videos: So profitierst du von einer der effektivsten digitalen Marketing Strategien

Effektives Video-Marketing

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Julia Carevic.

 

Wann saßt du das letzte Mal am Computer und hast ein dir ein Video angeschaut? 

Bei mir war es heute, während ich frühstückte, der Fall. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich zwar einen Fernseher besitze, dieser aber seit ungefähr einem Jahr ziemlich selten zum Einsatz kommt. Das liegt zum einen daran, dass das Angebot im Fernsehen immer schlechter wird und zum anderen eben daran, dass die Videos im Internet immer weiter an Qualität gewinnen.

Außerdem kann ich hier natürlich genau das anschauen, worauf ich gerade Lust habe und muss nicht ewig durch das Programm zappen.

Und genau das macht Online-Videos so interessant. Auch für unsere Marketingstrategie...

 

Warum du auf Video Marketing setzen solltest

Der Großteil der Webseitenbetreiber und Unternehmer hat das Potential von Online Videos mittlerweile auch erkannt und setzt zunehmend auf Video Marketing. Und das zu Recht, denn visueller Content kommt beim User einfach gut an.

Kein Wunder, denn wer will schon endlos lange Informationstexte lesen, die einen gähnend und gelangweilt zurücklassen?

Zugegeben, laut Statistik sind es sind immerhin noch 20%, was aber wohl auch daran liegt, dass ihnen bisher keine andere Möglichkeit blieb.

Tue dir und deinen Lesern doch den Gefallen und erspare dir einmal die Mühe lange zu texten und biete zur Abwechslung mal  ein Video an. Dabei muss es sich ja auch nicht gleich um ein 10-Minuten-Video handeln, denn schon der Informationsgehalt eines Videos mit einer Länge von nur einer Minute ist mit etwa 1,8 Millionen geschriebener Wörter zu vergleichen. Diese Informationen werden im Vergleich zum Text außerdem noch um 40% besser im Gedächtnis gespeichert. Klingt ziemlich gut, oder?

Außerdem schafft ein Video beim Kunden Vertrauen. Klingt erst mal wie eine kitschige Werbung, ist aber tatsächlich so. Das liegt ganz einfach daran, dass Kunden, die ein Produktvideo auf einer Webseite sehen, den Anbieter als vertrauensvoller einstufen. Die Mühe lohnt sich übrigens auch, denn 52% der Nutzer sind nach einem Video bereit das Produkt zu kaufen.

Klar, es hat nicht gleich jeder ein Produkt, das er verkaufen will, aber die Gründe  ein Video zu erstellen, sind unbegrenzt und es gibt eigentlich nichts, das sich nicht auch verfilmen lässt.

 

So erstellst du ein günstiges Erklär-Video

Nachdem ich Video Marketing so angepriesen habe, muss ich an dieser Stelle auch so ehrlich sein und eine schlechte Nachricht überbringen:  Die professionelle Produktion eines Videos für die eigene Homepage hat Ihren Preis und dieser übersteigt in den meisten Fällen das Budget vieler.

Aber natürlich habe ich auch eine gute Nachricht für alle, die trotzdem gerne ein Video einsetzen
würden, denn die Weiten des Internets halten auch Möglichkeiten für den kleinen Geldbeutel bereit. Dazu zählen Tools wie GoAnimate, PowToon und VideoScribe.

 

  1. Tooltipp: GoAnimate

    GoAnimate ist eine Software, die auch von der einen oder anderen Video-Agentur genutzt wird. Hier kann man zwischen unterschiedlichen, vorgefertigten Charakteren, Elementen und ganzen Szenebildern wählen, die nach den eigenen Wünschen zusammengefügt werden können. Außerdem werden verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für die Synchronisation von Ton und Bild bereitgestellt. GoAnimate ist leicht zu bedienen und ist für ein simples Video im Comic-Stil vollkommen ausreichend.

  2. Tooltipp: PowToon

    Die Plattform PowToon stellt ganz ähnliche Funktionen wie GoAnimate zur Verfügung. Auch hier kann man seinen eigenen Film im Comic-Stil innerhalb kürzester Zeit erstellen.

    Das Manko ist das Fehlen von professionellen Animationen und Szeneübergängen, aber die vielfältige Auswahl an Stilen gleicht auch das wieder aus. Die angebotenen Schablonen sind von einem ungeschulten Auge nicht als vorgefertigt erkennbar und setzt man letztendlich noch einen professionellen Sprecher ein, wird aus dem Video in Eigenregie ein wirklich gutes Ergebnis.

  3. Tooltipp: VideoScribe

    Mit dem Tool von VideoScribe lassen sich ausschließlich Videos im Whiteboard-Stil erstellen. Dieser gehört sowohl zu den bekanntesten als auch zu den beliebtesten animierten Video-Stilen. Da hier lediglich auf einem weißen Hintergrund gearbeitet wird, kann ein fertiges Video ohne Storytelling schnell langweilig werden. Deshalb ist es ratsam, vor Beginn ein Skript zu schreiben, mit dem gearbeitet werden kann. Das Video ist schon nach wenigen Stunden fertig und mit dem Einsatz eines professionellen Sprechers kann man auch hier das Endergebnis abrunden.

 

Ein Erklär-Video-Beispiel:

 

So setzt du dein Video ein

Sagen wir, du hast dich nun für ein Video entschieden und hältst das fertige Produkt in deinen virtuellen Händen. Und was jetzt?

Mach es bekannt, lass es andere Nutzer sehen, denn was bringt dir ein Video, wenn es niemand sieht?

Eben – nichts.

Der perfekte Ort für ein Video ist natürlich deine eigene Website oder dein Blog. Dort solltest du das Video so gut platzieren, sodass es  möglichst direkt von deinen Lesern wahrgenommen und angeklickt wird. So ein Video erhöht nämlich die Zeit, die Besucher auf deiner Seite verweilen, was wiederum – ja genau – zu einem besseren Ranking bei Google führen kann.

Zusätzlich solltest du dein Video auf verschiedenen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Google+ (und was es eben noch so gibt) posten, denn Videos haben die höchste Interaktionsrate, d.h., sie werden lieber geteilt, kommentiert und geliked als Bilder oder rein textliche Posts. Denke einmal daran, wie irre schnell sich virale Videos verbreiten und so innerhalb von kürzester Zeit bekannt werden.

Hast du einen Newsletter, den du an deine Leser verteilst? Hast du darin auch schon mal ein Video eingebunden? Wenn ja, dann hast du sicher gemerkt, dass die Mail gut angekommen ist, denn die Klickrate erhöht sich um 200 bis 300%. Wenn du es bisher noch nicht ausprobiert hast, solltest du es also unbedingt mal tun. So kannst du übrigens auch verhindern, dass der Newsletter direkt in den Papierkorb wandert, denn E-Mails, in deren Betreff das Wort „Video“ vorkommt, werden bis zu 13% häufiger geöffnet als andere.

 

Fazit

Zum Schluss möchte ich dir noch den wertvollsten Tipp mitgeben:

Achte bitte immer darauf, dass dein Video einen Mehrwert für deine Leser bietet!

Andernfalls kannst du damit nämlich das komplette Gegenteil bewirken und deine Leser ziehen genervt von Dannen. Denk also daran, dass nicht nur du, sondern auch dein Gegenüber einen Nutzen daraus ziehen soll.

Jetzt sollte deinem ersten Video eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Falls du dir aber doch noch nicht so sicher bist, was du genau möchtest, schaue dich doch einmal im Internet um und lasse dich von anderen Videos inspirieren!

 

 

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Über die Autorin

Julia CarevicJulia Carevic ist seit fünf Jahren Bloggerin aus Leidenschaft und ist 24/7 online. Hauptberuflich geht sie zurzeit ihrem Studium nach.

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Artur Weiss

Videos sind heute viel beliebter als z.B. Podcast und, wenn ein Video Mehrwert bietet dann wird es schneller verbreitet.

Wenn man nicht so oft solche Videos macht, würde ich lieber solche versuchen out-zu-sourcen. Ich denke das können andere Leute besser und vor allem schneller. Aber das macht jeder anders...

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Artur,  ich denke die Authentizität im Ergebnis ist entscheidend, wer die Produktion übernimmt erfährt der Leser/Betrachter sowieso nicht immer. Solang das Briefing und bestenfalls die Idee oder gar das St. Storyboard von dir stammten... ;-)

Kommentator

Kommentar von Linda

Super interessant!
Ich hab mir die Links gerade angesehen und mit Entzücken festgestellt, dass PowToon sogar komplett kostenlos ist :)
Die Bedienung scheint relativ leicht zu sein und die Vorlagen sind cool.

Da werde ich mich garantiert einmal ransetzen und ein eigenes Anleitungssvideo basteln :)

Viele Grüße
Linda

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hey Linda, dann sind wir schon 2! Mir graues nur noch ein wenig vor dem Zeitaufwand. Gib mir doch Bescheid wenn du dein erstes Video fertig hast, würde gern dein Feedback hören! 

Kommentator

Kommentar von Ronny

Wow, sehr coole Tools!
Ich schiele schon seit Längerem mit einem auf solche animierten Videos. Ich glaube, ich bin dank dieses Beitrages meinem eigenen Video einen Schritt nähergekommen :)

Danke für für deinen Input.

Grüße
Ronny

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hey Ronny, das klingt vielversprechend, sag bescheid wenn's was zu sehen gibt!

Kommentator

Kommentar von Julia

Hey Linda,

mich würde dein fertiges Video auch sehr interessieren!
Vielleicht kannst du danach ja auch etwas zur Handhabung von PowToon sagen :)

Kommentator

Kommentar von Michael Albertshauser

Robert hat mich gefragt, ob ich als aktiver Podcaster nicht STellung zu dem Thema Video vs. Podcast beziehen möchte. Es ist schwer zu einer derartigen Grundsatzfrage in einem Kommentar zu antworten, vielleicht sollten wir dazu mal einen Podcast machen, aber ich werde versuchen mich kurz zu fassen (Retrospektive: Es ist mir nicht geglückt!)

Grundsätzlich gebe ich Artur Weiss recht, wenn er sagt „Videos sind heute viel beliebter als z.B. Podcasts“. Wenn man Beliebtheit über die Anzahl der erreichten Personen definiert, dann ist die Aussage definitiv valide. Ein Video ist dadurch, dass es zwei Sinne anspricht, leichter zugänglich und spricht deshalb mehr Personen an. Dieser einfachere Zugang hat aber auch das Konsumverhalten geprägt: 30 Sekunden bis 2 Minuten gelten als ein Wert, den man nicht überschreiten sollte, um die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer nicht überstrapazieren.
Das Gegenteil ist bei Podcasts der Fall. Eine Folge unseres Podcasts dauert ca. eine Stunde und andere Vertreter nehmen sogar zwei Stunden oder mehr auf.

Podcasts und (YouTube) Videos teilen sich meiner Meinung nach dasselbe Schicksal, nur ist des einen Segen, des andern Fluch: Ein YouTube Video muss sich kurzfassen, kann dadurch nicht so detailliert auf Inhalte eingehen, wird dafür aber von mehr Personen wahrgenommen. Ein Podcast hat alle Zeit der Welt, sich intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen, wird dafür aber von deutlich weniger Personen konsumiert. Popularisiert gesagt: Qualität (Podcast) vs. Quantität (Video).

Und dieses Qualitäts- vs. Quantitätsargument würd ich auch auf die Beziehung zwischen YouTuber/Podcaster und Konsument übertragen: Podcaster haben in meinen Augen eine intimere, direktere Beziehung zu ihrem Publikum. Wer jede Woche eine Stunde oder mehr, ungestört, im Ohr der Zuhörerschaft ist, baut mit der Zeit ganz automatisch eine Bindung zu ihnen auf. Dagegen geben mir Videos das Gefühl für jeden den’s interessiert bestimmt zu sein und wirken dadurch eher oberflächlich.

Vor allem der letzte Punkt ist extrem subjektiv und es gibt aus beiden Lagern genug Beispiele, dass Podcaster enorme Reichweiten erzielen und dass YouTuber die treusten Fans der Welt haben können. Am Ende des Tages muss jeder entscheiden, was das richtige Medium für sich selbst, sein Publikum und die Erfüllung der Ziele ist. Und natürlich kann man Podcasts auch als Video-Podcast aufnehmen und damit sowohl optische als auch auditive Sinnesorgane bedienen. ;)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hey Mike, ich danke vielmals für deine Einschätzung. Deine Argumentation ergibt Sinn, doch jetzt wäre meine nächste Frage: Welches Medium eignet sich besser für welchen Marketingeinsatz und welches ist in dieser Hinsicht effektiver, sprich kostengünstiger in der Produktion bzw. wirkungsvoller?

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