15.09.2014 von Kommentare: 4

Warum visueller Content im Online-Marketing besser funktioniert als reiner Text

Visual Content im Online Marketing

Kannst du ihn auch nicht mehr hören?

Diesen Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“? Mal ehrlich, die meisten Blogger interpretieren ihn sowieso völlig falsch.

Es geht nur nicht darum, jeden Blogartikel einfach mit einem Bild zu untermalen, sondern darum, die Informationsverarbeitung für den Leser zu vereinfachen. Ein schönes Bild vom Strand weckt Emotionen, vielleicht Erinnerungen und erzeugt eine gewisse Grundstimmung. Aber es unterstützt nicht die wichtigen Inhalte des Artikels.

Zugegeben, ich beziehe mich in diesem Fall auf „Informationsblogs“ die in gewisser Weise Wissen vermitteln und nicht vom letzten Urlaub oder Frühstück erzählen (nein, das ist kein Seitenhieb an alle Travel- und Foodblogger), doch letztendlich betrifft eigentlich jeden, der seinen Blog professionell betreibt.

Ich möchte daher erklären, WARUM und vor allem WIE visueller Content funktioniert.

 


Bilder stimulieren im Gehirn bestimmte Areale an, die wir nur durch Texte oder das Hörensagen nicht erreichen können. Dadurch können wir uns an Informationen aus Bildern selbst nach drei Tagen noch fünf- bis sechsmal besser erinnern. Forscher bezeichnen diese wissenschaftlich belegte Erkenntnis als „Picture Superiority Effect“ [1]. Zudem verarbeitet unser Gehirn visuelle Informationen 60.000 Mal schneller als Text.

 

Die Bedeutung von Visual Content
Gefunden bei TNW

 


90% der an unser Gehirn weitergeleiteten Informationen sind visuell!

Und weißt du was noch?

90% aller Kaufentscheidung werden durch visuelle Faktoren beeinflusst [2]!

 

Und mit Social Media Statistiken, die belegen, dass visuelle Inhalte eine höhere Interaktionsrate erzeugen, habe ich noch gar nicht angefangen!

 

Fast die Hälfte aller Besucher einer Webseite nennt das Design als oberstes Kriterium, um die Glaubwürdigkeit des Autors einzuschätzen. Sie kommen zu der Annahme:

Professionelles Design = professionelle Person dahinter!

 

Allein aus diesem Grund lohnt es sich, wichtige Informationen zu visualisieren.

Doch da sind wir schon beim eigentlichen Problem, denn viele Blogger kümmern sich nur um „irgendein Bild“, um den neusten Beitrag visuell zu untermalen. Klar, Stimmung wird dadurch vielleicht erzeugt und gewisse Emotionen erweckt. Aber erinnern wir uns deswegen nach drei Tagen noch an den Inhalt?

Ganz ohne Bilder geht es aber auch nicht, denn im Schnitt lesen wir nur 28% eines Textes. Blogartikel zu visualisieren ist wichtig, nur kommt es eben nicht auf den gesamten Artikel an, sondern vielmehr die Hervorhebung „erinnerungswürdiger“ Inhalte.

 

Was können wir also tun? Welche Art von visuellen Inhalten können wir in unseren Blogs sinnvoll nutzen?

 

Visuelle Content-Formate für Blogs

Beispiele für die verschiedenen Formate findest du bei Quick Sprout und copyblogger, ich verzichte an dieser Stelle auf sie:

  1. Eigene/persönliche Fotos, um deine Inhalte persönlicher zu gestalten.

  2. Stockfotografie, um Emotionen zu wecken. Wichtig ist der thematische Bezug zum Content!

  3. Screenshots, um zu zeigen, statt nur zu erzählen.

  4. Tabellen und Diagramme, um komplexe oder umfangreiche Zusammenhänge zu vermitteln.

  5. Infografiken, um viele Informationen in ihrer Kurzfassung zu präsentieren und dadurch attraktiver für Social Shares zu machen.

  6. Grafiken („Free Art“), um Bilder zu individualisieren (zum Beispiel das Hinzufügen von Text).

  7. Comics, Cliparts, Icons und Memes, um deine Inhalte durch Humor aufzulockern. Der thematische Bezug sollte jedoch auch hierbei gegeben sein!

  8. Bewegtbild (Videos, Animationen, Vines, etc.), um quasi alle Vorteile der vorangegangenen Formate zu kombinieren.

 

Doch bei all diesen Möglichkeiten darf ein Aspekt nicht verloren werden:

Das Branding.

Die Welt der Visuals ist so bunt, da kann eine Marke schnell ihr Image verlieren. Und damit hätten wir unser eigentliches Marketingziel verfehlt, also Vorsicht!

Lieber langsam rantasten, verschiedene Formate testen und immer auf eine einheitliche Bildsprache achten. Je persönlicher sie deine Message transportieren, desto besser.


In diesem Sinne, viel Spaß beim Gestalten!

 

 

Zum Weiterlesen:
9 Infografiken die dich beim Visuellen Content Marketing unterstützen
19 Gründe, warum du Visual Content in dein Marketing integrieren solltest

 

Zum Teilen:

Importance of Visual Content

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Kommentare

Kommentator

Kommentar von Katharina

Schöner Artikel, Robert! Bin schon auf die anderen Teile der Serie gespannt.

Ich persönlich versuche auch häufig meine Inhalte visuell aufzubereiten, z.B. mit Screenshots oder Tabellen. Infografiken finde ich auch toll, aber da ich selbst Stunden an so einer sitzen würde, müsste ich Geld in die Hand nehmen, damit meine Designerin mir sowas bastelt - und da hadere ich noch mit mir.

Besonders in sehr langen Artikeln (über 1.000 Wörter) ist es sinnvoll Inhalte zu visualisieren.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Katharina,

danke für den Kommentar. Das Investitionsproblem bei Infografiken kenne ich nur zu gut. Aber ich kann auch sagen, dass es sich lohnt, denn eine von mir hat es z.B. schon in ein Wiley-Buch geschafft!

Sieh es doch mal so: durch eine Infografik brauchst du eben keinen langen Artikel schreiben, sondern kannst deine gesparte Zeit eben in eine  Grafiker investierst. Das ermöglicht zudem anderen Bloggern die Infografik bei sich ausführlicher zu thematisieren. Hol dir Credits für geile Infos und die geile Grafik und lass andere den geilen Artikel schreiben ; -)

Kommentator

Kommentar von Daniel

Ich gebe dir voll und ganz recht mit dem was du beschreibst. viele suchen bei Google auch direkt über bilder was viele nicht berücksichtigen. weiterhin kann ich berichten das ein freund von mir etwa 100 beschriebene bilder auf seinem blog gepostet hat und damit eine echte Explosion an besuchern erfährt

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hi Daniel, danke für dein Feedback!

Wie genau sahen denn die Bilder deines Freundes aus und hast du vielleicht einen Link zu seinem Blog?

Und auch interessant: Wo hat er die Bilder her?

Kommentator

Kommentar von Julia

Der Artikel ist wirklich gelungen!
Ich bin besonders ein Fan von Infografiken, denn durch sie kann ich die Informationen leichter und schneller aufnehmen.
Übrigens finde ich es super, dass du noch das Bewegtbild angesprochen hast. Klar, der Aufwand ist hier größer, aber gerade für Unternehmen, die etwas Geld in der Tasche haben, lohnt es sich!

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Danke Julia! Noch ein Infografiken-Fan, sehr cool :-)

Bewegtbild gehört für mich zum visuellen Marketing dazu, das fängt ja im Grunde schon bei animierten Präsentation oder Vines an, muss also nicht immer teuer werden (was nicht heißt, dass der Aufwand geringer ist).

Kommentator

Kommentar von Julia

Hey Robert,

stimmt, Vines hatte ich diesem Moment gar nicht auf dem Schirm. Wenn diese kleinen Filmchen gut gemacht sind, sind sie wirklich ziemlich brauchbar! :)

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Seh ich ähnlich, wobei ich selbst auch noch keine Filme produziert hab ;-)

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