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Warum sich Kommentare in Blogs für Blogger & Leser lohnen

Vorteile von Kommentaren in Blogs

Kennst du die Vorteile von Kommentaren?

Sowohl Blogger als auch Leser profitieren von Kommentaren.

Ich drücke mit einem Kommentar mein Interesse an einem Artikel sowie meinen Dank an den Autor aus, dass er sich eingehend mit einem Thema beschäftigt hat. Ich versuche dabei immer auf den Text einzugehen und meine eigenen Gedanken so formulieren, dass sie auch für den Autor und andere Leser nützlich sind.

Warum ich mir diese Mühe mache?

Weil es für mich ein Schritt in Richtung Beziehung ist. Eine Beziehung zum Autor, aber auch zur Leserschaft und letztendlich zur Community, die sich mit dem Thema beschäftigt. Kommentare sind gewinnbringend für alle Beteiligten und die Vorteile durchaus erstrebenswert.

 

Vorteile von Kommentaren für Blogger

  • Kritische Masse: Ich merke, dass meine Beiträge v.a. dann mehr Kommentare erhalten, wenn bereits ein paar vorhanden sind. Sind Diskussionen attraktiver? Oder wollen Kommentatoren einfach nicht die ersten und vielleicht einzigen sein? Je mehr Kommentare ein Blog hat, desto interessanter wirkt er anscheinend für neue Leser, deren Zahl (zumindest dem Anschein nach bei mir) positiv mit der Anzahl an Kommentaren korreliert.

  • Insights über die Leser: Wir sind als Blogger meistens unsere eigenen Webmaster und beschäftigen uns auch mit Optimierungsmöglichkeiten für den Blog. Wenn wir durch Kommentare unsere Leser persönlich kennenlernen, erhalten wir nicht nur demografische Einblicke, sondern erkennen auch anhand der Kommentare selbst die Bedürfnisse der Leser und können auf sie eingehen (Stichwort: Content-Ideen). Aus dem Monolog wird ein Dialog.

  • Neue Besucher: Da wir nun die Sichtweisen und Probleme unserer Leser kennen und darauf eingehen, finden vielleicht auch neue Leser auf unseren Blog, da sie genau dieselben Probleme haben. Es entsteht mit der Zeit ein Kreislauf aus Fragen und Antworten, ein System, indem wir Blogger uns als Experten etablieren. Die „Marke“ wächst, wir werden bekannter.

  • Kritik: Als Blogger wollen wir Rückmeldung zu unserer Arbeit, richtig? Die kriegen wir oft in Form von Likes oder Shares, aber so richtig aussagekräftig ist das nicht. Was hat den Lesern gut gefallen, was nicht? WARUM haben sie den Artikel geteilt? Was wir wollen, sind doch Details und Einzelheiten. Über Kommentare wird es mit Sicherheit nicht immer nur positive Kritik geben aber das ist nicht weiter schlimm, denn auch in negativem Feedback steckt oft ein Fünkchen Wahrheit. Ein Vorteil: wir können Rückfragen stellen und Unklarheiten beseitigen.

    Aufpassen müssen wir nur bei Trollen, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt (ein paar Tipps im Umgang mit Trollen findest du hier).

 

Vorteile für Kommentatoren

  • Der Dank des Autors: Blogger schreiben vor allem für ihre Leser und sind sehr dankbar für Ergänzungen, Anregungen, Feedback oder einfach nur eine andere Meinung.

    Ich selbst wurde außerdem aufgrund meiner Kommentare bereits zu Gastbeiträgen eingeladen und habe sogar schon ein Buch des Autors geschenkt bekommen (bzw. Autorin in diesem Fall, danke Meike!).

  • Aufmerksamkeit: Nicht jeder ist sich dieser Tatsache bewusst, aber wer in hoch frequentierten Blogs in Diskussionen einsteigt und regelmäßig sinnvolle Beiträge schreibt, brennt sich ins Gedächtnis anderer Leser. Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass der ein oder andere von ihnen sich genauer informieren will und auf deine Webseite schaut.

  • Backlinks: Mindestens einen Backlink erhältst du i.d.R. über den Namen (manchmal sind hier sogar Keywords als Ankertexte erlaubt), einen zweiten möglicherweise innerhalb des Kommentars. Ich persönlich habe nichts gegen sinnvolle Ergänzungen in den Kommentaren, sehe Kommentare die nur auf Backlinks abzielen aber wirklich ungern (klare Kommentarrichtlinien sind hier hilfreich).

  • Noch mehr Backlinks: Jüngst gibt es hier bei toushenne die „neusten Kommentare“ in der Sidebar, wo wieder der Name des Autors auf seine Webseite verlinkt. Das Besondere dabei: wir reden hier nicht über einen Link auf einer Artikelseite, sondern einer (temporären) seitenweiten Verlinkung. Wer oft kommentiert bleibt sichtbar.

 

Wichtig für mich ist jedoch nicht das „Prinzip Leistung und Gegenleistung“, sondern eher das „Prinzip Kostenlos“, denn wie sagt Kerstin Hoffmann so schön in ihrem Buch:

„Du kannst alles verschenken, was Du weißt – wenn Du das verkaufst, was Du kannst!“


Ich finde, man muss nicht immer für alles eine direkte Gegenleistung bekommen, sondern  kann (und soll) auch gerne mal seine Meinung frei äußern und einen qualifizierten Rat „verschenken“. Und wer weiß, vielleicht erinnern sich die Bloggern bei ihrem nächsten Beitrag an dich und deinen Kommentar und erwähnen oder verlinken dich sogar?

Ich finde, ein Kommentar ist ein erster Schritt in Richtung Beziehung und Beziehung sind schließlich das, was wir über Social Media anstreben, oder nicht?

 

Wie ist deine Meinung? Warum kommentierst du Blogs? Was glaubst du, was allgemein die größte Motivation dazu ist?

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