26.09.2013 von Kommentare: 12

Warum sich Kommentare in Blogs für Blogger & Leser lohnen

Vorteile von Kommentaren in Blogs

Kennst du die Vorteile von Kommentaren?

Sowohl Blogger als auch Leser profitieren von Kommentaren.

Ich drücke mit einem Kommentar mein Interesse an einem Artikel sowie meinen Dank an den Autor aus, dass er sich eingehend mit einem Thema beschäftigt hat. Ich versuche dabei immer auf den Text einzugehen und meine eigenen Gedanken so formulieren, dass sie auch für den Autor und andere Leser nützlich sind.

Warum ich mir diese Mühe mache?

Weil es für mich ein Schritt in Richtung Beziehung ist. Eine Beziehung zum Autor, aber auch zur Leserschaft und letztendlich zur Community, die sich mit dem Thema beschäftigt. Kommentare sind gewinnbringend für alle Beteiligten und die Vorteile durchaus erstrebenswert.

 

Vorteile von Kommentaren für Blogger

  • Kritische Masse: Ich merke, dass meine Beiträge v.a. dann mehr Kommentare erhalten, wenn bereits ein paar vorhanden sind. Sind Diskussionen attraktiver? Oder wollen Kommentatoren einfach nicht die ersten und vielleicht einzigen sein? Je mehr Kommentare ein Blog hat, desto interessanter wirkt er anscheinend für neue Leser, deren Zahl (zumindest dem Anschein nach bei mir) positiv mit der Anzahl an Kommentaren korreliert.

  • Insights über die Leser: Wir sind als Blogger meistens unsere eigenen Webmaster und beschäftigen uns auch mit Optimierungsmöglichkeiten für den Blog. Wenn wir durch Kommentare unsere Leser persönlich kennenlernen, erhalten wir nicht nur demografische Einblicke, sondern erkennen auch anhand der Kommentare selbst die Bedürfnisse der Leser und können auf sie eingehen (Stichwort: Content-Ideen). Aus dem Monolog wird ein Dialog.

  • Neue Besucher: Da wir nun die Sichtweisen und Probleme unserer Leser kennen und darauf eingehen, finden vielleicht auch neue Leser auf unseren Blog, da sie genau dieselben Probleme haben. Es entsteht mit der Zeit ein Kreislauf aus Fragen und Antworten, ein System, indem wir Blogger uns als Experten etablieren. Die „Marke“ wächst, wir werden bekannter.

  • Kritik: Als Blogger wollen wir Rückmeldung zu unserer Arbeit, richtig? Die kriegen wir oft in Form von Likes oder Shares, aber so richtig aussagekräftig ist das nicht. Was hat den Lesern gut gefallen, was nicht? WARUM haben sie den Artikel geteilt? Was wir wollen, sind doch Details und Einzelheiten. Über Kommentare wird es mit Sicherheit nicht immer nur positive Kritik geben aber das ist nicht weiter schlimm, denn auch in negativem Feedback steckt oft ein Fünkchen Wahrheit. Ein Vorteil: wir können Rückfragen stellen und Unklarheiten beseitigen.

    Aufpassen müssen wir nur bei Trollen, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt (ein paar Tipps im Umgang mit Trollen findest du hier).

 

Vorteile für Kommentatoren

  • Der Dank des Autors: Blogger schreiben vor allem für ihre Leser und sind sehr dankbar für Ergänzungen, Anregungen, Feedback oder einfach nur eine andere Meinung.

    Ich selbst wurde außerdem aufgrund meiner Kommentare bereits zu Gastbeiträgen eingeladen und habe sogar schon ein Buch des Autors geschenkt bekommen (bzw. Autorin in diesem Fall, danke Meike!).

  • Aufmerksamkeit: Nicht jeder ist sich dieser Tatsache bewusst, aber wer in hoch frequentierten Blogs in Diskussionen einsteigt und regelmäßig sinnvolle Beiträge schreibt, brennt sich ins Gedächtnis anderer Leser. Das erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass der ein oder andere von ihnen sich genauer informieren will und auf deine Webseite schaut.

  • Backlinks: Mindestens einen Backlink erhältst du i.d.R. über den Namen (manchmal sind hier sogar Keywords als Ankertexte erlaubt), einen zweiten möglicherweise innerhalb des Kommentars. Ich persönlich habe nichts gegen sinnvolle Ergänzungen in den Kommentaren, sehe Kommentare die nur auf Backlinks abzielen aber wirklich ungern (klare Kommentarrichtlinien sind hier hilfreich).

  • Noch mehr Backlinks: Jüngst gibt es hier bei toushenne die „neusten Kommentare“ in der Sidebar, wo wieder der Name des Autors auf seine Webseite verlinkt. Das Besondere dabei: wir reden hier nicht über einen Link auf einer Artikelseite, sondern einer (temporären) seitenweiten Verlinkung. Wer oft kommentiert bleibt sichtbar.

 

Wichtig für mich ist jedoch nicht das „Prinzip Leistung und Gegenleistung“, sondern eher das „Prinzip Kostenlos“, denn wie sagt Kerstin Hoffmann so schön in ihrem Buch:

„Du kannst alles verschenken, was Du weißt – wenn Du das verkaufst, was Du kannst!“


Ich finde, man muss nicht immer für alles eine direkte Gegenleistung bekommen, sondern  kann (und soll) auch gerne mal seine Meinung frei äußern und einen qualifizierten Rat „verschenken“. Und wer weiß, vielleicht erinnern sich die Bloggern bei ihrem nächsten Beitrag an dich und deinen Kommentar und erwähnen oder verlinken dich sogar?

Ich finde, ein Kommentar ist ein erster Schritt in Richtung Beziehung und Beziehung sind schließlich das, was wir über Social Media anstreben, oder nicht?

 

Wie ist deine Meinung? Warum kommentierst du Blogs? Was glaubst du, was allgemein die größte Motivation dazu ist?

 

PS: Das Thema Kommentare wurde auch vor einiger Zeit auch beim Webmaster Friday diskutiert: Kommentare beantworten – wie wichtig ist das?

Gefällt dir was du liest?

Melde dich für meinen Newsletter an und erhalte alle neuen Beiträge per Mail. Dazu schenke ich dir mein E-Book zu Content Design plus ein ganzes Kapitel aus meinem Buch Blog Boosting mit knapp 100 Seiten!

Kommentare

Kommentator

Kommentar von Tim Ehling

Ok....ich habe es mir genau überlegt.....ich würde mit dir eine Beziehung eingehen.....
Nein im Ernst, das Handling mit Kommentaren erfordert auch Fleiß und Interesse am Thema. Aber als Feedback für den Autor und Meinungsplattform für die Leser einfach gut. Leider ist es im deutschsprachigen Raum etwas schwierig, da die Beziehung von beiden Seiten nicht so richtig funktioniert.
Ich kommentiere/diskutiere gerne, auch nicht nur um Links zuerhalten, es ist eine schöne Art sozialer Aktion.
Und das Kommentieren auf Blogs erzeugt Content, welcher nicht so schnell verschwindet wie Facebook un Co.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Das weiß ich sehr zu schätzen, Tim, danke. Der Erste zu sein ist nicht immer leicht, oft traut sich keiner. Kenne das aus dem Sport ;-)

Kann mich deiner Argumentation nur anschließen, auch der Beobachtung, dass es in Deutschland noch nicht so richtig funkt zwischen Autor und Leser. Ich hoffe das ändert sich künftig.

Kommentator

Kommentar von Hanne Becker

Ich teile die Einschätzung, dass Kommentare sowohl für den Kommentierenden als auch für den Kommentierten sehr nützlich sind. Allerdings nur, wenn Sie tatsächlich wertvoll sind, also z.B. den Artikel mit Beispielen untermauern, Anknüpfpunkte benennen oder den Artikel kritisch diskutieren.

Hier liegt aber zugleich die Schwierigkeit: Wenn ich keine solche ausführliche Rückmeldung zu einem Post geben kann, kommentiere ich nicht, sondern bekunde mein Danke an den Autor und/oder meine Zustimmung eher durch einen Tweet. Auch Kürzestkommentare gebe ich lieber auf Twitter. Das führt bisweilen zu der sonderbaren Situation, dass sich kleine Diskussionen entspinnen, die, im Blog geführt, allen Beteiligten längerfristig mehr Gehör verschaffen würden. Auf Twitter geäußertes verhallt sehr schnell.

Da ich selbst erst seit kurzem blogge, höre ich noch vornehmlich zu und nehme lesend an Diskussionen in Blogkommentaren teil. Oft scheint es mir dabei so, als wären die Kommentierenden eine „geschlossene Gesellschaft“, was die Hemmschwelle zu kommentieren erhöht. Ich würde mir mehr Mut zu sinnvollen Kommentaren - auch und vor allem von mir noch unbekannten Lesern - wünschen und mehr Zurückhaltung bei Kommentaren der Art „gut geschrieben, lieber Kollege“.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Hanne, danke für deine Meinung!

Kurze Kommentare erwecken vielleicht den Eindruck, dass der Kommentator es nur auf den Link abgesehen hat, aber ich sehe es wie du - jeder Kommentar ist eine Chance auf eine Diskussion die für alle einen Mehrwert bietet. Wer weiß, vielleicht meldet sich der Autor auf so einen kurzen Kommentar auch mit einer spezifischen Rückfrage, die er bisher niemandem sonst stellen konnte?

Mitzulesen ist ein guter Start. Ich habe vor Kurzem auch ein Zitat gelesen, das mich nachdenklich gemacht hat, ich lass das einfach mal so offen stehen:

"Viele Menschen hören nur zu, um mitreden zu können. Nur wenige hören zu, um zu verstehen".

Kommentator

Kommentar von Michael Firnkes

Wenn ich mich selbst beobachte, dann kommentiere ich immer dann, wenn es der entsprechende Artikel wert ist. Wenn dieser also besonders gut war, oder weitere Fragen aufwirft, die ich über die Kommentare loswerden und teilen möchte. Beides ehrt den Autor des Beitrags, er hat demnach einiges richtig gemacht.

Es wird immer wieder darüber diskutiert, wie man "gute" Beiträge bemisst, bzw. wie man weiß, dass man bezüglich des neuen alten Hypes Content Marketing auf dem richtigen Weg ist. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Kommentare (ich lasse die reinen SEO/Spam Kommentare außen vor) sind meist die Währung im Social Web. Meines Erachtens fast noch mehr als die Likes, Retweets, Plusse. Denn um diese zu vergeben muss man sich nicht wirklich mit einem Text auseinandersetzen. Ich ertappe mich selbst oft dabei, dass ich einen Text in den sozialen Netzwerken teile, von dem ich nicht mehr als die Überschrift kenne. Ganz nach der Art "wird schon interessant sein".

Kommentiert man sinnvoll, MUSS man sich mit dem Inhalt auseinandergesetzt haben. Und bei den meisten (nicht allen) Blog- aber auch Content Marketing Zielen will man genau jenes erreichen. Ein echtes "sich Befassen" des Lesers, nicht ein flüchtiges "Gefällt mir".

Klar ist es am Anfang eines Blogs schwer, die ersten Kommentare zu erhalten. Wenn diese dann aber kommen, so weiß man schnell, welche Beiträge ankommen und welche weniger.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Ja, da müsste ich auch beichten, Michael. So ist das eben, wenn man über den RSS-Feed nur seinen Buffer füllt für den Tag ;-)

Kommentare sind um einiges schwieriger zu bekommen, da hast du vollkommen recht. Mich motiviert es auch enorm, wenn ich Kommentare erhalte, denn dann weiß ich, meine Arbeit kommt an. Das ist doch so wie ein Testimonial im Grafikdesign. Ein Aushängeschild, eine Empfehlung, ein Argument für sich selbst sozusagen. Was sagt da schon ein Like aus...

Kommentator

Kommentar von Urs E. Gattiker

Lieber Robert

Super Beitrag da wurde ja schon alles gesagt.
Selbstverständlich stimme ich mit der Hanne überein. Die Kommentare müssen einen Mehrwert bieten. Aber bei guten Blogeinträgen ist dies ein wenig einfacher.... wie die obigen Kommentare ja bestätigen:-)

Für mich gibt es vielleicht noch 2 Punkte die man berücksichtigen sollte.

1. Wem gehört der Blog - Grossbetrieb oder Kleinstfirma (10 oder weniger Vollzeit Mitarbeiter)
Klar das die Gestaltung auf der rechten Kolumne bei einem Daimler oder Audi Blog ein wenig anders ausschaut und weniger das Produkt des Einzelnen gepuscht wird aber halt die Marke.

2. Es hängt auch von der Zeit ab. Wenn die Kommentatoren selber im Social Media Biz tätig sind, dann schaut alles anders aus oder? Was aber mit einem CEO eines Dax Unternehmens. Da glaube ich kaum das der den Beitrag überhaupt sieht, geschweige denn liest.
Ausser ich mache ihn darauf Aufmerksam und ermuntere ihn zum Kommentar..... sehr schwierig...

Trotzdem... Kommentare are the icing on the cake.... aber auf einigen Gebieten gibt es kaum welche mit Tiefgang (zum Beispiel Modeblogs). Bei vielen Corporate Blogs geht es auch nur um das Produkt / Firma, das ist manchmal so langweilig, da will keiner kommentieren.

Danke Robert, diesen Beitrag habe ich gerne gelesen.
Urs E. Gattiker

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Urs, schön dich hier wieder zu sehen und vielen Dank für deine Ergänzung.

Du hast absolut Recht, dass die Zielgruppe darüber bestimmt, wie viele Kommentare ein Blog gewinnen kann. Allerdings bin ich der Meinung, dass selbst ein CEO einen Kommentar schreiben WÜRDE, wenn er denn zur Zielgruppe gehört ;-) Jemand themenfremdes würde sich schwer tun, das stimmt.

Kommentator

Kommentar von Monika Birkner

Ein sehr interessanter Beitrag und interessante Kommentare.

Wenn ich mich selbst in meinem Kommentarverhalten beobachte, fallen mir verschiedene Aspekte ein: Zum einen der Zeitfaktor. Bin ich gerade in der Situation, dass ich in Ruhe einen Kommentar formulieren kann? Dann auch: Woran kann ich anknüpfen? Was kann ich noch beisteuern? Wenn bereits im Artikel und in vorangegangenen Kommentaren alles aus meiner Sicht Wichtige gesagt ist, sehe ich nicht unbedingt Veranlassung, das zu wiederholen. Und nur ein "schöner Beitrag" ist mir im allgemeinen zu wenig, es sei denn, dass es mir ein echtes und tiefes Bedürfnis ist, dem Autor gerade für diesen Beitrag zu danken, weil er beispielsweise etwas ausspricht, das ansonsten nicht gesagt wird.

Als Bloggerin habe ich schon des öfteren und gerade kürzlich wieder erlebt, dass durch einen Kommentar ein neuer Artikel angeregt wurde. Auch eigene Kommentare in anderen Blogs haben schon im einen oder anderen Fall zu Artikeln geführt, weil ich dann merkte, dass ich mich mit dem Thema selbst mehr beschäftigen wollte oder meinen Lesern dieses Thema näher bringen wollte.

Auf jeden Fall stimme ich zu, dass Kommentare geeignet sind, eine Beziehung herzustellen. Und das finde ich beim Bloggen und in den Social Media ebenfalls sehr wichtig.

Kommentator

Kommentar von Robert

Ich bin überwältigt von den Kommentaren, ein Dank an alle!

Was bisher noch nicht zur Sprache kam sind die berühmt berüchtigten Call to Actions, oder Handlungsaufforderungen. Viele Experten predigen, sie jedem Artikel anzuhängen, so habe auch ich das hier gemacht. Aber war das der Grund für eure Kommentare? Antwortet ihr auf solche expliziten Fragen, beeinflussen sie eure Entscheidung zu kommentieren oder nehmt ihr sie gar nicht so richtig wahr?

Kommentator

Kommentar von Monika Birkner

Hallo Herr Weller, Ihr Artikel wird schon etwas viral. Ich hatte ihn in einem Blogpost erwähnt und mittlerweile finden sich schon erste Kommentare zu Kommentaren und anderen Aspekten ein.

Zum Call to Action: Ich experimentiere immer wieder damit, habe aber noch keinen wirklich schlüssigen Zusammenhang festgestellt. Mein Eindruck ist eher, dass das Interesse an einem Artikel maßgeblich ist. Dass es in der Regel eine Kommentarfunktion gibt, dürfte sich ja bei den meisten Bloglesern herumgesprochen haben. Allerdings ist diese nicht immer sehr nutzerfreundlich gestaltet (löbliches Beispiel hier:-)).Damit kann es auch zusammen hängen, ob man Kommentare erhält.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Ja, Frau Birkner, es scheint ganz so ;-) Ich geb Ihnen Recht, dass viele Leser um die Kommentarfunktion bescheid wissen, aber glauben Sie nicht auch, dass ein Call to Action eine Reaktion "provozieren" kann und dem Leser einen zusätzlichen Anhaltspunkt zum kommentieren bietet.

Hätten Sie sonst erneut kommentiert? ;-)

Kommentator

Kommentar von Monika Birkner

Hallo Herr Weller, ich denke, das entscheidende Wort ist "kann".

Teilweise erlebe ich auf einen Call to Action große Resonanz, teilweise wenig bis Null. Es muss also noch andere Einflussfaktoren geben, was mich auf der anderen Seite auch wieder beruhigt. Wenn Leser reflexhaft reagierten, würde mich das besorgt stimmen.

Auf Ihren Call to Action habe ich reagiert, weil ich mich immer wieder mit diesem Thema beschäftige und interessiert bin, die Wirkungszusammenhänge klarer zu erkennen. Ein Austausch mit anderen ist da natürlich hilfreich.

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Absolut Frau Birkner, allein durch diesen Austausch mit Ihnen und den anderen Kommentatoren lerne ich schon sehr viel über die Beweggründe des Kommentierens. Ich werde mich bemühen auch in Zukunft die Kommunikation zu meinen Lesern weiter auszubauen ;-)

Kommentator

Kommentar von Frank Katzer

sehr schöner blog und ein sehr spannendes interessantes blogger-thema.
der call-to-action kann natürlich nur funktionieren, wenn das thema auch zur meinungsäußerung herausfordert. häufig liegt es aber auch daran, dass ein erster kommentator das eis bricht und so zu weiteren reaktionen führt. der erfolg lässt sich ja nie auf einen parameter zurückführen.
die kombination aus folgendem, führt sicher am ehestem zum "kommentar-erfolg":
- interessantes thema, das ggf. auch provoziert (z.b. "blogs sind tot")
- thematisch passender call-to-action (kein "wie ist eure meinung dazu?")
- aussagekräftige "early commentators", die dem artikel-thema mehrwert liefern
- die richtigen besucher auf der website

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Frank, danke für deine Meinung.

Mit drei deiner Punkte stimme ich überein, mit dem zweiten aber nicht unbedingt. Zumindest nicht mit deinem Beispiel, denn das ist so ziemlich der abgedroschenste Call to Action den man finden kann, meinst du nicht? Das klingt oft (nicht immer) so, als wäre dem Autor nichts besseres/spezifischeres eingefallen. Nur meine Meinung will ich ja nicht unbedingt äußern, da haben andere Leser ja nicht immer was davon. Ich versuche Mehrwert zu bieten, da sind spezielle Fragen natürlich naheliegender.

Gut finde ich z.B. "Wie sind deine Erfahrungen?" oder "Auf welche Probleme bist du schon gestoßen?" oder sowas. Das sind Best Practices von denen andere profitieren können.

Kommentator

Kommentar von Jutta Beyer

Guter Artikel - aber darf ich das jetzt so kurz einfach kommentieren? ;-) Mal im Ernst: Ein bisschen verunsichern mich die anderen Kommentare schon. Hanne Becker wünscht sich mehr Zurückhaltung bei Kommentaren der Art "gut geschrieben, lieber Kollege", Urs E. Gattiker: "Die Kommentare müssen einen Mehrwert bieten"....Liebe Blogprofis, ihr stellt schon ganz schön hohe Ansprüche. Ich baue erst gerade einen Blog auf, aber ich bin mir sicher, dass ich mich durchaus über einen Kommentar der Art "gut geschrieben", und auch über jeden Like freue (wenn ich dann mal soweit bin). Auch wenn es "nur" ein flüchtiger Like ist, sagt er etwas aus - und bringt auch dem Autor demnach Mehrwert, indem er Rückmeldung bekommt, und den anderen Lesern, indem sie eine "Bewertung" erhalten (viele Likes, das muss ein lesenswerter Artikel sein). Natürlich, je hochwertiger desto besser, aber man darf nicht verlernen, sich auch an den "kleinen Dingen" zu erfreuen...

Kommentator

Kommentar von Robert

Hey Jutta, ja, du darfst! Hast du aber im Endeffekt gar nicht, dein Kommentar ist am Ende wohl doch länger geworden als anfangs gedacht ;-)

Anyway: ich freue mich tatsächlich auch über die "kleinen Dinge", wieso auch nicht... was ich mir bei solchen Kommentaren nur immer im Einzelfall anschaue ist die Motivation. Kurze Kommentare gehen oft einher mit forcierten Backlinks, das sehe ich natürlich ungern. Aber wenn es ein "ehrliches Dankeschön" - oder auch was anderes - ist, dann hab ich da natürlich nichts dagegen und freue mich sehr darüber.

Kommentator

Kommentar von Nicolas Scheidtweiler

Hallo Robert,

ich folge dir ja schon lange und habe immer mal wieder kommentiert. Für den Leser ist es manchmal aber auch so, dass er gar nicht weiß, wozu er einen Kommentar abgeben soll. Ich merke das immer, wenn ich ausgewogen informative Beiträge veröffentliche. Dort ist auch schon die Absprungrate höher. Sinnvoll ist eine klare Positionierung, die auch emotional wirkt. Dann kommt es zur Interaktion.

Inwieweit hier der Backlink allerdings für Google zählt? Würde sagen, eher gering.

VG
Nicolas

Robert Weller

Antwort von Robert Weller

Hallo Nicolas,

dass der Backlink aus Kommentaren immer weniger "bringt" steht in Hinblick auf das Google Ranking mittlerweile wohl außer Frage. Neue Besucher kann er dir aber trotzdem bescheren, eben jene anderen Leser des Beitrags, den du kommentiert hast.

Eine klare und vor allem "polarisierende" Positionierung provoziert mehr Reaktionen als andere Beiträge da gebe ich dir. Wir Blogger da zum Beispiel durch konkrete Fragen entgegenwirken, wenn wir zu bestimmten Themen eben keine deutliche Position beziehen wollen. Damit habe ich zumindest gute Erfahrungen gemacht. "Sag dem Leser was du von ihm willst, und er gibt es dir." (nicht ganz so direkt, aber eher als ohne diese Handlungsaufforderung).

VG,
Robert

Schreibe deinen Kommentar

Du willst deinen Text formatieren oder einen Link platzieren? Kein Problem, du findest eine Anleitung hierzu in den Kommentarrichtlinien.