28.10.2013 von Kommentare: 5

Wie du mit der 3-Tage-Technik in kurzer Zeit Blogartikel erstellst

Blog-Artikel schreiben mit der 3-Tage-Technik

Die meisten Bloganfänger scheitern am Bloggen, weil sie nicht wissen, wie sie regelmäßig gute Texte schreiben sollen. Viele Leute meinen auch, sie sind keine guten Schreiber und gehen das Thema Blog deshalb gar nicht erst an. Wenn du auch dazu gehörst, lies weiter. Denn gutes Schreiben ist nur eine Frage der Technik und kann gelernt werden.

Vielleicht kennst du dieses Szenario: Du willst einen Text schreiben, tippst los, korrigierst, bist nicht zufrieden, löschst noch mal. Wenn du das dreimal getan hast, ist deine Motivation im Keller und aus dem Text wird nichts mehr.

Keine Angst vor dem weißen Blatt!

Damit die Angst vor dem weißen Blatt gar nicht erst aufkommt, empfehle ich eine Technik aus dem kreativen Schreiben: das freie Schreiben. Hierbei stellt man sich einen Timer und muss für die gesetzte Zeit schreiben ohne abzusetzen. Wenn einem nichts mehr einfällt, schreibt man “mir fällt nichts ein” bis der nächste Gedanke kommt. Es darf weder korrigiert noch gelöscht werden.

Im ersten Teil der Serie zeigt Sandra 3 Social Media-Strategien für Selbständige mit wenig Zeit.

Die 3-Tage-Technik

Besonders gut lässt sich das freie Schreiben zum Erstellen von Blog-Artikeln anwenden. Die 3-Tage-Technik macht sich diese zu nutze. Wie der Name schon sagt, erstellst du innerhalb von 3 Tagen einen fundierten und gut geschriebenen Blogartikel. Dabei wirst du weder unter Schreibblockaden noch Stress leiden.

 

Tag 1: Recherchieren

Suche Informationen zum Thema deines Artikels und eigne dir möglichst viel Wissen hierzu an. Je nach Komplexität wirst du zwischen 30 Minuten und zwei Stunden für deine Recherche brauchen. Es hilft, sich Stichpunkte zu machen oder Passagen aus Texten zu kopieren, um sie später wieder zu finden. Ich nutze für diesen Teil der Arbeit die Notiz-App Evernote, aber auch Google Keep oder ein Document eignen sich hierfür ganz gut.

 

Tag 2: Schreiben

Jetzt kommt die kreative Schreibtechnik zum Einsatz. Nachdem du gestern jede Menge Informationen aufgesogen hast, schreibst du heute alles zum Thema nieder, was du wichtig findest, was deine Meinung ausdrückt oder was du deinen Lesern vermitteln möchtest. Stell dir eine Eieruhr, das Handy oder den E.gg.timer auf 10 Minuten und schreibe einfach los. Die Backspace und Entfernen-Tasten sind tabu. Sollte dein Text länger werden, kannst du noch mal 10 Minuten dran hängen. Übrigens ist in der Schreibzeit auch das Internet tabu. Es geht darum, deine Gedanken und dein Wissen zu “Papier” zu bringen.

 

Herzlichen Glückwunsch. Jetzt hast du den Mammutteil schon erledigt. Jetzt kommt der spaßige Teil.

 

Sortiere deine Argumente und bringe deinen Text in eine logische Form. Die einfachste Struktur hierfür ist:

  • Einleitung mit Problembeschreibung
  • Hauptteil mit mehreren Punkten (z.B. 3 Tipps, 5 Strategien, Pro und Kontra)
  • Schluss - Zusammenfassung deiner Argumente, Fazit und eventuell nächste Schritte für deinen Leser

 

Hier findest du eine erprobte Struktur für Blogtexte.

 

Tag 3: Feinarbeit

Heute polierst du deinen Text und stellst ihn ein. Ich rate dir davon ab, schon am Tag des Schreibens deinen Artikel fertig zu machen und zu veröffentlichen. Es hilft immens eine Nacht über den Text zu schlafen und mit frischen Augen drauf zu schauen. Dann hast du mehr Abstand und bist eher gewillt, Passagen zu ändern oder streichen.

  • Prüfe deinen Text mit kritischen Augen auf Verständnis und logische Argumentation und kürze alles, was nicht zum Verständnis beiträgt.
  • Prüfe deine Grammatik und Rechtschreibung.
  • Überlege dir eine packende Überschrift und beschreibende Unterüberschriften für einzelne Absätze.
  • Verlinke deine Quellen und Zitate.
  • Finde ein aussagekräftiges Foto und vergiss nicht, die Quelle anzugeben, solltest du es z.B. auf Flickr gefunden haben.
  • Kontrolliere, ob du dein Keyword ausreichend oft im Text erwähnt hast: im Permalink, in der Überschrift, einmal in einer Unterüberschrift, mindestens einmal im Text.

 

Halte durch, wenn du am Anfang etwas länger brauchst als angegeben. Wichtig ist, dass du auf keinen Fall das freie Schreiben überspringst. Mit der Zeit wirst du deinen Schreibmuskel trainieren und dir wird das Texte verfassen immer leichter fallen.

 

Ich schreibe Blog-Artikel jetzt nach der 3-Tage-Technik!

Weitere Tipps zur Planung und Strukturierung deiner Blogartikel findest du in meinem jüngsten Artikel zum Thema: Die perfekte Blogartikel-Struktur und warum Schreiben mit System so wichtig ist.

Pamela Wilson hat bei Copyblogger ein ähnliches Konzept vorgestellt, hängt in ihrer Ausführung aber noch einen Tag hinten dran, um das Geschriebene „zu digitalisieren“, sprich ins Content Management System der Webseite einzupflegen. Danach gönnt sie sich einen freien Tag, bzw. nutzt die Freizeit, um ihren neuen Content zu promoten:

 

 

Sandra Holze

Über die Autorin

Sandra Holze zeigt Unternehmern und Selbständigen auf www.likesmedia.de und in ihren Online-Kursen, wie sie mit eigenem Blog, Facebook und Twitter neue Kunden gewinnen.
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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Frank Katzer

interessanter ansatz zum blog-artikelschreiben - die vorgehensweise entzerrt den vorgang sehr schön.
gerade das "über den text schlafen" hat sich bei mir schon sehr positiv bemerkbar gemacht...

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Ja, seh ich genauso. Deswegen versuche ich auch immer meine Artikel frühzeitig zu schreiben und dann ruhen zu lassen bevor sie online gehen. Bisher klappts anscheinend ganz gut ;-)

Woran machst du den Erfolg denn bei dir fest? Mehr Reaktionen?

Kommentator

Kommentar von Sandra Holze

Hi Frank,

schlafen kann so viel bewirken :-) Im Ernst, mir fallen am nächsten Tag oft noch gute Ideen ein, die ich dann ergänze.

Gruß
Sandra

Kommentator

Kommentar von Dorothea Horst

Hi, ja ein guter Text, danke.
Vor allem der dritte Teil wird oft unterschätzt, da man sich in der Aufregung und vom Mitteilungsdrang mitreissen lässt.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Oh ja, ich weiß was du meinst ;-) Mit ein Grund warum ich meine Beiträge immer mindestens einen Tag im Voraus zur Veröffentlichung vorbereite, da fallen mir am Stichtag doch hin und wieder kleine Details auf...

Danke für deinen Kommentar, Dorothea, schön dich hier zu haben!

Kommentator

Kommentar von Anna Franzen

Hallo Sandra,

Da hast du einen spitzen Artikel verfasst. Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren. Ist das auch was für Hobbyblogger, die versuchen sich nach der Arbeit noch einmal an den PC oder Laptop zu setzen?

VG
Anna

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Anna,
sorry wenn ich dazwischengrätsche: ich blogge auch "nur nebenher" (ich habe einen Vollzeitjob) und gerade dann eignet sich diese Technik meiner Erfahrung nach hervorragend. Eine Stunde pro Abend, 3 Tage lang und schwupp ist der Artikel fertig ;-)

LG
Robert 

Kommentator

Kommentar von Sandra Holze

Hi Anna, na klar!

Mir hat die Technik zu Beginn meiner Blogger-Karriere sehr geholfen. Ich glaube, sie ist für jeden geeignet, der sich überwältigt davon fühlt, einen Artikel auf einen Rutsch schreiben zu müssen. Probier es einfach mal aus.

Gruß
Sandra

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