Aktualisiert am 24.03.2014 von

So gestaltest Du den perfekten Social Media Post [+Infografik]

Den perfekten Social Media Post gestalten

Der perfekte Social Media Post – gibt es ihn wirklich, oder ist er eher sowas wie der Heilige Gral den jeder sucht aber niemand findet?

Angenommen es gibt ihn, wie sieht er aus? Ist er für alle gleich, oder hängt „perfekt“ vom postenden Unternehmen, dem Ursprungsland oder seinem Zweck ab?

Diese Fragen stelle ich mir eigentlich regelmäßig, denn ich poste täglich in sozialen Netzwerken und versuche (fast) jedes Mal, den nächsten Beitrag noch besser zu gestalten als den letzten. Ich nutze daher heute die Gelegenheit, eine deutsche Infografik mit einer englischsprachigen zu vergleichen. Beide beinhalten dasselbe – den perfekten Social Media Post. Doch einig sind sie sich dabei keineswegs…

 

Der ein oder andere kennt die deutsche Infografik bereits, denn sie hat vor nicht allzu langer Zeit die Runde gemacht und wurde u.a. auf deutsche-startups.de und natürlich tobesocial.de selbst veröffentlicht. Aus genau diesem Grund möchte ich die Infografik nicht einfach kommentarlos publizieren, sondern mit einer anderen, die ebenfalls auf populären Webseiten wie t3n.de oder onlinemarketing.de die Runde gemacht hat, vergleichen.

 

Doch vorher noch zwei Anmerkungen:

 

1. Fakten, die keine Fakten sind

Zum einen stört mich nämlich bei der deutschen Infografik der Begriff „Fakten“, denn das sind nach meiner Ansicht allgemeingültige Tatsachen. Die Aussagen, die die Autoren hier treffen, hängen jedoch maßgeblich vom angesprochenen Publikum ab und sind eben nicht allgemein gültig.

Das optimale Timing könnte im Vergleich auch kaum gegensätzlicher sein: laut der deutschen Grafik ist zwischen 20 Uhr und 8 Uhr die beste Zeit zum posten, laut der englischen ist das die schlimmste Zeit.

Es gibt hier meiner Meinung nach kein richtig oder falsch, denn das Timing hängt maßgeblich vom Zielpublikum ab. Sind es Privatleute, die Social Media eher abends nutzen? Sind es Personen aus demselben Land oder aus Übersee mit Zeitverschiebung?

Im Blog von Buffer findest du ein paar Anregungen, wie du den für dich besten Zeitpunkt herausfinden kannst (hier für Twitter).

 

2. Fehlende Quellenangaben

Zum anderen vermisse ich Quellenangaben oder zumindest eine Erläuterung, wie die Autoren zu diesen Ergebnissen kommen. Wurden dazu unterschiedliche Social Media Posts getestet und hinsichtlich ihrer Effektivität ausgewertet, oder sind es subjektive Erfahrungswerte der Social Media Manager? Quellenangaben wie auf der englischen Grafik mit u.a. Salesfoce, Wired, BusinessInsider, bitly und Mashable wirken überzeugend, also warum nicht auch aufführen? Ich frage mich, wie seriös bzw. aussagekräftig tobesocials Quellen eigentlich waren, wenn sie sie nichtmals nennen…

Oder wurden sie einfach nur vergessen? J

Oder ist die Grafik, ganz böse formuliert, nur ein Mittel um Traffic und Backlinks zu generieren?

 

Wie auch immer, wir könnten wahrscheinlich noch eine Weile diskutieren, aber letztendlich geht es in diesem Beitrag um die Frage, wie der perfekte Social Media Beitrag aussieht. Nachfolgend die aufsummierten Ergebnisse für Facebook, Twitter und Google+.

 

Der perfekte Social Media Post für Facebook …

  • enthält ein Bild und einen weiterführenden Link.
  • ist emotional positiv formuliert und bietet interessante Informationen.
  • zielt auf Interaktion mit Fans ab, z.B. durch eine konkrete Handlungsaufforderung (zum Liken oder Kommentieren) oder eine Frage.
  • enthält ggfs. 2-3 wichtige Keywords als Hashtag.

Der perfekte Facebook Post
(Klicken zum Vergrößern) 

 

Der perfekte Social Media Post für Twitter …

  • ist kurz und knackig als Call to Action oder Frage formuliert.
  • erwähnt (@mention) relevante Twitter-User.
  • nutzt nur etwa 120 Zeichen damit andere User Platz zum Retweeten haben.

Der perfekte Twitter Post
(Klicken zum Vergrößern)

 

Der perfekte Social Media Post für Google+ …

  • ist ein Image-Post und enthält einen weiterführenden Link.
  • erwähnt andere Google+ Nutzer und Brand Pages
  • enthält relevante Hashtags.

Die Erfahrung zeigt außerdem, dass fett formatierte Überschriften mit passender Subhead sich weiter positiv auf die Interaktionsrate auswirken.

Der perfekte Google+ Post

(Klicken zum Vergrößern) 

 

Die beiden Infografiken sind sich nicht in allen Punkten einig. Neben dem bereits angesprochenen Timing gehen die Meinungen auch bei Links auseinander. Tobesocial sagt nicht kürzen, mycleveragency sagt kürzen. Ich persönlich kürze meine Twitter-Links, auf Google+ hingegen lasse ich die URLs auch gerne ungekürzt.

 

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Der perfekte Social Media Post – Zwei #Infografiken im Vergleich

 

Der perfekte Post in sozialen Netzwerken

Der perfekte Post in sozialen Netzwerken

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