01.09.2014 von Kommentare: 8

Personal Branding durch Blogs: Wie Blogger zur Marke werden

Blogg dich zur Marke

Ein gutes Blog zeichnet sich durch Professionalität aus.

Regelmäßige Beiträge sind nur ein Part. Identität ein anderer.

Hast du dir mal überlegt, dass dein Blog eine Marke sein könnte? Nein? Warum nicht? Überleg mal, was du mit einer Marke verbindest, und stell dir dein Lieblingsprodukt oder Logo vor. Was siehst du? Farben, einen Schriftzug, hast du vielleicht einen bestimmten Geschmack auf der Zunge oder einen bestimmten Schreibstil im Kopf?

 

Wiedererkennung Marke

Offensichtlich sind viele Faktoren dafür verantwortlich, was eine Marke genau ist. Die Definition des Wirtschaftslexikons von Gabler definiert eine Marke wie folgt:

„Eine Marke kann als die Summe aller Vorstellungen verstanden werden, die ein Markenname oder ein Markenzeichen bei Kunden hervorruft bzw. beim Kunden hervorrufen soll, um die Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden …“.

 

Man kann sagen, bei einer Marke geht es um den Wiedererkennungswert. Ein Fakt, den auch dein Blog bedienen sollte. Die Frage ist also, wie kannst du dein Blog zur unverwechselbaren Marke machen? In der Einleitung habe ich dir schon ein paar Tipps gegeben:

 

1. Farbe

Welche Farbe verwendest du für dein Blog? Bei mir ist es Türkis. Warum? Ganz banal. Zum einen war die Farbe von meinem Theme voreingestellt. Dann habe ich mit anderen Farben ausprobiert. Aber nichts hat mich so angesprochen wie Türkis. Also habe ich recherchiert und gelesen, dass Türkis als „die Farbe des klaren schöpferischen Ausdrucks, der Gestaltungskraft und der Kommunikation“ gilt. Ebenfalls steht Türkis neben der Farbe Weiß für die Wahrheit. Das ist einfach perfekt für mich. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch und Ehrlichkeit zählt für mich zu den höchsten Gütern.

Wie schon gesagt: Auf die Farbe kommt es an!

 

Überprüfe also, ob es eine Farbe gibt, die dich symbolisiert und die du vielleicht in deinem Blog oder in deinen Posts unterbringen kannst. Dezent aber wirkungsvoll ist die Devise.

 

2. Logos sind unvergesslich

Wenn du ein professionelles Blog betreiben willst, dann solltest du dir ein Logo machen oder anfertigen lassen. Es ist praktisch die Headline deines Blogs und visualisiert deinen Blognamen. Mit einem Logo erhöhst du deinen Wiedererkennungswert bei deinen Lesern und gibst deinem Blog Identität.

 

3. Finde deine Schreibe

Die richtigen Worte zu finden ist mitunter ziemlich schwer. Doch irgendwann hat jeder Autor den Stil gefunden, mit dem er sich wohl fühlt und ausdrücken kann, was er oder sie gerne sagen will. Das ist bei dir als Blogger nicht anders. Wichtig ist, dass du deinen Stil beibehältst. Ebenso wie Farben und ein Logo ist dein Schreibstil ein Teil deines Wiedererkennungswertes, an dem sich deine Leser orientieren.

Eine Anleitung wie du deine Stimme findest liefert dir Walter Epp in seinem Gastbeitrag: Finde deine Stimme!

 

Diese drei Faktoren sind aber noch nicht alle, um deinen Blog zur Marke zu machen. Neben den visuellen Details zählen auch der Aufbau deines Blogs, Netzwerken und Community Management zu den Markenelementen.

 

4. Blogaufbau

Die Gestaltung deines Blogs kann dazu beitragen, ihn als Marke zu stärken. Darum mein Tipp: Prüfe dein Blog auf Anwenderfreundlichkeit und Barrierefreiheit. „Rethink your Website“, wie es Robert neulich erst hier beschrieben hat.

Achte darauf, dass deine Social Media Kanäle groß genug und einfach zu erreichen sind. Verwendest du ein Theme, das responsive ist, also auch für mobile Endgeräte geeignet ist? Wenn nicht, bietet es sich an zu überlegen, ob du dein Theme wechselst. Immer mehr User lesen Blogs auf ihrem Handy oder auf dem Tablet. An dieser Stelle kannst du weitere Leser erreichen und deine bisherigen User können dich auch unterwegs lesen.

 

5. Halte dich an Gesetze

Zu jedem Blog gehört das Impressum und, wenn du Google Analytics oder andere Analysetools nutzt, ein deutlicher Hinweis auf den Datenschutz. Beides gehört auf deine Seite! Wenn du glaubst, du bloggst nur privat, und niemanden haben deine Adresse oder sonstige Daten zu interessieren, dann ist das falsch. Ein professionelles Blog zeichnet sich auch dadurch aus, dass du zeigst, dass du weißt, welche Pflichten du als Blogger hast, und dass du den rechtlichen Bestimmungen folgst.

 

6. Kontinuität

Deine Marke sollte überall zu finden sein. Überlege also, wo du deinen Blognamen, deine Farben oder dein Logo einbinden kannst. Wenn du eine Facebook-Fanpage hast, dann bietet es sich an, deinen Header mit deinem Logo zu füllen oder auch dein Profilbild mit einem Portrait von dir einzubinden. Das gilt auch für deine anderen Social-Media-Kanäle. Bei Twitter kannst du beispielsweise deine Webadresse einbinden und eine Kurzbeschreibung zu deinem Blog unterbringen. Zusätzlich kannst du deine Blogfarbe in deinem Profil festlegen. Kurzum: Sei präsent.

 

Fazit

Ein Blog zur Marke aufzubauen ist viel Arbeit. Es sind die Details, die zählen, um am Ende ein zusammengehörendes Ganzes zu haben. Doch je besser du dein Blog aufgestellt hast, desto eher wird es als Marke wahrgenommen. Dazu gehört Durchhaltevermögen, denn Bloggen ist keine Arbeit, die von jetzt auf gleich zum Erfolg führt. Besonders wenn du dich mit einem Thema beschäftigst, das fernab von Lifestyle, Make Up, Food oder sonstigen leicht zu vermarktenden Topics liegt, musst du Geduld haben. Bloggen ist eine Langzeitaufgabe und viele Blogger, die heute bekannt sind, haben vor vier Jahren oder noch später angefangen zu bloggen. Ihre Erfolge haben sie jetzt, nach all den Jahren der Arbeit. Darum gib nicht auf und bleibe mit Herzblut bei der Sache!

 

Über den Autor

Daniela SprungDaniela Sprung ist studierte Kommunikationswissenschaftlerin. Nach Stationen als Pressesprecherin und Jr. Marketing Managerin in der Schweiz arbeitet sie jetzt im Bereich Kommunikation und Social Media. Auf ihrem Blog befasst sie sich mit der technischen und strategischen Seite des Bloggens.

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Robert

Liebe Daniela,
auch auf diesem Weg nochmal ein herzliches Dankeschön für deinen Gastbeitrag. Ich selbst bin ein Freund von "Hands-On"-Artikeln, daher hätte ich zum letzten Punkt noch eine Frage an dich:

Ist es deiner Meinung nach sinnvoll "markenkonforme" Profile nur zum Zwecke des Brandings auf Plattformen zu erstellen, ohne dass ich dort auch aktiv bin?

Kommentator

Kommentar von Daniela

Hallo Robert,
vielen Dank für die Möglichkeit bei dir zu veröffentlichen : )

Ich bin grundsätzlich kein Freund davon etwas aus Berechnung und/ oder ohne Strategie zu machen. Darum würde ich von einer solchen Vorgehensweise dringend abraten. Meiner Meinung nach sollte analysiert werden, wo sich die Zielgruppe aufhält und dort eine Plattform einrichten und diese mit interessanten Inhalten füllen. Ein Follower/ Fan hat m.E. ein Recht darauf. Er identifiziert sich mit der Marke und erwartet entsprechend auch Content. Sollte das nicht befriedigt werden kann sich das m.M. nach nur negativ auf die Community auswirken. Die Frage ist, ob man das als Marke will. Im übrigen empfinde ich ein solche Vorgehen, einfach einen Account anlegen und dann brach liegen lassen, als sehr unprofessionell. Damit kann der Marke einfach nur Schaden zugefügt werden.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Deine Ansicht kann ich verstehen, aber können wir es andersherum nicht auch als "Service" betrachten, dass wenn ein Unternehmen - aus welchen Gründen auch immer - auf einer Plattform nicht aktiv ist obwohl sich dort jedoch potenzielle Zielgruppen befinden, dennoch ein Profil erstellt und mit einem Hinweis zu einer aktiv bespielten Plattform versieht?

Zum Beispiel:
"Wow, wir hatten wirklich gehofft euch hier zu treffen, aber da wir euch zunächst nicht finden konnten haben wir unser Lager nun hier [LINK] aufgeschlagen. Besucht uns doch mal, wir würden wirklich gerne [mit euch sprechen/diskutieren/etc.]"

Ist doch toll wenn sich ein Unternehmen um mich bemüht und mit mir sprechen will und dabei so ehrlich ist. Die meisten von uns (also der "Zielgruppe") sind doch sowieso auf mehreren Plattformen unterwegs. Solange ein Unternehmen da nicht direkt in den eigenen Shop verweist oder das Profil nur aufgrund eines Backlinks einrichtet find ich es nicht unbedingt verwerflich.

Kommentator

Kommentar von Nordbergh

Ich setze voraus, dass die Frage nach dem 'warum' bereits vorher in aller Ausführlichkeit und Tiefe geklärt wurde. Das entnehme ich Deinem obigen Kommentar, Daniela.

Hätte ich mir aber auch im Artikel selbst gewünscht. Denn gerade in Unternehmen neigt man noch zum Frühstart oder legt Kanäle an, die dann hübsch aussehen und sonst in der Leere der Kommunikationslosigkeit verwesen..

Alles andere kann ich unterschreiben. Vielleicht noch als Anhang die Empfehlung, sich vor dem Start auch mit Redaktionsplänen auseinanderzusetzen - weniger formal als inhaltlich. In diesem Zusammenhang kann man sich auch gleich mit Themen-Scouting auseinandersetzen. Wie viel Platz gebe ich mir dafür, ohne meine Leser/Kommunikationspartner immer wieder neu zu sehr zu überraschen etc.?

Cooler Artikel, wenn ich das so sagen darf. Eine Liste, die man sich über den Schreibtisch hängten kann!

Kommentator

Kommentar von Daniela

Hallo Norbert,
vielen Dank für dein Lob! Du bringst einige interessante Ansätze für das Thema. Danke dir : )
Ich bin zu diesem Beitrag davon ausgegangen, dass sich der Blogger vorher Gedanken gemacht hat "warum" und "wozu" er/sie bloggt. Darum bin ich im Text nicht darauf eingegangen. Aber du hast Recht. Alleine diese beiden Fragen geben viel Stoff für interessante Artikel!

Die Idee mit einem Redaktionsplan kann ich nur unterstützen. Alleine schon um die Idee, die man hat festzuhalten. Sind sie doch oftmals schnell wieder vergessen, wenn man sie nicht notiert. Das gilt m.E. ebenso für Blogger wie für Unternehmen.

Viele Grüße Daniela

Kommentator

Kommentar von Robert

Hi Norbert,
da geb ich dir Recht, ein Redaktionsplan ist wirklich sehr hilfreich. Ich nutze - zumindest fürs Bloggen, wenn auch nicht für Social Media - selbst einen und hab auch schon den einen oder anderen Beitrag dazu geschrieben. Falls du ihn noch nicht gelesen hast: Produktiver Bloggen mit Deinem persönlichen Redaktionsplan (inkl. Template), deine Gedanken zu dem Thema würden mich sehr interessieren!

Kommentator

Kommentar von Netzbuddhist

Liebe Daniela
Danke für diesen sehr hilfreichen Artikel! Er hat mich inspiriert mir weitere Gedanken zu machen wohin die Reise mit meinem Blog gehen kann. Bin auch gerade dabei mir einen Redaktionsplan zu machen und mein Logo zu überarbeiten. Die Yogini braucht einen Body :)
Liebe Grüße, Wasana

Kommentator

Kommentar von Dani Schenker

Hallo Daniela,
Ein wirklich toller Artikel, der das Thema Branding als Blogger gut auf den Punkt bringt. Was du in dem Zusammenhang noch beachten könntest, wäre dein Avatar bei den Kommentaren ;-)
Du verwendest ja bereits ein einheitliches Fotos auf allen Plattformen (soweit ich das beurteilen kann). Da würde es natürlich Sinn machen, wenn man dies auch bei deinen Kommentaren wiedererkennen würde.

Kommentator

Kommentar von Daniela

Hallo Daniel,
das hast du natürlich Recht. Allerdings gibt mein Theme diese Möglichkeit nicht her. Hast du einen Tipp für ein Plugin, um das Problem zu lösen?
Viele Grüße
Daniela

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