02.11.2013 von Kommentare: 2

Wie Selbständige mit einem Blog Kunden gewinnen

Kunden gewinnen mit Blogs

Du hast beschlossen, dich und dein kleines Unternehmen mit einem Blog zu vermarkten.  Allerdings hast du absolut keine Vorstellung davon, was du wöchentlich berichten sollst? Und du hast Angst, deine Zeit zu verschwenden mit Artikeln, die außer dir und deiner Freundin niemand liest?

Wenn du mit deinem Blog Kunden gewinnen möchtest, und das möglichst nicht erst nach zwei Jahren harter Schreibarbeit, musst du Antworten auf Fragen liefern, die deine potenziellen Kunden stellen. Damit baust du nach und nach deinen Expertenstatus auf und deine Artikel werden in den Suchmaschinen gefunden.

 

Im dritten und letzten Teil der Serie beschäftigt sich Sandra Holze damit, wie Selbständige ihren Blog nutzen, um neue Kunden zu gewinnen. Eine entscheidende Rolle spielt neber der richtigen Zielgruppe auch die Themenrecherche.

Teil 1: 3 Social Media-Strategien für Selbständige mit wenig Zeit
Teil 2: Mit der 3-Tage-Technik in kurzer Zeit Blog-Artikel erstellen

 

Für wen schreibst du?

Bevor du dich an die Themenrecherche setzt, überlege dir genau, für wen du schreibst. Wenn dein Ziel ist, neue Kunden zu gewinnen, dann ist dein Leser logischerweise jemand, der potenzieller Kunde sein könnte. Nur wenn du für deine ideale Zielperson schreibst, wirst du mit deinem Blog auch Kunden gewinnen. Das erscheint so logisch, trotzdem machen das viele Leute falsch. Die schreiben lieber über Themen aus der Branche, verreißen das neueste Fachbuch von XY oder nutzen Fachwörter statt verständliche deutsche Begriffe. Wenn deine Kunden keine Branchenexperten sind, dann musst du für ein Laienpublikum schreiben.

 

Leser-Steckbrief

Mein Tipp für den Anfang: Erstelle den Steckbrief einer Person, die stellvertretend für all deine Kunden, also Blog-Leser, steht. In Marketing-Sprech wird das Persona genannt. Das funktioniert weitaus besser als die herkömmliche Methode, eine vage Zielgruppenbeschreibung zur Grundlage zu nehmen. Männlich, unter 50, in einer deutschen Großstadt lebend und mit einem mittleren Einkommen erzeugt kein klares Bild einer Person, weil hier eine Gruppe beschrieben wird.

Vielleicht hast du auch schon einen Kunden, der dein idealer Kunde ist, weil er besonders lukrativ oder pflegeleicht ist oder du die besten Ergebnisse für ihn erzielst? Dann nimm diese Person als Vorlage für deinen Steckbrief.


Beantworte im Steckbrief die folgenden Punkte:

  • Welches Problem löst mein Produkt oder deine Dienstleistung? Warum kaufen es Kunden und was verändert sich für sie nach der Nutzung?
  • Welche Ängste haben meine Kunden?
  • Welche Träume und Hoffnungen?
  • Demographische Angaben: Alter, Familienstand, Beruf, Bildung, Einkommen, Wohnort, Mediennutzung, genutzte Gadgets und Hobbys.


Damit deine Zielperson so lebendig wie möglich wird, füge dem Steckbrief ein Foto hinzu. Dann hänge ihn dir neben deinen Schreibtisch, bis du die Person verinnerlicht hast. Zur Einfachheit hier eine Vorlage für den Steckbrief.

 

So könnte der Steckbrief eines idealen Kunden für einen Buchhalter mit Fokus auf Selbstständigen aussehen:

Renate, 43 Jahre, selbständig mit einer Künstlerberatung, sehr gebildet, wohnt in Berlin Charlottenburg: Renate arbeitet 60 Stunden pro Woche und ist arg gestresst. Sie hat weder Zeit noch Lust, sich in Buchhaltungs- und Steuerthemen einzuarbeiten, weiß aber, dass es wichtig ist. Ihre Rechnungslegung wächst ihr oft über den Kopf. Sie ist kein Zahlenmensch und hasst es, sich mit Buchhaltungsfragen zu beschäftigen. Sie hat Angst, Fristen vom Finanzamt zu verpassen und die Konsequenzen tragen zu müssen. Sie hofft, unbeliebte Tätigkeiten, wie die Rechnungslegung abgeben zu können, damit sie mehr Zeit für schöne und fruchtbringende Aktivitäten gewinnt.

 

Themenrecherche: 3 Tipps für kundenfreundliche Themen

Jetzt erstellst du dir eine Liste mit Themen, mit denen du sicher auf Interesse bei potenziellen Kunden stößt. Wenn dir bei einem Thema Zweifel kommen, frage dich, ob sich deine “Renate”, also deine Zielperson, dafür interessieren würde.

1) Kundenfragen und -einwände

Notiere dir alle Fragen und Einwände, die du von deinen Kunden je gehört hast. Dann beantworte jede einzelne Frage oder jeden Einwand in einem Blogartikel. Das Tolle an Kundenfragen ist, dass sie dir genau verraten, was deine Zielgruppe hören will. Ein Trick, den ich von Derek Halpern übernommen habe, ist in der Bestätigungs-Email für meinen Newsletter zu fragen, wo der Schuh gerade drückt. So bekomme ich tolles Futter für neue Blog-Artikel.

Hier sind ein paar gute Quellen für Fragen, wenn du noch keine Kunden hast:

  • Frageportale wie Wer-weiss-was und Gute-Frage
  • Facebook-Seiten deiner Konkurrenz, Facebook-Gruppen
  • Xing-Gruppen 
  • Foren und Communities zu deinem Thema

 

2) Einblicke

Erlaube deinen Lesern einen Blick hinter deine Kulissen und zeige, wie du arbeitest. So vermittelst du Professionalität und gibst deinen Blog-Lesern die Chance, dich als Person kennen zu lernen. Warum das so wichtig ist? Deine Persönlichkeit ist dein Wettbewerbsvorteil, also solltest du sie nutzen! Einblicke in dein Arbeitsalltag sind authentisch und glaubwürdig und helfen dir dabei, Vertrauen bei deinen (zukünftigen) Kunden aufzubauen.

Hier ein paar Themenvorschläge:

  • Wie und wo arbeitest du? Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
  • Welche Software, Tools und Webseiten nutzt du und empfiehlst du?
  • Welche Fachbücher liest du?
  • Welche Konferenzen besuchst du?

 

3) Eigenwerbung

Natürlich darfst du im Blog auch über dein Angebot schreiben. Deine Leser interessieren sich schließlich für deine Dienstleistung oder dein Produkt. Der Punkt steht hier jedoch mit gutem Grund an letzter Stelle: Du willst in erster Linie hilfreiche Informationen und Tipps veröffentlichen. Werbung will im Blog niemand lesen. Deshalb sollte deine Eigenwerbung im Blog auch immer informativen Charakter haben.

Hier ein paar Anregungen:

  • Informiere über Aktionen, Angebote und neue Produkte.
  • Gib ausführliche Informationen und Beschreibungen zu deinen Produkten, z.B. Pflege-Tipps, Bedienungsanleitungen.
  • Vergleiche deine Produkte oder Angebot und beschreibe, welches Produkt für wen geeignet ist.
  • Lass deine Kunden über dein Produkt oder deine Dienstleistung sprechen. Das können Fotos, Interviews und Fallstudien sein.
  • Zeige in Vorher-Nachher-Berichten, was du für deine Kunden erreicht hast.
  • Zeige Fotos vom Einsatz deines Produkts im Alltag.

 

Deine nächsten Schritte

Wie du gesehen hast, brauchst du zuerst eine glasklare Vorstellung deines Lesers = idealen Kunden, bevor du mit der Themenrecherche beginnst. Erstelle also zuerst ein Zielgruppenprofil. Dann beginne mit Fragen und Einwänden und erstelle mindestens 10 Blog-Artikel mit Antworten. Dieser Punkt ist der wichtigste, wenn es darum geht, in Suchmaschinen gefunden zu werden.

 

Ich hoffe, dir hat meine Serie gefallen und dass ein paar hilfreiche Tipps und Anregungen für dich dabei waren und ich freue mich auf dein Feedback!

Sandra Holze

Über die Autorin

Sandra Holze zeigt Unternehmern, wie sie mit eigenem Blog neue Kunden gewinnen. Hier sind ihre Tipps, wie du deinen Blog in deinen besten Verkäufer verwandeln kannst: www.blogformel.de

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Sandra Holze

Mich interessiert dein Feedback! Welche Themen sind für deine Kunden interessant? Springen die eher auf Ratgeber-Artikel an oder auf deine persönlichen Alltagseinblicke? Hast du weitere Tipps für gute Blog-Themen? Sag es uns im Kommentar!

Kommentator

Kommentar von Robert Weller

Vielen Dank liebe Sandra für deine tolle Beitragsreihe. Ich hoffe der ein oder andere selbständige Leser kann etwas für sich mitnehmen und ich wünsche nicht nur dir viel Erfolg mit deiner neuen Blogformel, sondern auch allen anderen viel Erfolg beim Bloggen ;-)

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